Synopsys (SNPS) meldete am Dienstag ein solides fiskalisches Q2, das sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz übertraf – und der Markt zuckte mit den Schultern.
Der Hersteller von Chip-Design-Software meldete ein bereinigtes EPS von $3,35 und übertraf damit die Analystenschätzung von $3,15 um $0,20. Der Umsatz erreichte $2,28 Milliarden und lag damit über dem Konsens von $2,25 Milliarden.
Die Aktie wurde bei Börsenschluss bei $524,15 gehandelt, bevor sie am Donnerstag im vorbörslichen Handel um 2,6 % auf $512,22 fiel. Sie liegt immer noch bei etwa 13 % in den letzten 12 Monaten und hat in den letzten drei Monaten etwa 26,6 % gewonnen.
Synopsys, Inc., SNPS
Synopsys hob auch seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf eine Spanne von $9,63 Mrd.–$9,71 Mrd. an, mit einem Mittelpunkt von $9,67 Mrd. Die EPS-Prognose für das Gesamtjahr lag bei $14,72–$14,80, über dem Analystenkonsens von $14,45.
In derselben Ankündigung teilte das Unternehmen mit, dass es eine Kooperationsvereinbarung mit dem aktivistischen Investor Elliott Investment Management getroffen hat. Im Rahmen der Vereinbarung wird Jesse Cohn von Elliott dem Synopsys-Vorstand beitreten. Elliott war zuletzt im Technologiesektor sehr aktiv.
Die größere Geschichte hier ist nicht der Quartalsbeat – sondern die laufende Arbeit zur Integration von Ansys, dem Physik-Simulationssoftwareunternehmen, das Synopsys letztes Jahr für $35 Milliarden gekauft hat.
Da Ansys als unabhängiges Unternehmen etwa eine halbe Milliarde Dollar quartalsweise Umsatz generierte, sind Jahresvergleiche für Synopsys ohne Anpassung für die Akquisition nun im Wesentlichen bedeutungslos.
Die Integration brachte eine Entlassungswelle mit sich, die etwa 10 % der kombinierten Belegschaft betraf. Das entspricht etwa $325 Millionen an gesamten Restrukturierungskosten. Die Mitarbeiterzahl nach der Fusion lag laut FactSet bei etwa 28.000.
Im März stellte Synopsys das erste konkrete Produkt aus der Fusion vor: Multiphysics Fusion. Es fügt elektrische, thermische, elektromagnetische und mechanische Simulation direkt in den Chip-Design-Workflow ein – ein nützlicher Schritt für Chiphersteller, die mit zunehmend komplexen KI-gesteuerten Architekturen umgehen.
Synopsys hat seinen KI-Fall klar gemacht: Seine Software und Hardware stehen im Kern des Chip-Designs, und ohne sie wird die Entwicklung von KI-Chips deutlich schwieriger.
Nvidia hält einen 2,5 %-Anteil am Unternehmen und ist Kunde. Konkurrent Cadence Design Systems (CDNS) ist im selben Bereich tätig.
Aber das organische Umsatzwachstum hat noch nicht das Tempo des Synopsys-Booms von 2022 erreicht. Der KI-Rückenwind ist vorhanden, bläst aber noch nicht auf vollen Touren.
Das Unternehmen verzeichnete in den letzten 90 Tagen 14 positive EPS-Revisionen gegenüber nur 3 negativen, was auf ein breites Analystenvertrauen vor der Veröffentlichung hinweist.
Der nächste Schritt von Synopsys wird wahrscheinlich davon abhängen, wie reibungslos die Ansys-Integration fortschreitet und ob Multiphysics Fusion bei KI-Chip-Kunden an Zugkraft gewinnt.
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