Eine Sidechain ist eine separate Blockchain, die über eine bidirektionale Verbindung mit einer übergeordneten Blockchain verknüpft ist. Dadurch können Vermögenswerte zwischen den beiden Blockchains ausgetauscht und transferiert werden, ohne dass ihr Wert verloren geht. Dieses Konzept ist entscheidend für die Verbesserung der Skalierbarkeit und Funktionalität von Blockchains, da Transaktionen von der Hauptkette entlastet werden. Historischer Kontext und Entwicklung von Sidechains: Das Konzept der Sidechains wurde erstmals 2014 in einem Whitepaper von Adam Back et al. vorgestellt. Darin wurde ein neuer Ansatz vorgeschlagen, um die bestehende Blockchain-Technologie zu nutzen und ihre Funktionen zu erweitern. Das Hauptziel war es, den Transfer von Kryptowährungen und anderen Vermögenswerten zwischen mehreren Blockchains ohne die Notwendigkeit von Drittanbietern zu ermöglichen. Diese Innovation galt als potenzielle Lösung für die Probleme der Skalierbarkeit und Flexibilität, die frühe Blockchain-Systeme plagten. Anwendungsfälle und technologische Auswirkungen: Sidechains finden in verschiedenen Branchen vielfältige Anwendung. Im Finanzsektor werden sie eingesetzt, um schnellere und effizientere Transaktionen mit niedrigeren Gebühren als auf der Haupt-Blockchain durchzuführen. Beispielsweise ermöglicht das Liquid Network, eine Bitcoin-Sidechain, schnelle, sichere und vertrauliche Transaktionen zwischen Unternehmen und Privatpersonen in der Kryptowährungs-Community. Im Bereich der Non-Fungible Tokens (NFTs) und der Spieleentwicklung ermöglichen Sidechains wie Ronin spezifische Funktionen, die hohe Transaktionsvolumina unterstützen, ohne das Ethereum-Hauptnetzwerk zu überlasten.
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