Südkoreas Zahlungssektor trat in eine neue Phase ein, nachdem NHN KCP ein Stablecoin-Zahlungspilotprojekt mit Avalanche-Infrastruktur gestartet hat. Das Stablecoin-Projekt verarbeitet Online- und Offline-Transaktionen innerhalb von zwei Sekunden während interner Tests. Darüber hinaus zielt das Unternehmen darauf ab, die Stablecoin-Nutzung durch Payco-Integrationen und Händler-Abrechnungstools zu erweitern.
NHN KCP startete ein Proof-of-Concept-Programm, um Stablecoin-Zahlungen in realen Handelsumgebungen zu testen. Das Unternehmen verband das Stablecoin-System mit seiner Payco-Easy-Payment-Plattform und Offline-Einzelhandelsdienstleistungen.

Infolgedessen können Mitarbeiter jetzt Einkäufe durch QR-Code-Scans in Betriebskantinen und Cafés abschließen.
Das Stablecoin-Pilotprojekt läuft auf einer zahlungsorientierten Avalanche Layer-1-Blockchain, die mit Ava Labs entwickelt wurde. Rund 700 Mitarbeiter nutzen den Stablecoin-Dienst derzeit bei täglichen Transaktionen im Unternehmenshauptsitz.
Dabei werden Transaktionsgenehmigungen innerhalb von zwei Sekunden vom QR-Scan bis zur Abrechnungsbestätigung abgeschlossen.
NHN KCP hat außerdem ein Händler-Dashboard für Stablecoin-Abrechnung und Zahlungsverfolgung eingeführt. Ladenbesitzer können Blockchain-Transaktionsflüsse ohne fortgeschrittene technische Kenntnisse oder Blockchain-Erfahrung überwachen.
Darüber hinaus hat das Unternehmen die Plattform so gestaltet, dass sie bestehenden Kartenzahlungsverwaltungssystemen entspricht.
Avalanche erweitert seine Rolle im asiatischen Stablecoin-Infrastrukturmarkt kontinuierlich durch Partnerschaften mit Zahlungs- und Finanzunternehmen. Mehrere regionale Unternehmen verlassen sich nun auf Avalanche-Netzwerke für die digitale Zahlungsabwicklung und die Abrechnung tokenisierter Vermögenswerte.
Dadurch hat die Blockchain-Plattform ihre Position innerhalb regulierter Finanzdienstleistungen gestärkt.
In Japan startete TIS eine Multi-Token-Plattform unter Nutzung der Avalanche-Infrastruktur für die Ausgabe von Stablecoins und Security-Token. Progmat plant außerdem, bis Juni 2026 tokenisierte Vermögenswerte im Wert von mehr als 2 Milliarden USD auf Avalanche-basierte Systeme zu migrieren.
Gleichzeitig untersucht SMBC weiterhin globale Stablecoin-Überweisungssysteme unter Nutzung desselben Blockchain-Netzwerks.
Singapur und Thailand haben die Entwicklung von Stablecoin-Zahlungen ebenfalls durch Avalanche-basierte Plattformen und grenzüberschreitende Abrechnungsdienste vorangetrieben. StraitsX betreibt regulierte Stablecoin-Abrechnungssysteme, die mit den Zahlungsökosystemen von Grab und Alipay+ verbunden sind.
Zusätzlich startete Thailands Orbix Technology QR-Zahlungsdienste mit sofortigen Devisenabrechnungsfunktionen.
Südkorea beschleunigt die Einführung digitaler Zahlungen weiter, da Bargeldtransaktionen in der heimischen Wirtschaft zurückgehen. Jüngste Branchendaten zeigten, dass Bargeld im Jahr 2024 nur einen kleinen Anteil an den gesamten Verbraucherzahlungen ausmachte.
Daher setzen Unternehmen zunehmend auf Stablecoin-Systeme, um Transaktionsgeschwindigkeit und Abrechnungseffizienz zu verbessern.
NHN KCP verarbeitete im vergangenen Jahr ein Transaktionsvolumen von rund ₩51,5 Billionen über alle Zahlungsdienste.
Das Unternehmen plant nun, seine Stablecoin-Infrastruktur mithilfe der im Pilotprogramm gesammelten Betriebsdaten zu verfeinern. Anschließend beabsichtigt NHN KCP, die breitere Kommerzialisierung mit Finanzunternehmen und großen Händlern zu besprechen.
Regulatorische Diskussionen prägen weiterhin die Zukunft der Stablecoin-Einführung im südkoreanischen Finanzsektor. Gesetzgeber arbeiten weiter am Digital Asset Basic Act, um Lizenzierungs- und Betriebsanforderungen für Stablecoin-Emittenten festzulegen.
Unterdessen hat NHN KCP bereits Marken für an KRW und USD gekoppelte Stablecoin-Produkte eingetragen, darunter USDW.
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