Der Iran hat seine Antwort auf einen US-Waffenstillstandsvorschlag über pakistanische Vermittler übermittelt. Diese Entwicklung fügt den globalen Märkten eine neue Ebene der Unsicherheit hinzu.
Der Vorschlag war darauf ausgelegt, die Straße von Hormus wiederzueröffnen und die Gespräche über Irans Atomprogramm neu zu starten, berichtet The Guardian.

Nachdem die Antwort an Pakistan weitergegeben wurde, wurde sie nach Washington weitergeleitet. Teheran enthüllte den Inhalt seiner Antwort nicht.
Die Spannungen zwischen Iran, Israel und US-nahen Kräften haben die Energiemärkte seit Februar beeinflusst. Ölhändler haben ihrerseits Versorgungsrisiken, Inflationsdruck und damit verbundene Zinssätze im Blick.
Höhere Ölpreise lösen Inflationssorgen aus und verzögern Zinssenkungen der Federal Reserve. Niedrigere Zinsen unterstützen generell Risikoanlagen, indem sie die Liquidität verbessern. Anleger werden stärker von wachstumsstarken Anlagen wie Technologieaktien und Kryptowährungen angezogen.
Andrew Slimmon, Leiter der Applied Equity Advisors bei Morgan Stanley Investment Management, sagte, die Märkte warnen davor, dass sich die Geldpolitik schnell ändern könnte, wenn der Konflikt abkühlt.
„Wenn das in den nächsten paar Wochen passiert, könnte es bis Ende dieses Jahres sein", sagte Slimmon gegenüber Business Insider, bezugnehmend auf mögliche Fed-Zinssenkungen.
Terminmärkte könnten erwarten, dass die Federal Reserve die Zinsen bei stärker als erwartet ausgefallenen US-Wirtschaftsdaten erhöht hält.
Bitcoin wird zunehmend wie ein makrosensitives Risikoanlage gehandelt. Dieses sich entwickelnde Szenario könnte daher BTC- und Krypto-Preise beeinflussen.
Während der US-Regionalbankkrise 2023 stieg Bitcoin innerhalb eines Monats um mehr als 35 %, da Händler lockerere Finanzbedingungen antizipierten. Im Gegensatz dazu verlor Bitcoin 2022 mehr als 60 %, als Inflation und aggressive Zinserhöhungen spekulative Märkte weltweit trafen.
Forschungsergebnisse von Krypto-Analyseunternehmen wie Kaiko haben ebenfalls gezeigt, dass Bitcoin während wichtiger makrogetriebener Marktschwankungen eine relativ starke Korrelation mit dem Nasdaq aufrechterhalten hat.
Trotz der diplomatischen Entwicklungen treten in der Region weiterhin Anzeichen von Instabilität auf.
Die VAE und Kuwait berichteten beide, Drohnen abgefangen zu haben, die in ihren Luftraum eingedrungen waren, so die Berichterstattung von The Guardian über Golf-Vorfälle.
Anderswo verursachte ein Drohnenangriff einen Brand an Bord eines Schiffes vor der Küste Katars, während ein weiterer Angriff auf ein Lager einer iranisch-kurdischen Rebellengruppe in der Nähe von Erbil im Nordirak abzielte.
Die Vorfälle folgten dem Zusammenbruch der „Project Freedom"-Konvoi-Operation von Präsident Donald Trump am 04.05., einem Versuch, kommerzielle Schiffe nach wochenlangen Störungen in der Nähe von Hormus durch den Golf zu eskortieren.
Laut The Guardian wurde die Operation aufgegeben, nachdem Angriffe auf US-Marineressourcen und Ölinfrastruktur in den VAE abzielten.
Iranische Militäroffizielle haben auch davor gewarnt, dass Länder, die Sanktionen durchsetzen, Konsequenzen drohen könnten, wenn ihre Schiffe die Straße von Hormus passieren.
Benjamin Netanyahu hat weiterhin argumentiert, dass der Konflikt nicht vollständig enden kann, solange Iran seinen Vorrat an hoch angereichertem Uran behält.
Die Internationale Atomenergiebehörde schätzt, dass Iran etwa 440 Kilogramm auf 60 % Reinheit angereichertes Uran besitzt, laut The Guardian.
Präsident Donald Trump schlug während eines Interviews bei Full Measure einen gemäßigteren Ton an.
„Wir haben es überwacht", sagte Trump. „Wenn sich jemand dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden sie in die Luft jagen."
Der Unterschied im Ansatz zwischen Trump und Netanyahu beeinflusst künftige Verhandlungen, insbesondere da Iran seine Atominfrastruktur weiterhin ausbaut.
Das Kernproblem bei Kryptomärkten ist die Liquidität. Da sich die Ölpreise stabilisieren, gibt es weniger Inflationsdruck. Dies könnte künftige Fed-Zinssenkungen wiederbeleben und die Bedingungen für Risikoanlagen verbessern.
On-Chain-Daten haben gezeigt, dass Händler in Zeiten der Unsicherheit in Stablecoins wechseln. Sie kehren nach der Stabilisierung der Bedingungen zu Bitcoin und anderen volatilen Anlagen zurück.
Trump wird China besuchen, während Peking weiterhin auf De-Eskalation und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus drängt.
Ob Irans Antwort die Verhandlungen voranbringt oder die Pattsituation vertieft, wird wahrscheinlich die Stimmung auf den Öl-, Aktien- und Kryptomärkten im Hinblick auf den Sommer prägen.
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