Amazon (AMZN) stellte am Montag einen neuen Rekord auf dem kanadischen Schuldenmarkt auf und verkaufte Investment-Grade-Anleihen im Wert von C$14 Milliarden ($10 Milliarden) — das bisher größte in kanadischen Dollar begebene Unternehmensanleihegeschäft.
Amazon.com, Inc., AMZN
Das Angebot zog rund C$28 Milliarden an Aufträgen an, fast doppelt so viel wie auf dem Tisch lag. Diese Nachfrageintensität ermöglichte es Amazon, die Rendite seiner längsten Tranche — einer 30-jährigen Anleihe — auf etwa 1,10 Prozentpunkte über Staatsanleihen zu senken, rund 0,05 Punkte enger als die ursprüngliche Guidance.
Das Geschäft war auf fünf Tranchen strukturiert, mit Laufzeiten von drei bis 30 Jahren. Vorrangige unbesicherte Anleihen machen das gesamte Angebot aus.
Die Amazon-Aktie eröffnete am Dienstag bei $245,22, ein Rückgang von 0,33% gegenüber dem Vortag. Die Aktie hat eine 52-Wochen-Spanne von $196,00 bis $278,56 und weist eine Marktkapitalisierung von $2,64 Billionen auf.
Das ist kein Einzelfall. Amazon hat seit Januar 2025 mehr als $70 Milliarden Schulden aufgenommen, verteilt auf US-Dollar-, Euro-, Schweizer Franken- und jetzt auch kanadische Dollar-Märkte.
Der Grund ist das Ausmaß. Amazon plant, in diesem Jahr rund $200 Milliarden für Rechenzentren, Chips und KI-Infrastruktur auszugeben. Der kanadische Anleiheverkauf ist ein weiterer Baustein dieser Finanzierungsstrategie.
Im KI-Bereich hat Amazon kürzlich ein Milliardengeschäft mit Corning für Glasfaser- und Konnektivitätsprodukte zur Unterstützung seines US-Rechenzentrumausbaus unterzeichnet. Die FCC gewährte seinem Project Kuiper Satellitenarm außerdem mehr Flexibilität bei den Bereitstellungszeitplänen.
Amazons letzter Gewinnbericht, veröffentlicht am 29.04.2025, war stark. Das Unternehmen verzeichnete einen EPS von $2,78, weit über dem Konsens von $1,63. Der Umsatz belief sich auf $181,52 Milliarden gegenüber Erwartungen von $177,28 Milliarden — ein Anstieg von 16,6% im Jahresvergleich.
Die Wall Street bleibt gegenüber AMZN insgesamt positiv eingestellt. Benchmark erhöhte sein Preisziel von $275 auf $370 und behielt das Buy-Rating bei. Piper Sandler hob sein Ziel auf $315 an. UBS und Guggenheim liegen bei $315 bzw. $320. Das Konsenspreisziel von 57 Buy-bewerteten Analysten liegt bei $312,52.
Der institutionelle Anteil am Streubesitz beträgt 72,20%. Brighton Jones LLC fügte im vierten Quartal über 397.000 Einheiten hinzu, während Parkside Investments seine Position um 12,3% reduzierte.
Auf der Insider-Seite verkaufte CEO Andrew Jassy am 21.05.2025 20.000 Einheiten zu $263,42 und erzielte dabei $5,27 Millionen. Die Transaktion wurde im Rahmen eines vorab vereinbarten Rule 10b5-1-Plans ausgeführt. VP Shelley Reynolds verkaufte ebenfalls am selben Tag 2.363 Einheiten zu $262,38. Insider haben in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von rund $51,6 Millionen verkauft.
Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen Jahres-EPS von $7,71.
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