Bithumb, eine in Südkorea ansässige Kryptowährungsbörse, machte einen erheblichen Betriebsfehler, der zur versehentlichen Einzahlung großer Mengen an Bitcoin auf Benutzerkonten führte. Dieser Fehler ereignete sich während eines Werbeevents, das Teilnehmer mit kleinen Beträgen koreanischer Won belohnen sollte.
Die Börse hatte geplant, Belohnungen zwischen 20.000 und 50.000 koreanischen Won durch ein „Random Box"-Event zu verteilen. Das System schrieb den Gewinnern jedoch fälschlicherweise Bitcoin statt der vorgesehenen koreanischen Won gut.
Der Fehler ereignete sich ungefähr um 18:00 Uhr Ortszeit. Einige Benutzer erhielten jeweils bis zu 2.000 Bitcoin, was auf der Grundlage des vorherrschenden Wechselkurses Milliarden koreanischer Won wert war. Diese unerwarteten Bitcoin-Einzahlungen führten zu Verwirrung bei den Empfängern, von denen einige die Coins sofort verkauften, was einen starken Rückgang des Bitcoin-Preises auf Bithumb auslöste.
Marktreaktion und Bitcoin-Preisrückgang
Der plötzliche Zufluss von Bitcoin auf Bithumb führte zu einer Marktreaktion, bei der der Preis der Kryptowährung erheblich fiel. Der Bitcoin-Wert auf der Börse fiel während des Vorfalls um mehr als 10% unter die breiteren Marktniveaus.
Der schnelle Verkauf der fälschlicherweise gutgeschriebenen Bitcoin-Coins durch Benutzer verursachte weiteren Abwärtsdruck auf den Preis. Dieses Ereignis fand inmitten eines anhaltenden Marktausverkaufs statt, der bereits weit verbreitete Preisrückgänge auf dem Kryptowährungsmarkt verursachte.
Bithumb handelte schnell, um die Situation zu kontrollieren. Die internen Überwachungssysteme der Börse kennzeichneten die abnormalen Transaktionen, und sie beschränkte Transaktionen im Zusammenhang mit den betroffenen Konten. Während die Börse betonte, dass keine Benutzervermögen verloren gingen, setzte sich der Preisrückgang auf der Plattform für kurze Zeit fort, während sich der Markt an die unbeabsichtigte Störung anpasste.
Reaktion der Börse auf den Fehler
Als Reaktion auf den Vorfall entschuldigte sich Bithumb öffentlich. Die Börse räumte den Fehler ein und versicherte den Benutzern, dass sie das Problem schnell durch ihre internen Kontrollsysteme identifiziert hatte. Eine Erklärung von Bithumb lautete: „Wir entschuldigen uns aufrichtig für etwaige Unannehmlichkeiten, die unseren Kunden aufgrund der Verwirrung entstanden sind, die während des Zahlungsprozesses für dieses Event aufgetreten ist."
Die Börse stellte auch klar, dass der Fehler rein operativ war und nicht das Ergebnis eines Hackings oder einer externen Sicherheitsverletzung war. Sie versicherte ihren Benutzern, dass das Problem zu keinem Verlust oder Schaden an ihren Vermögenswerten führte. Darüber hinaus hob die Börse die Rolle ihres „Domino-Liquidationspräventionssystems" hervor, das dazu beitrug, schwerwiegendere Preisabstürze oder kaskadierende Liquidationen zu vermeiden.
Bitcoin-Marktkontext während des Ausverkaufs
Die versehentliche Bitcoin-Einzahlung ereignete sich vor dem Hintergrund eines der bedeutendsten Preisrückgänge von Bitcoin in der jüngeren Geschichte. Bitcoin hatte bereits einen massiven Ausverkauf erlitten, wobei sein Preis auf 60.000 $ fiel, von einem früheren Höchststand von über 126.000 $ im Oktober 2025. Dieser Preisrückgang, der größte jemals verzeichnete Dollar-Drawdown, wurde durch Hebelwirkung und die Liquidation von über 1 Milliarde $ an Derivatepositionen verstärkt.
Als der Markt in den Bereich von 60.000 $ rutschte, trug die versehentliche Bitcoin-Verteilung von Bithumb zur Verwirrung und Volatilität bei. Der Fehler verursachte nicht nur eine vorübergehende Störung innerhalb der Plattform von Bithumb, sondern trug auch zum bereits fragilen Zustand des breiteren Marktes bei. Der Vorfall dient als Erinnerung an die Risiken des Kryptowährungshandels, insbesondere wenn operative Fehler auf volatile Marktbedingungen treffen.
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