Bitcoin steht unter dem Druck japanischer Anleihen, da die 30-jährigen JGB-Renditen 4 % erreichen, während die BTC-Netzwerkaktivität sich einer wichtigen Wendezone nähert.
Japans steigende Anleiherenditen erhöhen den Druck auf Bitcoin, während Analysten nach Anzeichen einer Auflösung des Yen-Carry-Trades Ausschau halten.

Gleichzeitig erholt sich die Netzwerkaktivität von Bitcoin, und die On-Chain Daten bewegen sich nahe einer wichtigen Zone, die von Analysten beobachtet wird.
Die Rendite der 30-jährigen japanischen Staatsanleihe hat 4 % erreicht. Dies ist das erste Mal seit der Emission der Anleihe im Jahr 1999, dass dieses Niveau erreicht wurde.
Die 20-jährige Rendite stieg ebenfalls auf 3,648 % – den höchsten Stand seit 1997. Diese Entwicklungen sind bedeutsam, weil Japan eine wichtige Rolle in den globalen Finanzierungsmärkten spielt.
Jahrelang liehen sich Anleger günstig in Yen und kauften im Ausland höher rentierende Anlagen. Dazu gehörten US-Anleihen, Aktien und Risikowerte wie Bitcoin.
Höhere japanische Anleiherenditen können diesen Handel jedoch verändern. Anleger könnten Auslandspositionen reduzieren und Kapital zurück in Yen-Anlagen verlagern.
Infolgedessen kann Bitcoin zusammen mit anderen globalen Risikomärkten unter Verkaufsdruck geraten.
Der Yen-Carry-Trade kann viele Märkte gleichzeitig beeinflussen. Wenn der Yen schwach und die japanischen Zinsen niedrig sind, kann der Handel die globale Liquidität stützen.
Der Handel kann sich jedoch umkehren, wenn die japanischen Renditen steigen oder der Yen stärker wird. Eine starke Bewegung im August 2024 zeigte, wie schnell sich der Druck ausbreiten kann.
In diesem Zeitraum gaben globale Aktien nach, und Bitcoin fiel innerhalb von 24 Stunden um etwa 15 %. Auch die Krypto-Liquidierungen überstiegen in einer einzigen Handelssitzung 1 Milliarde US-Dollar.
Deshalb beobachten Händler USD/JPY genau. Ein starker Rückgang des Währungspaares würde einen stärkeren Yen signalisieren. Dies könnte mehr Anleger dazu zwingen, ihre Carry-Trade-Positionen zu schließen.
Die Bank of Japan hat ebenfalls ihre Geldpolitik gestrafft. Die Inflation in Japan ist über 3 % geblieben, während die Löhne weiter gestiegen sind.
Diese Bedingungen haben es der Zentralbank schwerer gemacht, die Renditen niedrig zu halten.
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Während der Makrodruck zunimmt, verbessert sich auch die Aktivität im Bitcoin-Netzwerk. Analysten, die das Netzwerkwachstum verfolgen, berichten, dass sich die Aktivität nach einer langsameren Phase erholt.
Dies hat die Aufmerksamkeit von Händlern auf sich gezogen, die On-Chain Signale beobachten.
Historisch gesehen sind Bewegungen im Netzwerkwachstum über das Niveau von 60 in der Nähe lokaler Bitcoin-Tiefpunkte aufgetreten.
Diese Perioden stimmten in vergangenen Zyklen auch mit stärkeren Marktbedingungen überein. Vergangene Muster garantieren jedoch nicht dasselbe Ergebnis.
Das Vector-Framework zeigt nun, dass Bitcoin sich derselben Wendezone nähert. Dies deutet darauf hin, dass die Netzwerkaktivität ein von Marktanalysten beobachtetes Niveau erreicht.
Dennoch bleibt der breitere Markt empfindlich gegenüber Japans Anleihebewegungen.
Für Bitcoin ist die kurzfristige Ausgangslage gemischt. Steigende japanische Renditen könnten risikoaversive Verkäufe begünstigen, falls der Yen-Carry-Trade aufgelöst wird.
Eine stärkere Netzwerkaktivität könnte jedoch darauf hindeuten, dass die Nutzernachfrage beginnt, sich zu erholen.
Der Beitrag „Bitcoin Faces Japan Bond Pressure As Network Activity Nears Key Inflection Zone" erschien zuerst auf Live Bitcoin News.

