Neue Forschungsergebnisse, die von Paybis auf der Money20/20 Europe vorgestellt wurden, deuten darauf hin, dass Stablecoins sich rasch von einem krypto-nativen Werkzeug zu einem Kernbestandteil der Geschäftszahlungsinfrastruktur entwickeln, wobei B2B-Transaktionen mittlerweile den überwältigenden Großteil des Stablecoin-Zahlungsvolumens ausmachen.
Laut dem neuesten Stablecoin-Infrastrukturbericht des Unternehmens beschleunigt sich die geschäftliche Nutzung in den Bereichen grenzüberschreitende Abwicklungen, Treasury-Management, Lieferantenzahlungen und internationale Auszahlungen. Die Ergebnisse stellen das seit langem bestehende Narrativ in Frage, dass Einzelhandels-Checkout-Zahlungen der primäre Anwendungsfall für Stablecoins werden würden.
Der Bericht verweist auf Marktforschungen, die darauf hindeuten, dass im Jahr 2025 weltweit ein Stablecoin-Zahlungsvolumen von rund 390 Milliarden US-Dollar verarbeitet wurde, wobei etwa 60 % aus geschäftsbezogenen Transaktionen stammten. B2B-Stablecoin-Zahlungen sollen im Jahresvergleich um 733 % gewachsen sein, was die steigende Nachfrage nach schnelleren und effizienteren internationalen Zahlungswegen unterstreicht.
Die internen Transaktionsdaten von Paybis spiegeln einen ähnlichen Trend wider. Stablecoins machten auf der Plattform im Jahr 2023 lediglich 12 % des Krypto-Transaktionsvolumens aus. Bis April 2026 war dieser Wert auf fast 86 % gestiegen, was Stablecoins zur dominanten Vermögenskategorie in der Infrastruktur des Unternehmens machte.
Noch bemerkenswerter ist die Verschiebung in der Kundenzusammensetzung. B2B-Transaktionen machten im Jahr 2023 etwa 36 % des Paybis-Stablecoin-Volumens aus, stiegen 2024 auf über 70 % und erreichten im Verlauf des Jahres 2025 sowie in den ersten Monaten des Jahres 2026 fast 98 %.
Das Unternehmen meldete ein kumuliertes Stablecoin-Transaktionsvolumen von 2,81 Milliarden US-Dollar zwischen 2023 und 2026.
Die stärkste Nutzung zeigt sich in Branchen, die regelmäßig Gelder über Grenzen hinweg bewegen und effiziente Abwicklungsmechanismen benötigen.
Laut Paybis umfassen die größten B2B-Stablecoin-Kategorien seit April 2024:
Zusammen repräsentierten diese Sektoren mehr als drei Viertel der B2B-Stablecoin-Aktivitäten auf der Plattform.
Für viele international tätige Unternehmen stellen traditionelle Zahlungssysteme weiterhin Herausforderungen in Bezug auf Abwicklungsverzögerungen, Bankgebühren, Liquiditätsmanagement und operative Komplexität dar. Stablecoins werden zunehmend als alternative Abwicklungsebene bewertet, die in der Lage ist, Reibungsverluste zu reduzieren und gleichzeitig die Transaktionsgeschwindigkeit und Transparenz zu verbessern.
Trotz wachsender Nutzung hebt der Bericht eine erhebliche Wissenslücke unter Unternehmensentscheidungsträgern hervor.
In einer Umfrage unter mehr als 1.000 Befragten glaubten nur 53 % korrekt, dass internationale Stablecoin-Überweisungen nahezu sofort abgewickelt werden. Die übrigen Teilnehmer erwarteten Abwicklungszeiten von einer Stunde bis zu einem ganzen Tag.
Ebenso variierten die Gebührenerwartungen erheblich. Während Stablecoin-Zahlungskosten im Vergleich zu traditionellen internationalen Zahlungsmethoden allgemein als wettbewerbsfähig gelten, waren die Umfrageteilnehmer fast gleichmäßig zwischen der Erwartung sehr niedriger Gebühren und deutlich höherer Kosten aufgeteilt.
Die Ergebnisse legen nahe, dass Aufklärung und Implementierungsklarheit weiterhin wesentliche Hindernisse für eine breitere Unternehmensnutzung darstellen.
Zu den Ergebnissen äußerte sich Konstantins Vasilenko, Mitgründer und CBDO von Paybis:
Vasilenko ist der Ansicht, dass die nächste Wachstumsphase weniger von der Bekanntheit als vielmehr von der Integration abhängen wird.
Unternehmen möchten zunehmend Zugang zu Stablecoin-basierter Abwicklung haben, ohne selbst komplexe Blockchain-Infrastruktur verwalten zu müssen. Daher könnten regulierte Anbieter, die konforme On-Ramp-, Off-Ramp-, Treasury- und Zahlungslösungen anbieten, eine Schlüsselrolle bei der Beschleunigung der Nutzung spielen.
Obwohl Stablecoins nach wie vor einen relativ kleinen Anteil am globalen Zahlungsverkehr ausmachen, deuten aktuelle Marktdaten darauf hin, dass sie in bestimmten Geschäftsabläufen, in denen Geschwindigkeit, Kosteneffizienz und grenzüberschreitende Zugänglichkeit entscheidend sind, eine Produkt-Markt-Passung finden.
Da regulatorische Rahmenbedingungen weiter reifen und die Unternehmensinfrastruktur sich verbessert, könnten Stablecoins zu einem immer häufigeren Bestandteil des internationalen Geschäftszahlungsverkehrs werden, anstatt lediglich ein Kryptowährungs-Anwendungsfall zu sein.
Da diese Woche auf der Money20/20 Europe in Amsterdam wichtige Branchendiskussionen stattfinden, geht es nicht mehr darum, ob Stablecoins für Zahlungen genutzt werden können, sondern wo sie den größten Mehrwert bieten. Aktuelle Daten deuten zunehmend auf die Unternehmensnutzung hin, anstatt auf Verbraucher-Checkout-Erfahrungen.
Dieser Artikel wurde ursprünglich als Stablecoins Shift From Consumer Payments to Business Infrastructure as B2B Adoption Surges auf Crypto Breaking News veröffentlicht – Ihre vertrauenswürdige Quelle für Krypto-Nachrichten, Bitcoin-Nachrichten und Blockchain-Updates.

