Der Kampf um die Verabschiedung des CLARITY Act erreicht einen kritischen Punkt, und Senatorin Cynthia Lummis macht keinen Hehl daraus, was auf dem Spiel steht. In einem Beitrag auf X drängte die Senatorin aus Wyoming die Gesetzgeber nachdrücklich, voranzuschreiten. Sie warnte, dass Zögerlichkeit ausländischen Jurisdiktionen die Feder in die Hand geben könnte, wenn es darum geht, die Regeln für digitale Assets zu schreiben. Lummis schrieb:
Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Gesetzgeber, Branchenvertreter und Regierungsbeamte weiterhin über die Zukunft der US-Krypto-Regulierung diskutieren.
Der Krypto-Clarity-Act ist zu einem der am genauesten verfolgten Gesetzentwürfe auf dem Capitol Hill geworden. Nachdem er im Mai 2026 den Senatsausschuss für Bankwesen passiert hatte und zuvor im Juli 2025 mit breiter Unterstützung das Repräsentantenhaus verabschiedet worden war, strebt die Gesetzgebung nun einer vollständigen Abstimmung im Senat entgegen.
Falls verabschiedet, würde der CLARITY Act klare Grenzen zwischen den Regulierungsbehörden ziehen: Die CFTC würde dezentralisierte digitale Rohstoffe beaufsichtigen, während die SEC die Aufsicht über Vermögenswerte behält, die der Definition von Wertpapieren entsprechen. Für Unternehmen und Entwickler, die jahrelang unter einem Schleier der Unsicherheit gearbeitet haben, wäre diese Klarheit längst überfällig.
Cynthia Lummis führt diesen Kampf nicht allein. Der Vorsitzende des Senatsausschusses für Bankwesen, Tim Scott, meldete sich diese Woche mit seiner eigenen Unterstützung für den Krypto-Gesetzentwurf zu Wort. Scott sagte:
Seine Worte bekräftigen das parteiübergreifende Fundament, auf dem die Gesetzgebung aufgebaut ist, und spiegeln wider, was Krypto-Manager seit Jahren argumentieren: dass der regulatorische Nebel Innovation und Investitionen still und leise in andere Länder treibt.
Auch der Druck aus dem Privatsektor nimmt zu. Stand With Crypto und mehr als 200 Unternehmen und Organisationen haben kürzlich einen Brief unterzeichnet, in dem sie die Führung des Senats auffordern, den CLARITY Act auf den Boden zu bringen. Zu den Unterzeichnern gehören Coinbase, Ripple, Circle, Kraken, Uniswap und die Blockchain Association. Für einen Großteil der Branche ist die Debatte darüber, ob Regulierung notwendig ist, überholt. Die Frage ist nun schlicht, wie schnell der Kongress sie umsetzen kann.
Trotz der Dynamik verläuft der Weg des Clarity Act nicht reibungslos. Berichten zufolge sind Beamte des Weißen Hauses zu einem Treffen mit Strafverfolgungsbehörden geplant, um Bedenken zu bestimmten Bestimmungen des Gesetzentwurfs zu erörtern. Insbesondere Entwicklerschutzmaßnahmen, die einige Beamte befürchten, könnten Ermittlungen zu illegalem Finanzgebaren erschweren. Auch ethikbezogene Bestimmungen werden noch ausgearbeitet.
Mehrere Demokraten haben signalisiert, dass diese Fragen geklärt werden müssen, bevor sie eine Weiterleitung des Gesetzentwurfs an den Senat unterstützen werden. Eine Dynamik, die sich vor der August-Pause als entscheidend erweisen könnte.
Für Entwickler stellt der CLARITY Act die bislang deutlichste Chance auf eine rechtliche Grundlage für den Aufbau von Blockchain-Projekten in den Vereinigten Staaten dar. Für Investoren könnte er endlich die regulatorische Unsicherheit beseitigen, die seit Jahren über dem Markt hängt, und die Tür für eine breitere institutionelle Beteiligung öffnen. Die kommenden Wochen werden wahrscheinlich darüber entscheiden, ob dieser wegweisende Krypto-Gesetzentwurf die Ziellinie überschreitet oder in einen weiteren Gesetzgebungszyklus verschoben wird.
Der Beitrag Lummis Warns Other Countries Will Set Rules If Senate Skips CLARITY Act erschien zuerst auf Coinfomania.


