Bitcoins jüngster Rückgang hat eine vertraute Debatte am Markt neu entfacht: War das der Boden, oder steht der wirkliche Schmerz noch bevor? Mit BTC, der nun um die 70.000-Dollar-Marke schwebt, versuchen Trader verzweifelt herauszufinden, ob dies nur eine weitere Leverage-Bereinigung war... oder der Beginn von etwas viel Tiefergehendem.
Zwei Analysten, Alex Mason und Brett, haben diese Woche beide die gleiche unbequeme Idee vorgebracht: Das wichtigste Signal bei Bitcoin ist die historische Struktur, wie sich Böden tatsächlich bilden.
Und wenn die Geschichte ein Wegweiser ist, könnte der Markt noch nicht fertig sein.
Alex Masons Tweet konzentriert sich auf etwas, das die meisten Trader während Korrekturen völlig ignorieren: Zyklus-Timing.
Die Grafik, die er geteilt hat, verfolgt Bitcoin-Rückgänge von Allzeithochs zu eventuellen Zyklustiefs, und die Schlussfolgerung ist einfach. In früheren Bärenmärkten kam der wahre Boden nicht unmittelbar nach dem ersten großen Ausverkauf. Es dauerte Zeit (oft Hunderte von Tagen), bis Bitcoin vollständig ausgeblutet war und die Stimmung zurückgesetzt hatte.
Das ist der Teil, mit dem die meisten Trader zu kämpfen haben.
Jeder möchte eine klare Zahl: „Ich kaufe bei 60.000 $" oder „Der Boden liegt bei 50.000 $". Aber Mason argumentiert, dass der Markt nicht so funktioniert. Historisch gesehen tritt das endgültige Tief tendenziell nach einer langen psychologischen Zermürbung ein, nicht während der ersten Panikwelle.
Quelle: X/@AlexMasonCrypto
Das Zeitfenster ist es, was sein Argument so beunruhigend macht. Wenn Bitcoin noch früh in dieser Zyklus-Zeitlinie ist, dann bestätigt selbst eine scharfe Erholung von 70.000 $ nicht unbedingt etwas. Es könnte einfach eine Pause vor dem nächsten Abwärtsschritt sein.
Mit anderen Worten, der Preis mag sich bereits günstig anfühlen... aber die Zeit ist möglicherweise noch nicht fertig, ihren Schaden anzurichten.
Bretts Tweet verstärkt dieselbe Idee, aber durch eine noch brutalere historische Linse.
Seine Grafik hebt etwas hervor, das Bitcoin-Trader oft vergessen: Bärenmärkte enden selten mit einer sauberen V-förmigen Erholung. Abgesehen von extremen Liquiditätsereignissen wie Billionen an quantitativer Lockerung bildet Bitcoin normalerweise nicht sofort einen Boden.
Stattdessen bildet er eine Basis.
Quelle: X/@brett_eth
Diese Basis ist normalerweise chaotisch, langsam und zutiefst frustrierend. Monate seitwärts gerichteter Schwankungen, wiederholte Fehlausbrüche, Dead-Cat-Bounces und emotionale Erschöpfung. So setzt sich Bitcoin zurück.
Was Bretts Grafik so wichtig macht, ist das Muster, das sie über mehrere Zyklen hinweg zeigt: Die -50%-Rückgangsmarke ist nicht die Ziellinie. Sie ist oft nur der Einstiegspunkt in die echte Bodenbildungszone.
Die roten Kreise auf seiner Grafik markieren die anfänglichen großen Zusammenbrüche, und die grünen Zonen heben hervor, was als Nächstes passiert – erweiterte Konsolidierungsphasen, in denen Bitcoin monatelang seitwärts handelt, bevor ein echter Aufwärtstrend wieder beginnt.
Das ist das Signal, das Trader ignorieren.
Nicht der Docht. Nicht die Erholung. Die Basis.
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Bitcoins aktuelle Preisentwicklung war heftig, aber sie ist auch vertraut. Große Rückgänge sind in diesem Markt normal, selbst innerhalb langfristig bullischer Zyklen. Ein Rückgang von 40–50 % ist kein schwarzer Schwan für Bitcoin; historisch gesehen ist es Teil des Prozesses.
Die wirkliche Gefahr ist psychologisch.
Die meisten Teilnehmer gehen davon aus, dass der Boden schnell kommen muss, weil sich der Schmerz im Moment unerträglich anfühlt. Aber Bärenmärkte enden nicht, wenn die Angst beginnt. Sie enden, wenn die Erschöpfung übernimmt.
Wenn Mason und Brett recht haben, dann braucht Bitcoin möglicherweise noch mehr Zeit in dieser Zone; einen Boden aufbauen, verbleibende Leverage ausspülen und einem Markt Geduld aufzwingen, der das Warten hasst.
Die nächste große Bewegung kommt möglicherweise nicht von einer einzelnen Kerze.
Sie könnte nach Monaten der Stille kommen.
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