Standard Chartered will über SC Ventures ein innovatives Krypto-Prime-Brokerage für institutionelle Anleger aufbauen. Damit setzt die Bank ein klares Zeichen für regulierte digitale Vermögensinfrastruktur und bringt frischen Wind in die Verbindung von klassischem Finanzwesen und Blockchain.
Die Ankündigung unterstreicht den Trend: Immer mehr Banken wollen die Lücke zwischen traditionellem Finanzmarkt und digitalen Assets schließen. Standard Chartered könnte so die Art verändern, wie Großinvestoren auf Krypto-Handel, Verwahrung und Finanzierung zugreifen.
Wie Bloomberg am 12. Januar berichtete, richtet sich der geplante Prime-Brokerage von Standard Chartered an professionelle Marktteilnehmer. Die von der Innovationssparte SC Ventures entwickelte Plattform bietet eine umfassende Palette regulatorisch geprüfter Dienstleistungen wie Krypto-Handel, Verwahrung, Finanzierung und Clearing. Während die Nachfrage institutioneller Investoren steigt, bremsen Unsicherheiten bei Infrastruktur und Compliance noch immer viele aus.
Ein offizieller Starttermin wurde bislang nicht kommuniziert, das Vorhaben befindet sich noch in der Abstimmungsphase. Die Beteiligung von SC Ventures signalisiert einen strategischen Willen, klassische Finanzsysteme mit dem wachsenden digitalen Ökosystem (DeFi) zu verknüpfen.
SC Ventures gilt als Krypto-Vorreiter im Bankensektor. Die Sparte investierte bereits in Zodia Custody – ein Anbieter von Verwahrungslösungen für institutionelle Kunden, entwickelt mit Northern Trust. Damit sichert sich Standard Chartered gezielt eine starke Stellung bei der Integration digitaler Assets in institutionelle Portfolios.
Der Schwerpunkt auf sichere, transparente und effiziente Dienstleistungen entspricht exakt den Anforderungen anspruchsvoller Investoren. Institutionen mit Fokus auf Sicherheit und Regulierung dürften hier eine attraktive Alternative zu weniger etablierten Akteuren finden.
Im vergangenen Monat kündigte Standard Chartered eine vertiefte Partnerschaft mit Coinbase an. Ziel ist es, regulierte Dienstleistungen – von Handel über Verwahrung bis zu Staking und Lending – für institutionelle Kunden zu bieten. Die Kooperation basiert auf den globalen Bankstrukturen von Standard Chartered sowie der ausgefeilten Handelsplattform von Coinbase und hebt die Einhaltung internationaler Standards hervor.
In einer offiziellen Mitteilung betonte die Bank, dass diese Partnerschaft wachsende Nachfrage nach vertrauenswürdigen und skalierbaren Krypto-Lösungen von regulierten Institutionen adressiert. Die Integration zwischen klassischem Banking und Blockchain-Finanzlösungen steht dabei im Vordergrund.
Laut dem Investorenbericht von Dezember 2025 erweitert Standard Chartered seine Aktivitäten im Bereich Blockchain kontinuierlich. Der Ausbau umfasst auch Ripple für grenzüberschreitende Zahlungen sowie das operative Krypto-Verwahrgeschäft – das alles bildet den Grundstein für das jetzt angekündigte innovative Brokerage-Angebot.
Auch wenn dieses Thema noch wenig in den Medien diskutiert wird, zeigt der Vorstoß der Bank: Dienstleistungen für institutionelle Digital-Assets könnten bald Standard im internationalen Bankenwesen werden.
Mit dem geplanten Prime-Brokerage erschließt Standard Chartered institutionellen Investoren einen Zugangspunkt zu digitalen Assets neuer Qualität. Noch ist die Umsetzung in Vorbereitung, doch der Fokus auf hohe regulatorische Anforderungen und bewährte Partner hebt das Vorhaben von bisherigen Versuchen in der Branche ab. Mit weiter steigender Nachfrage könnte das Projekt ein Motor für die breite Integration von Kryptowährungen in den Alltag der Finanzbranche werden.
In den nächsten zwölf Monaten entscheidet sich, wie erfolgreich die Bank bei der Umsetzung ist und wie sehr institutionelle Anleger das Angebot annehmen. Der Standard Chartered-Plan gehört aktuell zu den ambitioniertesten Vorstößen einer globalen Bank, um klassischen Finanzsektor und Blockchain-Innovationen zu verbinden.
Die geringe Aktivität auf Social-Media-Kanälen zeigt: Das institutionelle Krypto-Umfeld wird vorerst eher hinter den Kulissen geformt. Sollte das Projekt von Standard Chartered jedoch Fahrt aufnehmen, dürften auch öffentliche Diskussionen schnell zunehmen.
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