Wichtigste Erkenntnisse:
- Bitcoin-Mining verwandelt überschüssige Energie in eine portable Wertform.
- Der Energieverbrauch ist weniger wichtig als woher und wie diese Energie bezogen wird.
- Wenn das Angebot knapper wird, wird effizientes Mining wichtiger als Skalierung.
Bitcoin-Mining wird üblicherweise als Energieverbrauch diskutiert. Diese Darstellung beendet oft die Nachhaltigkeitsdebatte, bevor sie beginnt. Diese Woche beschrieb Nvidia-CEO Jensen Huang BTC-Mining auf eine ganz andere Weise.
Er sagte, Mining verwandelt überschüssige Energie in eine portable Wertform. Einfach ausgedrückt: Energie wird nicht verschwendet. Sie wird als Bitcoin gespeichert und kann überall hin transportiert werden. Diese eine Idee hilft zu erklären, warum Mining existiert und warum es immer wieder zurückkehrt, selbst nach Jahren der Kritik.
Bitcoin-Mining verwandelt überschüssige Energie in etwas Bewegliches
Huang erklärte Bitcoin-Mining in einfacher Sprache. Energie wird an einem Ort produziert. Diese Energie wird in Bitcoin umgewandelt. Bitcoin (BTC) kann sich dann frei über die Welt bewegen.
Energie selbst kann das nicht. Elektrizität muss dort verbraucht werden, wo sie produziert wird, oder sie geht verloren.
Hier kommt Mining ins Spiel. Viele Kraftwerke produzieren mehr Elektrizität, als nahegelegene Nutzer benötigen. Wenn das passiert, wird Strom verschwendet oder abgeschaltet. Bitcoin-Mining gibt dieser zusätzlichen Energie einen Abnehmer.
Anstatt Kraftwerke herunterzufahren, verwandeln Miner ungenutzte Elektrizität in Bitcoin, der später gespeichert, verkauft oder bewegt werden kann.
Die Energie wird also nicht vernichtet. Sie wird in etwas Nutzbares umgewandelt. Einfacher gesagt: Restenergie kann reisen, alles dank Bitcoin.
Bitcoin-Mining: Stromverbrauchszahlen verfehlen das größere Bild
Kritiker sagen oft, Bitcoin-Mining verbraucht so viel Strom wie viele große Kraftwerke zusammen. Einige Schätzungen vergleichen das Netzwerk mit etwa 20 großen Kraftwerken, die ständig laufen.
Das klingt alarmierend, lässt aber ein wichtiges Detail aus. Die eigentliche Frage ist nicht, wie viel Energie verwendet wird. Es ist, woher diese Energie kommt.
Bitcoin-Mining geht normalerweise dorthin, wo es billigen oder ungenutzten Strom gibt. Dazu gehören gestrandete Energie, überschüssige Netzversorgung und erneuerbare Energie, die nicht immer anderswohin geschickt werden kann.
Deshalb befinden sich Mining-Anlagen oft in der Nähe von Wasserkraftwerken, Windparks oder energieintensiven Regionen. Ein reales Beispiel hilft hier.
Riot Platforms, einer der größten öffentlichen Miner, berichtete im Dezember 2025 vom Mining von 460 Bitcoin. Das wichtigste Detail waren nicht nur die Erträge, sondern die Stromkosten.
Riot berichtete von durchschnittlichen All-in-Stromkosten von etwa 3,9 Cent pro Kilowattstunde. Solche Kosten gibt es nur dort, wo Energie reichlich vorhanden und flexibel ist.
Es zeigt, dass Miner nicht mit Haushalten um Elektrizität konkurrieren. Sie absorbieren Strom, der sonst ungenutzt bleiben würde.
Warum diese neue Theorie wichtig ist, wenn das Bitcoin-Angebot knapper wird?
Ein weiteres zeitliches Detail ist hier wichtig. Etwa 95% aller Bitcoin, die jemals existieren werden, sind bereits geschürft.
Dies verändert, wie Mining in Zukunft funktioniert. Wenn das Angebotswachstum sich verlangsamt, wird Mining selektiver. Billige, überschüssige Energie ist wichtiger als reine Größe.
Dies ist auch der Grund, warum Huang Bitcoin-Mining mit KI-Rechenzentren verknüpfte. Beide Systeme suchen nach ungenutzter Energie, platzieren intensive Rechenleistung in ihrer Nähe und verwandeln diese Energie in etwas Wertvolles.
So gesehen ist Bitcoin-Mining nicht nur Verbrauch. Es wirkt wie Energiespeicherung, die Grenzen überschreiten kann. Das beendet nicht die Energiedebatte. Aber es erklärt, warum der gesamte BTC-Mining-Bereich trotz zahlreicher Spekulationen weiterhin besteht.
Quelle: https://www.thecoinrepublic.com/2026/01/07/bitcoin-mining-gets-a-new-narrative-after-nvidia-ceo-reframes-energy-use/

