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Bankingnetzwerke entwickeln sich über die „Stablecoin-Gewinner"-Erzählung hinaus: Sygnum

2026/06/12 00:37
3 Min. Lesezeit
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Zusammenfassung
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  • Banken und große institutionelle Kunden drängen auf eine einheitliche Infrastruktur, in der Stablecoins, tokenisierte Einlagen und tokenisierte Geldmarktfonds unter einem einzigen regulatorischen Rahmen austauschbar genutzt werden können.
  • Die Schweizer Digitalvermögensbank Sygnum sowie große Kreditinstitute wie UBS und PostFinance erproben öffentlich-permissioned Blockchain-Modelle und argumentieren, dass diese die beste Balance zwischen Konnektivität zum On-Chain Daten-Finanzwesen und regulatorischer Aufsicht bieten.
  • Der bankgeführte Vorstoß für Multi-Asset-tokenisierte Geldnetzwerke in Europa stellt die Präferenz der Politiker für zentralbankgeführte Lösungen infrage und unterstreicht die begrenzte Akzeptanz von Euro-Stablecoins, denen eine starke Bankunterstützung und Integration in das traditionelle Finanzwesen fehlt.

Banken konzentrieren sich darauf, Stablecoins und tokenisierte Formen traditionellerer Finanzinstrumente zu einem integrierten Paket zusammenzuführen, um der wachsenden institutionellen Nachfrage nach Multi-Asset-Flexibilität gerecht zu werden.

Anstatt auf einen einzelnen Gewinner zu warten, verlangen große Vermögensverwalter und Unternehmensschatzkammern ein Multi-Instrument-Setup, bei dem Stablecoins, tokenisierte Bankeinlagen und tokenisierte Geldmarktfonds alle auf derselben Infrastruktur laufen.

„Die Nachfrage von institutionellen Kunden ist einheitlich: Sie warten nicht darauf, dass sich ein einziges Instrument durchsetzt", sagte Thomas Eichenberger, Chief Strategy Officer und stellvertretender Group-CEO der in der Schweiz ansässigen Digitalvermögensbank Sygnum, am Donnerstag in einer E-Mail an CoinDesk.

„Sie fragen, wie tokenisierte Einlagen, regulierte Stablecoins und tokenisierte Geldmarktfonds kombiniert und interoperabel gemacht werden können, damit eine Treasury-Funktion zwischen ihnen wechseln kann – permissioned Settlement, grenzüberschreitende Flows rund um die Uhr, Rendite mit On-Demand-Liquidität – unter einem regulatorischen Rahmen, dem sie bereits vertrauen", fügte er hinzu.

Sygnum, das sich als weltweit erste Digitalvermögensbank bezeichnet, hat sich Ende letzten Jahres mit dem Schweizer Bankschwergewicht UBS und PostFinance, einer Tochtergesellschaft der staatlichen Schweizerischen Post, zusammengetan, um Blockchain-Zahlungen zwischen Institutionen auf Ethereum zu testen.

Ebenfalls im Rennen um die Ausgabe eines Stablecoins ist Qivalis, ein Konsortium aus 37 der größten Banken der Europäischen Union, das noch vor Ende dieses Jahres einen digitalen Euro einführen will.

Der massive Vorstoß der Banken stellt direkt in Frage, was europäische Politiker über die Kontrolle der Zukunft des digitalen Geldes gesagt haben. Einerseits hat EZB-Präsidentin Christine Lagarde kürzlich argumentiert, dass Euro-Stablecoins die tieferen Probleme in Europas Finanzmärkten nicht lösen werden, die vor allem mehr verfügbares Kapital und ein wirklich sicheres, vertrauenswürdiges Asset benötigen.

Während Sygnums Multi-Instrument-Ansatz Lagardes These, dass Stablecoins kein Allheilmittel sind, tatsächlich unterstützt, stellt er ihre Schlussfolgerung zur Lösung des Problems infrage. Anstatt auf Zentralbanken zu warten, die einen digitalen Euro ausgeben, entwickeln Geschäftsinstitutionen die Lösungen selbst.

Eichenberger stimmte zu, dass Stablecoins allein diese Lücke nicht schließen können. Er sagte, dass Stablecoins, die an den Euro gekoppelt sind, sich schon immer schwer getan haben, sich durchzusetzen, weil sie schwer zugänglich sind, keine tatsächliche Bankunterstützung haben und sich nicht gut mit dem Rest der Finanzwelt verbinden.

Jenseits der Assets selbst wird eine separate technische Debatte über die Infrastruktur geführt, die diese Transaktionen abwickelt.

„Die meisten institutionellen Diskussionen greifen immer noch standardmäßig auf private Chains für Datenschutz und Gegenparteikontrolle zurück", sagte Eichenberger. „Die praktische Sichtweise der Betreiber ist jedoch, dass öffentlich-permissioned Modelle – öffentliche Infrastruktur mit regulierter Zugangskontrolle – die Richtung der Konvergenz sind. Das ermöglicht die Konnektivität zum breiteren On-Chain-Finanzsystem, ohne die Aufsicht zu beeinträchtigen."

Diese Mischung aus offenem Zugang und striktem Tracking findet bereits in der Praxis statt. In diesem Jahr hat sich Sygnum mit UBS, PostFinance, Raiffeisen, Zürcher Kantonalbank, BCV und Swiss Stablecoin zusammengetan, um ein gemeinsames Testprogramm für einen durch Schweizer Franken (CHF) gedeckten Stablecoin zu starten.

Für alle anderen in der Branche dient der Schweizer Versuch als lebendiges Beispiel dafür, wie bankgeführte Token-Netzwerke aussehen, wenn die Unternehmen, die sie entwickeln, das Kapital, das sie absichert, und die Aufsichtsbehörden, die sie prüfen, alle im selben Land ansässig sind.

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