Pump.fun hat einen neuen Fonds in Höhe von 3 Millionen US-Dollar eingeführt, der zur Finanzierung von Frühphasenprojekten konzipiert ist, die offen auf seiner Plattform entwickelt werden.
Pump.fun hat einen neuen Investitionszweig gestartet, was eine bemerkenswerte Verschiebung über seine Rolle als Token-Launchpad hinaus markiert.
Die Initiative namens Pump Fund wurde am 20.12. angekündigt und startete mit einem 3-Millionen-US-Dollar-Hackathon „Build in Public".
Im Rahmen des Programms erhalten 12 ausgewählte Teams jeweils 250.000 US-Dollar bei einer Bewertung von 10 Millionen US-Dollar sowie direktes Mentoring von den Gründern von Pump.fun (PUMP). Bewerbungen sind bis zum 18.02.2026 möglich, wobei die ersten Gewinner innerhalb von 30 Tagen nach dem Start erwartet werden.
Finanzierungsentscheidungen sind direkt mit öffentlicher Traktion verknüpft, im Gegensatz zu traditionellen Hackathons oder Venture-gestützten Acceleratoren. Teams müssen einen Token lancieren, mindestens 10 % seines Angebots behalten und transparent durch Echtzeit-Community-Aufbau, Benutzerengagement und Fortschrittsteilung wachsen.
Pump.fun stellte den Hackathon als Alternative zu geschlossenen Finanzierungsmodellen dar. Anstatt vor Panels oder Venture-Firmen zu pitchen, werden Projekte von Benutzern finanziert, die früh in Token investieren, wodurch die finanzielle Beurteilung effektiv in die Hände des Marktes gelegt wird.
Projekte sind nicht auf Krypto-native Ideen beschränkt. Laut Ankündigung sind Teams aus verschiedenen Sektoren und Entwicklungsstadien berechtigt, sofern sie Produkte liefern und offen kommunizieren.
Die Auswahlkriterien konzentrieren sich auf sichtbare Fortschritte, organische Nachfrage und langfristige Lebensfähigkeit statt auf Verbindungen oder ausgefeilte Präsentationen.
Diese Struktur spiegelt die Überzeugung von Pump.fun wider, dass frühe Benutzerüberzeugung ein stärkerer Filter sein kann als traditionelles Gatekeeping, insbesondere in schnelllebigen On-Chain-Umgebungen.
Der Start des Pump Fund baut auf mehreren Ökosystem-Initiativen auf, die im letzten Jahr umgesetzt wurden, wie Creator-Grants, Liquiditätsunterstützungsinitiativen und kürzliche Plattformverbesserungen zur Senkung von Rug-Risiken und Verbesserung der Zusammenarbeit.
Die Branche hat gemischt reagiert. Befürworter sehen den Fonds als Schritt hin zu nachhaltigeren Projektlebenszyklen auf Pump.fun, da viele Token historisch gesehen Schwierigkeiten hatten, nach dem Launch zu überleben.
Kritiker fragen jedoch, ob marktfinanzierte Modelle konsequent langlebige Produkte gegenüber kurzfristigem Hype bevorzugen können, insbesondere unter volatilen Handelsbedingungen.
Dennoch stellt der Fonds den bisher strukturiertesten Versuch von Pump.fun dar, Startups über die Token-Erstellung hinaus zu unterstützen. Ob der Ansatz dauerhafte Unternehmen hervorbringt oder lediglich ein neues Finanzierungsexperiment darstellt, wird deutlicher werden, sobald die erste Kohorte beginnt, öffentlich zu bauen.


