SpaceX's geplanter Börsengang zieht starke Nachfrage von großen institutionellen Investoren an, während das Unternehmen auf das möglicherweise größte IPO aller Zeiten zusteuert.
Das Unternehmen bietet 555,6 Millionen Aktien zu einem Festpreis von je 135 $ an – eine Struktur, die etwa 75 Milliarden Dollar einbringen und SpaceX mit rund 1,8 Billionen Dollar bewerten würde. Der IPO soll am 11.06. bepreist werden, mit geplantem Handelsbeginn am Folgetag an der Nasdaq und Nasdaq Texas unter dem Kürzel SPCX.

Die den Börsengang führenden Banken sollen am Mittwoch nach Börsenschluss in New York um 16:00 Uhr keine institutionellen Aufträge mehr entgegennehmen. Diese Frist gibt den Konsortialbanken Zeit, die Nachfrage zu messen, bevor sie SpaceX zur endgültigen Preisfestsetzung und Zuteilung beraten.
Die Nachfrage nach dem SpaceX-IPO soll Berichten zufolge etwa 150 Milliarden Dollar erreicht haben, womit das Angebot auf Basis des angestrebten Emissionsvolumens von 75 Milliarden Dollar mindestens zweifach überzeichnet ist. Mehrere große institutionelle Investoren haben laut mit dem Deal vertrauten Personen Aufträge über etwa 10 Milliarden Dollar oder mehr an Aktien platziert.
Große Long-only-Fonds sollen zu den dominierenden Käufern im Auftragsbuch gehören. Die starke Nachfrage spiegelt das Investoreninteresse an SpaceX's kommerziellem Startgeschäft, der Starlink-Satelliten-Internetsparte und der wachsenden Rolle im Weltrauminfrastrukturbereich wider.
Einige Schätzungen in sozialen Medien haben angedeutet, dass die Nachfrage bis zu 250 Milliarden Dollar erreichen könnte, was mehr als das Dreifache der verfügbaren Aktien darstellen würde. Diese Zahl wurde nicht verifiziert, während das gemeldete Nachfrageniveau von 150 Milliarden Dollar den Börsengang bereits zu den meistbeachteten Emissionen der Marktgeschichte zählen lässt.
Wenn er in der aktuellen Größe abgeschlossen wird, würde der SpaceX-IPO Saudi Aramcos Erstauflistung von 29,4 Milliarden Dollar im Jahr 2019 übertreffen und zum größten jemals durchgeführten Börsengang werden. Das Geschäft würde SpaceX außerdem bereits am ersten Handelstag unter die wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt einreihen.
SpaceX hat bis zu 30 % des Angebots für Privatanleger über Plattformen wie Robinhood und Fidelity reserviert. Diese Zuteilung ist größer als bei typischen IPO-Strukturen, die in der Regel einen deutlich kleineren Anteil für nicht-institutionelle Käufer vorsehen.
Privatanleger können auf einigen Plattformen nach der institutionellen Frist möglicherweise weiterhin Aufträge aufgeben, abhängig von den Broker-Regeln und Zuteilungsfenstern. Die endgültige Aufteilung zwischen institutionellen und privaten Käufern wird von der Nachfrage, der Auftragsqualität und den Entscheidungen der Konsortialbanken abhängen.
Die Privatanlegerzuteilung hat die Aufmerksamkeit von Kryptomarktteilnehmern auf sich gezogen. Berichten zufolge verkaufen einige Investoren Bitcoin-Positionen, um Liquidität für SpaceX-Aktien zu beschaffen. Wenn diese Aktivität in größerem Maßstab stattfindet, könnte dies Verkaufsdruck auf Bitcoin erzeugen, der nichts mit Regulierung, makroökonomischen Daten oder börsenbezogenen Ereignissen zu tun hat.
Das Angebot fällt auch in eine Zeit wachsenden Interesses an großen privaten Technologiebörsen. SpaceX's gemeldetes Bewertungsziel von 1,75 bis 1,8 Billionen Dollar markiert einen starken Anstieg gegenüber der geschätzten Bewertung des Unternehmens von 350 Milliarden Dollar bei Sekundärmarkttransaktionen Ende 2024.
Marktbasierte Erwartungen bauen sich ebenfalls auf. Polymarket-Quoten zeigten zuletzt eine 64-prozentige Chance, dass SpaceX's IPO am ersten Handelstag über einer Marktkapitalisierung von 2 Billionen Dollar schließt.
Die Investorennachfrage wird durch SpaceX's Einnahmenbasis aus Satelliten-Breitband, Startdiensten, verteidigungsbezogenen Verträgen und aufkommenden Technologieprojekten gestützt. Starlink bietet Satelliten-Internetdienste auf globalen Märkten an, während Falcon 9 weiterhin zentral für das Startgeschäft des Unternehmens ist.
SpaceX's Umsatzausblick hat auch wegen einer Cloud-Dienste-Vereinbarung mit Alphabets Google Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Laut dem gemeldeten Arrangement würde Google bis 2029 monatlich 920 Millionen Dollar zahlen.
Das Unternehmen soll Berichten zufolge auch anstreben, bis Ende 2027 seine ersten orbitalen KI-Computertests zu beginnen. SpaceX schloss im Februar 2026 eine Akquisition von xAI ab und brachte Elon Musks Künstliche-Intelligenz-Unternehmen in die breitere SpaceX-Struktur ein.
Der Börsengang hat auch die Spekulation über eine mögliche zukünftige Fusion mit Tesla intensiviert. Wolfe Research erklärte, dass einige Investoren eine potenzielle SpaceX-Tesla-Kombination nun als Teil der Tesla-Investitionsdebatte betrachten. Analyst Emmanuel Rosner nannte mögliche Vorteile, darunter stärkere KI-Fähigkeiten, breiteren Zugang zu Kapital und größere Stimmrechtskontrolle für Musk.
Die gleiche Analyse wies auch auf erhebliche Hürden hin, darunter Aktionärswiderstand, regulatorische Überprüfung und ein Zeitrahmen, der sich möglicherweise über 2027 hinaus erstreckt. Kurzfristig bleibt Teslas Bewertung an die Ausführung bei Robotaxi, Optimus, Elektrofahrzeugen und KI-bezogenen Produkten geknüpft.
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