Finanzielle Schätzungen zeigen, dass große BTC-Mining-Akteure wie Marathon Digital bereits unter Druck standen, da die Produktionskosten Ende 2025 fast 68.000 UFinanzielle Schätzungen zeigen, dass große BTC-Mining-Akteure wie Marathon Digital bereits unter Druck standen, da die Produktionskosten Ende 2025 fast 68.000 U

Bitcoin-Mining-Schwierigkeit fällt so stark wie seit China-Bann 2021 nicht mehr

2026/02/08 19:34
2 Min. Lesezeit

Die Mining-Schwierigkeit von Bitcoin ist so stark gefallen wie seit fast fünf Jahren nicht mehr.

Dieser große Rückgang zeigt, dass es gerade zwei große Probleme gibt: Extremes Wetter und wachsende wirtschaftliche Belastungen für die Betreiber im Netzwerk.

Bitcoin-Mining steht unter Druck: Sinkender Kurs bringt Miner in Not

Nach Angaben vom Mempool-Entwickler Mononaut ist die Schwierigkeit im Netzwerk um 11,16 Prozent auf 125,86 Billionen gesunken.

Bitcoin-Mining-Schwierigkeit sinkt.Bitcoin-Mining-Schwierigkeit sinkt. Quelle: Mononaut

Dieser Wert bedeutet den größten Rückzug bei der Mining-Leistung seit Juli 2021. Damals sorgte ein staatliches Krypto-Verbot in China dafür, dass viele Miner aus dem Land abwandern mussten.

Mit der Anpassung der Schwierigkeit möchte Bitcoin erreichen, dass die Blöcke ungefähr alle zehn Minuten erzeugt werden.

Wenn Miner offline gehen, dauert das Erstellen neuer Blöcke länger. Das Protokoll senkt dann die Schwierigkeit. Dadurch wird Mining für die verbleibenden Miner leichter.

Im Gegensatz zu den politischen Problemen von 2021 wird die aktuelle Entwicklung vor allem durch schlechtes Wetter und niedrige Gewinnspannen ausgelöst.

Der starke Rückgang folgt auf heftige Winterstürme in Nordamerika Ende Januar, die die Stromversorgung großer Mining-Cluster gestört haben.

In Regionen wie Texas nehmen die Miner an sogenannten „demand response“-Programmen teil. Sie verringern während hoher Auslastung freiwillig ihren Stromverbrauch, um das Netz zu stabilisieren, und erhalten dafür Energiegutschriften.

Das Ausmaß des Rückgangs um elf Prozent zeigt allerdings, dass es nicht nur um kurze Pausen geht. Vielmehr gibt es immer mehr wirtschaftliche Aufgaben.

Das schlechte Wetter hat dem Stromnetz stark zugesetzt, und die Strompreise sind deutlich gestiegen.

Betreiber mit älterer, weniger effizienter Technik haben jetzt höhere Kosten. Sie können dadurch meist keinen Gewinn mehr machen. Darum mussten einige ihre Geräte dauerhaft oder teilweise abschalten.

Daten zeigen zudem, dass große Firmen im Mining-Bereich schon vor den Stürmen kaum noch Gewinne gemacht haben.

Ki Young Ju, Chef der Analysefirma CryptoQuant, schätzt, dass der Bitcoin-Miner Marathon Digital im dritten Quartal 2025 etwa 67.704 USD für das Mining eines einzigen Bitcoins ausgegeben hat.

Bei einem Bitcoin-Kurs unter 70.000 USD arbeiten aktuell viele Miner mit Verlusten, noch bevor sie weitere allgemeine Kosten berücksichtigen.

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