Ripple Prime ist der Tokenisierungsinitiative der Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) beigetreten – gemeinsam mit BlackRock, JPMorgan und mehr als 50 weiteren Institutionen.
Der Service richtet sich auf tokenisierte Aktien, ETFs und U.S.-Staatsanleihen, mit begrenzten Produktionstrades ab Juli 2026 und einem vollständigen Rollout für Oktober 2026.
Dieser Schritt positioniert Ripple Prime im Mittelpunkt einer der meistbeachteten Entwicklungen im institutionellen Finanzwesen dieses Jahres.
Mehr als 50 Organisationen arbeiten innerhalb der Industry Working Group der DTCC zusammen, um den Service mitzugestalten, und repräsentieren einen breiten Querschnitt des Finanzsektors.
Zu den wichtigsten Teilnehmern gehören JPMorgan, Bank of America, Citadel Securities, Invesco, HSBC, Charles Schwab, BlackRock, Nasdaq, NYSE, Robinhood und Wells Fargo.
Ripple Prime ist der Prime-Brokerage-Dienst, der aus der Übernahme von Hidden Road für 1,25 Milliarden US-Dollar hervorgegangen ist. Seine Präsenz in der Arbeitsgruppe stellt es direkt neben Institutionen, die gemeinsam Billionen von Vermögenswerten verwalten. Diese Positionierung hat ein Gewicht weit über den digitalen Vermögenssektor hinaus.
Aus dem Bereich der digitalen Vermögenswerte gesellt sich Ripple Prime zu Circle (Herausgeber von USDC), dem Digital-Asset-Infrastrukturunternehmen Fireblocks, dem Tokenisierungsführer Ondo Finance sowie den Börsen Kraken und Backpack.
Zusammen repräsentieren diese Unternehmen die krypto-native Schicht einer ansonsten weitgehend traditionellen Finanzinitiative.
Reaktionen in den sozialen Medien folgten schnell nach der Ankündigung. Der Account @InvestWithD stellte fest, dass Ripple Prime dabei hilft, institutionelle Infrastruktur gemeinsam mit den größten Akteuren der Wall Street zu testen, zu validieren und zu gestalten.
Der Beitrag stellte auch klar, dass Stellar separat als öffentliche Blockchain für die Multi-Chain-Strategie der DTCC positioniert ist – ein Punkt, der bei vielen Beobachtern für Verwirrung gesorgt hatte.
Die DTCC arbeitet daran, traditionelle Clearing- und Settlement-Rails mit Blockchain-basierten Darstellungen realer Vermögenswerte (RWA) zu verbinden.
Anstatt separate Systeme aufzubauen, besteht das Ziel darin, die Tokenisierung direkt in die bestehende Post-Trade-Infrastruktur einzubetten.
Die Ziel-Assets sind jene, die bereits in der Tochtergesellschaft The Depository Trust Company gehalten werden – Russell-1000-Aktien, wichtige ETFs und U.S.-Staatsanleihen.
Die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC erteilte im Dezember 2025 einen No-Action Letter, der der DTC die Betreibung eines definierten Tokenisierungsservices für drei Jahre genehmigt.
Diese Entscheidung lieferte die regulatorische Grundlage, die Institutionen für eine offene Teilnahme benötigten. Sie signalisierte auch eine breitere Akzeptanz auf Bundesebene für tokenisierte Wertpapiere, die innerhalb etablierter Finanzsysteme operieren.
Die Teilnahme von Ripple Prime gewährt ihm als Prime Broker Zugang zu den Clearing-Rails der DTCC, einen direkten Einblick in die Ausgabe und Abwicklung tokenisierter Wertpapiere sowie die Möglichkeit, Produkte zu entwickeln, die DTCC-basierte Assets mit XRP-Ledger-basierten Sicherheiten und Liquidität verknüpfen. Diese Fähigkeiten dürften das Angebot von Ripple Prime auf institutionellen Märkten stärken.
Für Ripple Prime stärkt die Sicherung eines Platzes neben JPMorgan, BlackRock, Bank of America und Goldman Sachs seine Glaubwürdigkeit auf institutionellen Märkten erheblich.
Ob XRP eine direkte Rolle bei der Abwicklung spielt, bleibt eine offene Frage, aber Ripples formale Position in diesem Prozess ist nun bestätigt.
Der Beitrag Ripple Prime Joins DTCC's $114 Trillion Tokenization Push Alongside BlackRock and JPMorgan erschien zuerst auf Blockonomi.

