Nvidia-CEO Jensen Huang bestätigte am Wochenende, dass die neue Vera Rechenzentrum-CPU des Unternehmens SK Hynix DRAM verwenden wird. Die Ankündigung erfolgte, nachdem Huang am Sonntag in Seoul SK Group Chairman Chey Tae-won und SK Hynix CEO Kwak Noh-jung getroffen hatte – bei gebratenem Hähnchen und Bier, oder „Chimaek", im Restaurant Kkanbu Chicken.
SK hynix Inc. (000660.KS)
Huang sagte, er erwarte, dass Nvidias Geschäft mit SK Hynix im zweiten Halbjahr 2026 und bis in das Jahr 2027 erheblich wachsen werde. Beide Seiten wollen die Medien am Montagmorgen offiziell über einen Kooperationsplan informieren.
Vera ist Nvidias erste eigenständige Rechenzentrum-CPU und steht damit im direkten Wettbewerb mit Intels Xeon- und AMDs Epyc-Linie. Außerdem konkurriert sie mit individuellen Chips von Cloud-Giganten wie Amazons Graviton-Familie.
Der Deal festigt SK Hynix' Position als Kernlieferant in der KI-Hardware-Kette. Für Investoren des südkoreanischen Speicherherstellers ist es ein klares Signal, dass die Umsatzpipeline aus KI-Infrastrukturausgaben nicht nachlässt.
Huang äußerte sich offen zu den Lieferengpässen. Er sagte, alles – von Wafern über Packaging bis hin zu Silizium-Photonik – sei knapp, und diese Situation werde sich so schnell nicht ändern.
Das sind keine guten Nachrichten für Kunden, die Chips beschaffen wollen, stärkt aber das Preisumfeld für Speicherproduzenten wie SK Hynix und Samsung.
Die Nachfrage wird von Cloud-Anbietern und Unternehmenskunden angetrieben, die ihre KI-Infrastruktur ausbauen. Huangs Aussagen deuten darauf hin, dass die Nachfrage das übersteigt, was die Lieferkette derzeit liefern kann.
Nvidias Seoul-Besuch dreht sich nicht nur um SK Hynix. Huang ist geplant, während seines Aufenthalts in Südkorea Samsung Electronics, die Hyundai Motor Group und die LG Group zu treffen.
Er wies auch darauf hin, dass Nvidia mit Telekommunikationsbetreibern über die Rolle der Netzwerkinfrastruktur in KI-Systemen verhandelt. Der Vorschlag lautet, dass KI-Workloads möglicherweise über zentralisierte Rechenzentren hinaus in Telekommunikationsnetze ausgeweitet werden könnten.
Huang bezeichnete den Vera-Prozessor als einen bedeutenden Fortschritt in der Prozessortechnologie. Nvidia stellte Vera auf der Computex in Taipeh Anfang Juni vor, wo Huang und SK Group Chairman Chey auch gemeinsam am SK Hynix-Stand abgelichtet wurden.
Nvidias Geschäft mit SK Hynix umfasst laut Huang KI-Supercomputer, CPUs und Robotiканwendungen. Er sagte, die beiden Unternehmen arbeiten gemeinsam in vielen Branchen zusammen.
Die Nvidia (NVDA)-Aktie schloss am Freitag bei 135,05 $, nachdem sie in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 170 % zugelegt hat. SK Hynix ist an der Korea Stock Exchange unter dem Ticker 000660 notiert.
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