Das Angebot langfristiger Bitcoin-Halter (LTH) hat einen anhaltenden mehrjährigen Abwärtstrend durchbrochen und ist laut einer aktuellen CoinDesk-Analyse auf 16,3 Millionen BTC gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 2 Millionen Coins während des aktuellen bärischen Markts – eine deutliche Abkehr von den Verkaufsmustern, die die Kapitulationsphase 2022–2023 prägten. Während der Markt auf kurzfristige Preisschwankungen fixiert bleibt, verschärft der strukturelle Wandel im Halter-Verhalten ein ohnehin illiquides Angebotsumfeld. Jüngste On-Chain-Untersuchungen haben sogar die wahrscheinlichen Bodenzonen für diesen Zyklus kartiert, und das LTH-Akkumulationsmuster fügt sich genau in diese These ein.
Die 16,3 Millionen BTC, die nun von als langfristige Halter eingestuften Einheiten gehalten werden – Coins, die sich seit mindestens 155 Tagen nicht bewegt haben – liegen knapp unter dem Allzeithoch von 16,5 Millionen, das Ende 2015 aufgestellt wurde. In den meisten bärischen Märkten beinhaltet das typische Vorgehen eine schmerzhafte Distributionsphase, in der selbst die engagiertesten Halter herausgeschüttelt werden. Das geschieht diesmal nicht. Stattdessen absorbiert die Gruppe Monat für Monat das Angebot, ohne nennenswerte Anzeichen anhaltender Ausgaben. Die reinen Zahlen deuten darauf hin, dass der Markt eine ungewöhnlich hartnäckige Basis an Teilnehmern entwickelt hat, die nicht bereit sind, ihre Coins zu aktuellen Bewertungen abzugeben.
Etwas Grundlegendes hat sich verändert. In früheren Zyklen dominierten Einzelhandelsspekulanten die langfristige Halter-Kategorie und schufen eine fragile Basis, die zusammenbrach, als die Angst akut wurde. Der heutige LTH-Pool umfasst zunehmend institutionelle Anleger, Unternehmensschatzämter und staatsnahe Käufer, die für Liquidität oder Margin Calls nicht verkaufen müssen. Das wachsende Gewicht der Unternehmensschatzämter, die Bitcoins verfügbares Angebot umgestalten, ist ein Faktor, aber nicht der einzige. ETF-Zuflüsse, selbst während Kursrückgängen, haben einen weiteren Teil des Streubesitzes absorbiert, ohne die Art von Panikverkäufen auszulösen, die traditionelle Börsendepots oft auslösen. Das Ergebnis ist ein Markt, bei dem die verbleibenden liquiden Coins von kurzfristigen Händlern gehalten werden, die zunehmend von einer strukturell long ausgerichteten, preisunempfindlichen Mehrheit übertroffen werden.
Wenn 16,3 Millionen BTC effektiv gesperrt sind, werden die 2,7 Millionen Coins, die auf Börsen und im kurzfristigen Umlauf verbleiben, zum gesamten Schlachtfeld. Das macht Bitcoins Preisfindungsmechanismus ungewöhnlich empfindlich gegenüber selbst kleinen Nachfrageänderungen. Jeder Dollar, der über ein ETF-Abonnement, einen Unternehmenskauf oder einen staatlichen Schritt in den Markt eintritt, hat einen überproportionalen Einfluss auf die Auftragsbücher. Die Kehrseite ist jedoch, dass Liquiditätsschocks – ob durch ein makroökonomisches Risikovermeidungsereignis oder eine erzwungene Deleveraging-Kaskade – heftige Verwerfungen auslösen können, weil schlicht nicht genug Coins verfügbar sind, um den Verkaufsdruck zu absorbieren. Der CEO von Pantera Capital hat kürzlich darauf hingewiesen, dass Bitcoin sich nahe dem unteren Ende seines langfristigen Trendbereichs befindet, und die LTH-Daten untermauern das Argument, dass das Abwärtspotenzial begrenzt sein könnte, während die Aufwärtskonvexität wächst.
Die Narrative des bärischen Markts hat sich um träge Kursaktionen und makroökonomische Gegenwinде gedreht, aber On-Chain-Metriken erzählen eine völlig andere Geschichte. Als das illiquide Angebot Anfang dieses Jahres sank, sah das wie ein Zeichen der Distribution aus, aber der anschließende LTH-Anstieg legt nahe, dass es ein vorübergehender Markt Shakeout war, keine strukturelle Umkehr. Anleger, die durch das Schlimmste von 2023 gehalten haben, weigern sich nun schlicht loszulassen, selbst wenn die Stimmung pessimistisch bleibt. Diese Art von Divergenz zwischen On-Chain-Daten und der Marktstimmung ist historisch der letzten Akkumulationsphase vor dem nächsten impulsiven Aufwärtsbewegung vorausgegangen.
Der Anstieg des langfristigen Halter-Angebots ist wohl das wichtigste Signal auf den Bitcoin-Märkten im Moment, wird aber als Randnotiz behandelt. Der Markt preist einen makrogetriebenen Verkauf ein, doch die Daten zeigen, dass die Coins, die am wahrscheinlichsten verkauft werden, sich nicht bewegen. Diese Diskrepanz zwischen Stimmung und On-Chain-Realität kann nicht unbegrenzt andauern. Historisch gesehen enden Zyklen, in denen das LTH-Angebot bei Kursschwäche nach oben durchbricht, heftig – auf der Oberseite. Diesmal, mit institutionellen und Unternehmensbilanzen auf den üblichen Retail-Hodlern aufgeschichtet, könnte der Angebotsschock schärfer und schneller sein, als die meisten Händler erwarten.
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