Nigeria hat 9 Millionen US-Dollar (12 Milliarden ₦) für eine neue nationale Forschungsinitiative eingesetzt, die darauf abzielt, evidenzbasierte Politikgestaltung zu stärken und den Übergang zu einer wissensbasierten digitalen Wirtschaft zu beschleunigen.
Das Programm, bekannt als National Digital Economy Research Clusters Initiative, wurde am Mittwoch, den 01.04.2026, in Abuja durch eine Partnerschaft zwischen dem Bundesministerium für Kommunikation, Innovation und digitale Wirtschaft und dem Bundesministerium für Bildung ins Leben gerufen.

Die Initiative, finanziert im Rahmen von Project BRIDGE, signalisiert eine strategische Verschiebung hin zur Integration von Forschung, Innovation und Humankapitalentwicklung in die digitale Transformationsagenda des Landes.
Im Kern bringt die Initiative Universitäten und Forschungseinrichtungen in sechs thematischen Bereichen zusammen: Konnektivität und bedeutungsvoller Zugang, digitale öffentliche Infrastruktur, digitale Fähigkeiten und Humankapital, Arbeitsplätze und digitale Wirtschaft, Vertrauen und Sicherheit sowie künstliche Intelligenz.
Von den Clustern wird erwartet, dass sie politikrelevante Erkenntnisse generieren und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Regierung stärken.
Bei der Einführung in Abuja erklärte Kommunikationsminister Bosun Tijani, dass dieser Schritt notwendig sei, um ein selbsttragendes digitales Ökosystem aufzubauen.
„Von Anfang an erkannten wir eine einfache Wahrheit: Die digitale Wirtschaft ist ein wissensbasierter Sektor. Wir können uns nicht nur auf anderswo entwickelte Ideen verlassen, also müssen wir unsere eigenen Erkenntnisse generieren, verwurzelt in unseren Realitäten", sagte er.
Die Regierung sieht die Initiative als Teil einer umfassenderen Bemühung, Infrastrukturinvestitionen mit lokaler Forschung und Talententwicklung in Einklang zu bringen.
Der Beitrag der digitalen Wirtschaft Nigerias zum BIP ist von zwischen 16 % und 18 % auf fast 20 % gestiegen, wobei Beamte prognostizieren, dass er kurzfristig 21 % erreichen wird.
Tijani unterstrich auch die Rolle der Universitäten bei der Erreichung der Programmziele und forderte eine Verschiebung über die traditionelle Lehre hinaus.
„Unsere Universitäten müssen über die Lehre hinausgehen und zu Motoren der Problemlösung werden, wo echte nationale Herausforderungen mit Genauigkeit untersucht und gelöst werden", sagte er.
Er verwies auf frühere Investitionen in die Forschung zu künstlicher Intelligenz, die bereits mehr als 27 von Experten begutachtete Veröffentlichungen hervorgebracht und Nigerias globales Ranking zur Bereitschaft für künstliche Intelligenz verbessert haben.
Bildungsminister Dr. Tunji Alausa sagte, die Zusammenarbeit würde dazu beitragen, nigerianische Universitäten an die Spitze der Lösung realer Herausforderungen zu positionieren, indem die Verbindung zwischen Forschung, Politik und praktischer Anwendung gestärkt wird.
Er fügte hinzu, dass die Initiative auch die Entwicklung hochqualifizierter Forscher unterstützen würde, einschließlich Doktoranden und Postdoktoranden.


