Das größte Problem von Justizminister a.i. Todd Blanche ist laut einem Rechtsexperten nicht die Forderung nach einer vollständigen Veröffentlichung der Epstein-Akten.
Blanches größte Schwachstelle sei tatsächlich die Verteidigung von Trumps 1,8-Milliarden-Dollar-Schattenfinanzfonds, sagte Harry Litman, ein ehemaliger US-Staatsanwalt und Rechtskommentator, in der neuesten Folge seines Podcasts „Talking Feds". Kritiker des von Trump als Anti-Instrumentalisierungsfonds bezeichneten Fonds befürchten, dass damit Randalierer vom 6. Januar bezahlt werden könnten, und haben Blanche nach Antworten befragt.

„Epstein – ich glaube, sie versuchen das irgendwie zu begraben und damit durchzukommen. Das alles bleibt im öffentlichen Blickfeld", sagte Litman. „Aber ich denke, im Mittelpunkt wird der Instrumentalisierungsfonds stehen."
Litman verwies auf Cruz' Beschreibung des hitzigen Treffens zwischen Blanche und republikanischen Senatoren, die über den Fonds empört waren.
Es war „so etwas wie der härteste, übelste Streit", sagte Litman. „Die Leute lagen alle über ihm her, und außerdem ist es eine so schmutzige und korrupte Art von Operation."
Obwohl Blanche „dafür Rechenschaft ablegen werde", sei der Schattenfinanzfonds wirklich „nicht zu rechtfertigen", argumentierte Litman.
„Außerdem gibt es wirklich anhaltende Abtrünnige unter den Republikanern" wegen des Fonds. „Also ist er dort verwundbar", fügte Litman hinzu.
„Er hat im Grunde keine Antwort auf Fragen wie: ‚Wird ein Teil dieses Geldes an Täter vom 6. Januar gehen?' Und wie kann man das überhaupt rechtfertigen?", fragte Litman. „Das steht im Mittelpunkt."


