Der Start ins Jahr 2026 bringt für Kryptoinvestoren nicht nur neue Chancen – sondern auch klare Pflichten. Ich habe mich intensiv mit dem Thema befasst und dabei mit Steuerexperte Stefan Winheller gesprochen.
Seine Einblicke zeigen: Wer jetzt nicht gut dokumentiert, könnte bald ein ernsthaftes Problem mit dem Finanzamt bekommen.
Zunächst die gute Nachricht: Im deutschen Steuerrecht selbst hat sich zum Jahresbeginn 2026 nichts Grundlegendes geändert.
Die Ein-Jahres-Haltefrist bleibt, und auch die Abgeltungsteuer auf Kryptogewinne ist noch nicht eingeführt – obwohl sie bereits seit Jahren diskutiert wird.
Aber: Die Herangehensweise der Finanzämter hat sich verändert. Wo früher Steuerreports oft ungeprüft akzeptiert wurden, wird heute zunehmend mit eigener Software nachgeprüft.
Es geht dabei nicht mehr nur um das Ergebnis, sondern um die Rohdaten und Transaktionslisten, auf deren Basis Reports erstellt wurden.
Viele Anleger glauben, dass Tools wie CoinTracking ausreichen. Doch das ist ein gefährlicher Trugschluss. Ich habe gelernt: Wer in den letzten Jahren viele Transaktionen gemacht hat – Swaps, Staking, Transfers, DeFi-Protokolle – muss manuell nacharbeiten.
Fehlerhafte Imports, fehlende Preisangaben oder nicht erkannte Transaktionstypen sind keine Seltenheit. Und wenn ich manuell eingreife, muss ich das im Idealfall revisionssicher dokumentieren. Denn genau hier fragen die Behörden nun besonders hartnäckig nach.
Wer also denkt, er könne mit einem Klick den perfekten Steuerreport erzeugen, täuscht sich. Die Datenlage ist komplex, und die Anforderungen an Nachvollziehbarkeit und Dokumentation wachsen.
Mit dem 1. Januar 2026 trat DAC8 in Kraft – eine EU-Richtlinie, die den automatisierten Informationsaustausch zwischen Börsen und Steuerbehörden regelt.
Wer also bei regulierten Börsen handelt, muss davon ausgehen, dass Name, Steuer-ID, Transaktionen und sogar Staking-Erträge gemeldet werden.
Zwar betrifft DAC8 formell nur Transaktionen ab 2026, aber natürlich kann das Finanzamt daraus Rückschlüsse auf die Vergangenheit ziehen.
Wer sich bisher nicht gemeldet hat, sollte dies dringend nachholen, um nicht in eine riskante Selbstanzeige-Situation zu geraten.
Für mich ist klar: Die Zeiten der Krypto-Anonymität sind vorbei – zumindest, wenn ich mein Vermögen auch in Fiat zurückführen oder rechtssicher nutzen will. Die Regulierungswelle wird nicht abflachen.
Ich rechne in den kommenden Jahren mit einer Einführung der Abgeltungsteuer auf Kryptoerträge – vielleicht schon ab 2027 oder 2028.
Und Produkte wie verzinste Stablecoins könnten auf EU-regulierten Börsen künftig ganz verschwinden, weil Banken und Aufsichtsbehörden hier klare Grenzen setzen.
Wer langfristig investieren will, muss sich anpassen: gute Dokumentation, rechtzeitige Meldung und realistische Erwartungen sind das neue Fundament erfolgreichen Krypto-Investments.
Du willst noch tiefer einsteigen? Schau rein auf meinem YouTube-Kanal, dort findest du das komplette Interview mit Stefan Winheller und weitere Tipps für deine Krypto-Steuerstrategie 2026.
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