BitcoinWorld
US-Dollar-Index hält sich über 99,00, da robuste Arbeitsmarktdaten die Zinssatzeinschätzung stützen – US-Iran-Deal im Fokus
Der US-Dollar-Index (DXY) behauptete am Donnerstag seinen Stand über der Marke von 99,00, gestützt durch eine neue Reihe von Arbeitsmarktdaten, die die Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft unterstrichen. Der Index, der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, legte leicht zu, während Händler die Implikationen eines nach wie vor angespannten Arbeitsmarkts gegen die laufenden diplomatischen Bemühungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran abwägten.
Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen niedriger aus als erwartet, was signalisiert, dass Arbeitgeber trotz erhöhter Zinssätze weiterhin an ihren Mitarbeitern festhalten. Die vom Arbeitsministerium veröffentlichten Daten zeigten, dass die Anträge für die Woche zum 29.03. auf 215.000 sanken, gegenüber der revidierten Zahl der Vorwoche von 221.000. Dies ist der niedrigste Wert seit drei Wochen und deutet darauf hin, dass der Arbeitsmarkt eine Stütze der Stärke für die Gesamtwirtschaft bleibt.
Marktteilnehmer interpretierten die Zahlen dahingehend, dass die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren Zinssenkung durch die Federal Reserve sinkt. Das CME FedWatch-Tool zeigt nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 40 % für eine Viertelpunktsenkung beim Juni-Treffen, gegenüber fast 50 % vor einer Woche. Ein länger anhaltend hohes Zinsniveau stützt den Dollar in der Regel, indem es renditesuchende Kapitalflüsse anzieht.
Über die Inlandsdaten hinaus beobachten die Devisenmärkte den Fortschritt der indirekten Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, vermittelt durch Oman, genau. Berichte aus regionalen Quellen deuten darauf hin, dass beide Seiten Vertragsentwürfe ausgetauscht haben, obwohl bei Schlüsselthemen wie Urananreicherungsgraden und Sanktionserleichterungen noch erhebliche Lücken bestehen.
Eine mögliche Einigung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Energiemärkte und damit auch auf den Dollar haben. Eine Lockerung der Sanktionen gegen iranische Ölexporte würde wahrscheinlich das globale Angebot erhöhen und den Rohölpreisen Abwärtsdruck verleihen. Niedrigere Ölpreise tendieren dazu, den Inflationsdruck zu verringern, was der Fed mehr Spielraum zur Lockerung der Politik geben könnte. Ein solches Szenario wäre für den Dollar insgesamt negativ.
Analysten der ING merkten in einem Forschungsbericht an, dass „jeder glaubwürdige Durchbruch in den US-Iran-Gesprächen den DXY-Aufwärtstrend kurzfristig begrenzen würde, da er eine wichtige geopolitische Risikoprämie, die in den Energiepreisen eingebettet ist, beseitigen würde." Sie warnten jedoch, dass die Verhandlungen fragil bleiben und ohne Vorwarnung scheitern könnten.
Aus technischer Sicht testet der US-Dollar-Index den Widerstand nahe der Marke von 99,30, eine Zone, die die Gewinne in den letzten Sitzungen begrenzt hat. Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau könnte den Weg zur psychologischen Barriere von 100,00 öffnen. Auf der Unterseite wird Unterstützung bei 98,80 gesehen, gefolgt vom März-Tief bei 98,50.
Händler behalten auch den Bericht zu den Nonfarm Payrolls am Freitag im Auge, von dem erwartet wird, dass er zeigt, dass die US-Wirtschaft im März 240.000 Arbeitsplätze hinzugefügt hat. Ein Ergebnis deutlich über oder unter diesem Konsens könnte die nächste bedeutende Bewegung beim Dollar auslösen.
Der US-Dollar-Index profitiert von einem robusten Arbeitsmarkt, der den Erwartungen für frühe Fed-Zinssenkungen entgegenwirkt. Das Potenzial für einen US-Iran-Atomdeal bringt jedoch eine Unsicherheitsebene ein, die weitere Gewinne begrenzen könnte. Da sich wichtige Daten und geopolitische Entwicklungen gleichzeitig entfalten, bleibt die kurzfristige Preisentwicklung des Dollars ein empfindliches Gleichgewicht zwischen inländischen Fundamentaldaten und internationaler Diplomatie.
F1: Was ist der US-Dollar-Index (DXY)?
Der US-Dollar-Index (DXY) misst den Wert des US-Dollars gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Fremdwährungen: dem Euro, dem japanischen Yen, dem britischen Pfund, dem kanadischen Dollar, der schwedischen Krone und dem Schweizer Franken. Er wird weitgehend als Maßstab für die allgemeine Stärke des Dollars auf den globalen Märkten verwendet.
F2: Wie beeinflussen US-Arbeitsmarktdaten den Dollar?
Starke Arbeitsmarktdaten, wie niedrige Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe oder hohe Lohnzuwächse, signalisieren eine gesunde Wirtschaft. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die Zinssätze senkt, was den Dollar tendenziell stützt, indem US-Vermögenswerte für renditesuchende Investoren attraktiver werden.
F3: Warum ist der US-Iran-Atomdeal für die Devisenmärkte relevant?
Ein US-Iran-Atomdeal könnte zur Aufhebung der Sanktionen gegen iranische Ölexporte führen, das globale Ölangebot erhöhen und möglicherweise die Rohölpreise senken. Niedrigere Energiekosten verringern die Inflation, was der Federal Reserve mehr Flexibilität bei der Senkung der Zinssätze geben könnte. Dies würde den Dollar wahrscheinlich im Laufe der Zeit schwächen.
Dieser Beitrag US-Dollar-Index hält sich über 99,00, da robuste Arbeitsmarktdaten die Zinssatzeinschätzung stützen – US-Iran-Deal im Fokus erschien zuerst auf BitcoinWorld.

