Kanada hat ein landesweites Verbot von Krypto-Geldautomaten vorgeschlagen, da die Betrugsfälle zunehmen. Die liberale Regierung nahm die Maßnahme in ihr am Dienstag veröffentlichtes Frühjahrs-Wirtschaftsupdate auf. Behördenvertreter erklärten, die Maßnahme ziele darauf ab, Betrug einzudämmen und die mit diesen Geräten verbundene Geldwäsche zu unterbinden.
Das Frühjahrs-Wirtschaftsupdate skizziert Pläne zur Abschaffung von Krypto-Geldautomaten in ganz Kanada. Die Regierung erklärte, die Geräte ermöglichten es Betrügern, schnell und anonym Gelder einzusammeln. Es wurde festgestellt, dass Kriminelle die Geräte nutzen, um Bargeld außerhalb des traditionellen Bankensystems zu verschieben. Behördenvertreter sagten, das Verbot würde dazu beitragen, „Kanadier zu schützen, indem eine der wichtigsten Methoden für Betrüger, Opfer zu betrügen, abgeschaltet wird." Der Vorschlag ist Teil einer umfassenderen Anti-Betrugs- und Anti-Geldwäsche-Strategie.

Behörden erklärten, Krypto-Geldautomaten ermöglichten es Nutzern, physisches Bargeld in digitale Vermögenswerte wie Bitcoin umzuwandeln. Nutzer können dann Gelder an digitale Wallets überall auf der Welt senden. Behördenvertreter warnten, dass dieser Prozess die standardmäßige Bankenaufsicht und Meldepflichten umgeht. Sie sagten, diese Funktion schaffe Möglichkeiten für Kriminelle, Barerlöse in den Umlauf zu bringen. Die Regierung bestätigte, dass sie plant, die Geräte vollständig zu verbieten, sofern die Gesetzgeber der Maßnahme zustimmen.
Strafverfolgungsbehörden haben Bedenken hinsichtlich des zunehmenden Einsatzes von Krypto-Geldautomaten bei Betrug geäußert. Eine interne Analyse von FINTRAC aus dem Jahr 2023 untersuchte Betrugsmuster im Zusammenhang mit Bitcoin-Transaktionen. Der Bericht stellte fest, dass Bitcoin-Geldautomaten wahrscheinlich „die wichtigste Methode" bleiben werden, die Betrüger nutzen, um Gelder einzusammeln und zu waschen. Behördenvertreter sagten, Opfer erhalten häufig Anweisungen, Bargeld in diese Geräte einzuzahlen. Sie fügten hinzu, dass Betrugsfälle im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten in den letzten Jahren zugenommen haben.
Kanadische Gesetzgeber überprüfen auch Regeln für politische Spenden, die über digitale Währungen getätigt werden. Einige Mitglieder haben vorgeschlagen, Krypto als Zahlungsmethode für Wahlkampfbeiträge zu verbieten. Sie nannten Bedenken hinsichtlich der Anonymität und der Schwierigkeit, Geldquellen nachzuverfolgen. Gesetzgeber sagten, transparente Finanzierungsregeln seien für das öffentliche Vertrauen unerlässlich. Diskussionen über Reformen der Wahlkampffinanzierung werden im Parlament fortgesetzt.
Kanada beherbergte 2013 in Vancouver den weltweit ersten Bitcoin-Geldautomaten. Das Gerät befand sich in einem Café in der Innenstadt und markierte einen Meilenstein für die Einführung digitaler Währungen. Seitdem haben Betreiber Tausende von Krypto-Geldautomaten im ganzen Land installiert. Die Aufsichtsbehörden haben die Anforderungen an die Überwachung verschärft, einschließlich Registrierungs- und Transaktionsmeldepflichten. Das vorgeschlagene Verbot würde diese Geräte vollständig entfernen, wenn es in Kraft tritt.
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