- Bericht warnt, dass Quantencomputer die Blockchain-Kryptographie bis 2033 brechen könnten.
- Forscher sagen, dass 6,9 Millionen Bitcoin bereits zukünftigen Quantenangriffen ausgesetzt sein könnten.
- NEAR Protocol bereitet Post-Quanten-Upgrades vor, um langfristige kryptographische Risiken zu reduzieren.
Der Blockchain-Sicherheitsbericht von Project Eleven warnt, dass Quantencomputing innerhalb des nächsten Jahrzehnts große Krypto-Netzwerke, einschließlich Bitcoin, bedrohen könnte. Als Reaktion darauf hat NEAR Protocol begonnen, Post-Quanten-Kryptographie in sein Ökosystem zu integrieren.
Bedenken zum Quantencomputing wachsen im gesamten Krypto-Bereich
Der Bericht mit dem Titel „The Quantum Threat to Blockchains – 2026 Report" besagt, dass die aktuelle Blockchain-Kryptographie, die von Bitcoin, Ethereum und Solana verwendet wird, bereits ab 2030 bis 2033 anfällig werden könnte. Project Eleven bezeichnete die potenzielle Ankunft einer Maschine, die in der Lage ist, die aktuelle Verschlüsselung zu brechen, als „Q-Day".
Außerdem stellte das Projekt fest, dass Durchbrüche in der Quanten-Hardware, Fehlerkorrektur und Algorithmus-Effizienz die Entwicklung über frühere Erwartungen hinaus beschleunigt haben. Die Forscher fügten hinzu, dass diese Fortschritte die zur Brechung der Verschlüsselung benötigten Rechenressourcen reduzieren könnten.
Um dieser Bedrohung entgegenzuwirken, argumentierte der Bericht, dass Blockchains dringend zur Post-Quanten-Kryptographie migrieren müssen, da dezentralisierte Netzwerke möglicherweise Jahre benötigen, um Protokoll-Upgrades, Wallet-Migrationen und Validator-Änderungen zu koordinieren.
Warum Blockchains einzigartigen Risiken ausgesetzt sind
Insbesondere erklärten die Forscher, warum Blockchains gefährdet sind, und nannten den Shor-Algorithmus als größte Bedrohung. Zum Kontext: Der Algorithmus kann RSA, ECDSA und andere elliptische-Kurven-Kryptographiesysteme brechen, die in Blockchain-Netzwerken eingesetzt werden.
Im Gegensatz zu traditionellen Finanzsystemen legen Blockchain-Netzwerke Transaktionshistorien und öffentliche Schlüssel dauerhaft On-Chain offen. Der Bericht warnte, dass Angreifer später keine sensiblen Daten stehlen müssten, da Blockchain-Ledger bereits die für zukünftige Angriffe erforderlichen Informationen enthalten.
33 % der Bitcoin bereits exponiert
Die Forscher schätzten auch, dass etwa 6,9 Millionen Bitcoin, oder ungefähr 33 % des umlaufenden Angebots, bereits zukünftigen Quantenangriffen ausgesetzt sind, da zugehörige öffentliche Schlüssel On-Chain aufgetaucht sind.
Anfällige Wallets umfassen wiederverwendete Bitcoin-Adressen, ältere Pay-to-Public-Key-Outputs, Taproot-Outputs und ausgegebene SegWit-Adressen.
Der Bericht besagte auch, dass Multi-Unterschriften Wallets entgegen der öffentlichen Meinung Angreifer nicht aufhalten würden, da der kryptographische Schlüssel jedes Unterzeichners dennoch unabhängig wiederhergestellt werden könnte.
Hardware-Wallets eliminieren die Bedrohung ebenfalls nicht, da der Angriff auf öffentlich exponierte On-Chain-Schlüssel abzielt und nicht auf das Wallet-Gerät selbst.
NEAR bewegt sich in Richtung Post-Quanten-Sicherheit
Andernorts teilte NEAR Protocol mit, dass es Post-Quanten-Upgrades vorbereitet, die darauf ausgelegt sind, einige dieser langfristigen Risiken zu reduzieren.
Das Unternehmen sagte, seine Kontostruktur unterscheide sich von Bitcoin und Ethereum, da Konten von den sie kontrollierenden kryptographischen Schlüsseln getrennt sind.
Anstatt sich auf ein dauerhaft festes Schlüsselpaar zu verlassen, verwenden NEAR-Konten rotierbare Zugriffsschlüssel, die es Benutzern ermöglichen, Signiersysteme zu aktualisieren, ohne bestehende Konten aufzugeben.
NEAR plant, FIPS-204, auch bekannt als ML-DSA, als ersten Post-Quanten-Signierstandard zu integrieren. ML-DSA ist ein gitterbasiertes kryptographisches System, das vom U.S. National Institute of Standards and Technology für Post-Quanten-Sicherheit genehmigt wurde.
Das Netzwerk teilte mit, dass Benutzer letztendlich in der Lage sein werden, durch eine einzige Transaktion zu quantensicherem Signieren zu migrieren, sobald die Funktion verfügbar ist.
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Source: https://coinedition.com/quantum-computing-could-threaten-bitcoin-by-2030-new-report-warns/








