Der Token von Aave verzeichnete heute eine positive Bewegung nach zwei bedeutenden institutionellen Berichten, die das Protokoll positiv beurteilten. Das Timing scheint wichtig, besonders wenn man bedenkt, dass der Token den größten Teil des Jahres 2026 unter Druck stand.
Auf der einen Seite untersuchte Zach Pandl, Head of Research bei Grayscale Investment, ob Aave zu dem werden könnte, was er als „bekannten Namen" bezeichnete. Auf der anderen Seite veröffentlichte die Bank of Canada ihre erste formelle Zentralbankstudie über ein DeFi(Dezentralisierte Finanzen)-Protokoll und kam zu dem Schluss, dass dezentralisierte Kreditvergabe mit angemessener Governance „operativ realisierbar" ist.
$AAVE wird derzeit bei etwa 93,4 $ gehandelt, nachdem er im Tagesverlauf einen Höchststand von nahezu 96,5 $ erreicht hatte. Die Performance des Tokens war in diesem Jahr herausfordernd, wobei Governance-Krisen im ersten Quartal zum Ausscheiden von BGD Labs und der Aave Chan Initiative führten.
Das Interesse von Grayscale Investment an Aave ist nicht neu. Sie starteten den Grayscale Aave Trust im Oktober 2024, wobei ihr Head of Product and Research das Protokoll als potenziell verändernd für das traditionelle Finanzwesen beschrieb. Im Februar 2026 reichten sie dann bei der U.S. Börsenaufsichtsbehörde SEC einen Antrag ein, um diesen Trust in einen spot-gehandelten ETF umzuwandeln, der eine NYSE Arca-Notierung anstrebt.
Dieser Schritt folgt dem gleichen Weg, den sie mit Bitcoin und Ethereum gegangen sind. Bei Genehmigung würde dies ein $AAVE-Engagement für eine deutlich breitere Basis regulierter Investoren eröffnen. Grayscale Investments neuester Forschungsbeitrag formalisiert ihre Anlagethese.
In ihrem Bericht zum Digital Asset Outlook 2026 hoben sie Aave als einen Hauptbegünstigten der erwarteten DeFi(Dezentralisierte Finanzen)-Beschleunigung hervor. Sie erwähnten speziell, dass sie erwarten, dass „zentrale DeFi(Dezentralisierte Finanzen)-Protokolle profitieren, einschließlich Kreditplattformen wie $AAVE."
Die Forschung argumentiert, dass Aaves Kombination aus TVL-Dominanz, Gebührengenerierung, institutionellen Integrationen und regulatorischer Klarheit es nicht nur als DeFi(Dezentralisierte Finanzen)-Marktführer positioniert, sondern als etwas mehr – eine sich entwickelnde Mainstream-Finanzmarke.
Es gibt konkrete Zahlen, die diese Sichtweise unterstützen. Das Protokoll generierte bis 2025 141,8 Millionen $ Umsatz und beherrscht bis zu 60 % des DeFi(Dezentralisierte Finanzen)-Kreditmarktes nach insgesamt gesperrtem Wert. Diese Fundamentaldaten scheinen das institutionelle Interesse zu bestätigen.
Aber die Studie der Bank of Canada fügt wichtige Nuancen hinzu. Ihr Papier „DeFi Lending: Returns, Leverage and Liquidation Risk" stellt etwas Ungewöhnliches dar: eine eingehende Zentralbankstudie, die tatsächliche Transaktionsdaten von einem DeFi(Dezentralisierte Finanzen)-Protokoll verwendet.
Die Forschung stellte fest, dass die Protokolleinnahmen auf nur wenige Token konzentriert waren – WETH, USDT und USDC machten etwa 83 % von Aaves Gesamteinnahmen aus. Sie entdeckten auch, dass hochaktive, wohlhabende Benutzer, die etwa 2 % der Plattform ausmachen, sich an riskantem Margin-Handel beteiligten.
Diese professionelle Händler nutzen starke Hebelwirkung, um ihre Geschäfte zu verbessern, was bedeutet, dass sie doppelt so schnell liquidiert werden wie alltägliche Händler. Dies erzeugt große Liquidationswellen während Marktabschwüngen. Kreditnehmer können zwischen 10 und 30 % an verlorenen Sicherheiten konfrontiert werden, wenn Liquidationsabwicklungen auftreten, wobei die zehn größten Liquidationswellen über 80 % des gesamten liquidierten Volumens ausmachen.
Trotz der Identifizierung dieser Risiken – Kapitaleffizienzprobleme, Liquidationsalarm-Risiko und systemische Fragilität – kam das Papier der Bank of Canada zu dem Schluss, dass nichts grundlegend falsch mit der Kerntechnologie ist. Sie glauben, dass bessere Regeln und Management extreme Ereignisse effektiv bewältigen könnten.
Es ist jedoch erwähnenswert, dass die Bank of Canada V3 untersuchte, nicht V4, das am 30.03.2026 auf der Ethereum-Blockchain startete. Der Übergang zu V4 ist vielleicht zum umstrittensten Thema in Aaves jüngerer Geschichte geworden.
Wenn es Aave gelingt, seine Governance zu festigen und V4 seine Versprechen einhält, könnte Grayscale Investments These vom bekannten Namen tatsächlich Hand und Fuß haben. Aber das ist ein großes Wenn. Das Protokoll muss die identifizierten systemischen Risiken angehen und gleichzeitig seine Marktposition beibehalten.
Was mich beeindruckt, ist, wie diese institutionellen Perspektiven konvergieren. Grayscale Investment sieht Mainstream-Potenzial, während die Bank of Canada operative Realisierbarkeit mit Verbesserungsbedarf sieht. Beide erkennen Aaves bedeutende Position in der DeFi(Dezentralisierte Finanzen)-Landschaft an.
Die nächsten Quartale werden aufschlussreich sein. Governance-Stabilität, V4-Performance und wie das Protokoll mit Marktstress umgeht, werden bestimmen, ob diese institutionellen Preisvorhersagen sich als zutreffend erweisen.
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