Neue Forschungsergebnisse, die vom Wall Street Journal zitiert werden, deuten darauf hin, dass US-Zölle still und leise die heimische Wirtschaft belasten. Diese Belastung könnte erklären, warum die Krypto-Märkte seit dem Ausverkauf im Oktober Schwierigkeiten haben, an Dynamik zu gewinnen.
Eine Studie des deutschen Kiel Instituts für Weltwirtschaft ergab, dass bei Zöllen, die zwischen Januar 2024 und November 2025 erhoben wurden, 96 % der Kosten von US-Verbrauchern und Importeuren getragen wurden, während ausländische Exporteure nur 4 % trugen.
Fast 200 Milliarden Dollar an Zolleinnahmen wurden nahezu vollständig innerhalb der US-Wirtschaft gezahlt.
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Zölle wirken wie eine inländische Verbrauchssteuer
Die Forschung stellt eine zentrale politische Behauptung in Frage, dass Zölle von ausländischen Produzenten gezahlt werden. In der Praxis zahlen US-Importeure Zölle an der Grenze und absorbieren oder geben die Kosten weiter.
Ausländische Exporteure hielten die Preise weitgehend stabil. Stattdessen verschifften sie weniger Waren oder leiteten die Lieferungen auf andere Märkte um. Das Ergebnis waren geringere Handelsvolumina, nicht günstigere Importe.
Ökonomen beschreiben diesen Effekt als langsam wirkende Verbrauchssteuer. Die Preise steigen nicht sofort. Die Kosten sickern im Laufe der Zeit in die Lieferketten ein.
US-Präsident Trump erhebt neue Zölle auf mehrere europäische Länder, weil sie sich seinem Grönland-Kaufangebot widersetzten. Quelle: Truth SocialGesponsert
Die US-Inflation blieb moderat, aber der Druck nahm zu
Die US-Inflation blieb bis 2025 relativ eingedämmt. Dies führte einige zu dem Schluss, dass Zölle nur geringe Auswirkungen hatten.
Studien, die vom WSJ zitiert werden, zeigen jedoch, dass nur etwa 20 % der Zollkosten innerhalb von sechs Monaten die Verbraucherpreise erreichten. Der Rest blieb bei Importeuren und Einzelhändlern und drückte die Margen.
Diese verzögerte Weitergabe erklärt, warum die Inflation moderat blieb, während die Kaufkraft still und leise erodierte. Der Druck akkumulierte sich, anstatt zu explodieren.
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Wie dies mit der Stagnation des Krypto-Marktes zusammenhängt
Krypto-Märkte hängen von diskretionärer Liquidität ab. Sie steigen, wenn Haushalte und Unternehmen zuversichtlich überschüssiges Kapital einsetzen.
Zölle entzogen diesen Überschuss langsam. Verbraucher zahlten mehr. Unternehmen absorbierten Kosten. Bargeld wurde weniger verfügbar für spekulative Vermögenswerte.
Dies hilft zu erklären, warum Krypto nach Oktober nicht zusammenbrach, aber auch nicht nach oben tendierte. Der Markt trat in ein Liquiditätsplateau ein, nicht in einen Bärenmarkt.
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Der Abschwung im Oktober spülte Leverage aus und stoppte ETF-Zuflüsse. Unter normalen Bedingungen hätte eine nachlassende Inflation die Risikobereitschaft wieder ankurbeln können.
Stattdessen hielten Zölle die Finanzbedingungen still und leise angespannt. Die Inflation blieb über dem Zielwert. Die Federal Reserve blieb vorsichtig. Die Liquidität expandierte nicht.
Krypto-Preise bewegten sich infolgedessen seitwärts. Es gab keine Panik, aber auch keinen Treibstoff für einen anhaltenden Aufwärtstrend.
Insgesamt erklären die neuen Zolldaten die Volatilität von Krypto nicht allein. Sie helfen jedoch zu erklären, warum der Markt stecken blieb.
Zölle strafften das System still und leise, entzogen diskretionäres Kapital und verzögerten die Rückkehr der Risikobereitschaft.
Quelle: https://beincrypto.com/tariffs-drained-liquidity-crypto-stagnation/


