Der Ölfeld-Dienstleister Baker Hughes übertraf die Wall-Street-Schätzungen für den Gewinn im ersten Quartal, da eine starke Nachfrage in seiner Sparte für Industrie- und Energietechnologie (IET) die durch den Konflikt im Nahen Osten verursachte Bohrschwäche ausglich.
Ein Anstieg der Stromnachfrage aus Rechenzentren sowie Investitionen in Flüssigerdgas (LNG), Gasinfrastruktur und Netzausrüstung steigerten die Aufträge in der IET-Sparte.
Die IET-Aufträge im ersten Quartal stiegen von 3,18 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 4,89 Milliarden US-Dollar.
Allerdings belasteten Störungen im Nahen Osten die Aktivitäten im Ölfeld-Dienstleistungsbereich.
Die Sparte für Ölfeld-Dienstleistungen und -Ausrüstung (OFSE) stand unter Druck, wobei der Umsatz im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 3,24 Milliarden US-Dollar fiel, was vor allem auf die Veräußerung des Oberflächendruckkontrollgeschäfts und regionale Störungen zurückzuführen ist.
Der Umsatz aus der Region Naher Osten/Asien sank um 19 Prozent auf 1,15 Milliarden US-Dollar.
Baker Hughes und seine Mitbewerber haben bislang noch nicht nennenswert von den höheren Ölpreisen infolge der Angriffe auf die Infrastruktur im Nahen Osten und der faktischen Schließung der Straße von Hormus durch den Iran profitiert, da die Produzenten bei der Ausweitung der Bohrarbeiten vorsichtig bleiben.
Anfang dieser Woche warnte der Konkurrent Halliburton, dass Störungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und der Schließung der Straße von Hormus den Gewinn im laufenden Quartal um etwa 7 bis 9 Cent je Aktie senken könnten – selbst nachdem die Schätzungen für das erste Quartal übertroffen wurden.
Der größere Konkurrent SLB, der am Freitag berichten soll, hat ebenfalls einen möglichen Rückgang von 6 bis 9 Cent angekündigt und dabei auf operative Störungen in der Region verwiesen.
Baker Hughes wies für die drei Monate bis zum 31.03. einen bereinigten Gewinn von 58 Cent je Aktie aus, verglichen mit den Analystenschätzungen von 49 Cent je Aktie, laut von LSEG zusammengestellten Daten.
Der Umsatz belief sich auf 6,59 Milliarden US-Dollar und lag damit ebenfalls über den Erwartungen von 6,35 Milliarden US-Dollar.


