Ethereum (ETH) wird jetzt unter dem durchschnittlichen Einstiegskurs der sogenannten Akkumulations-Adressen sowie der ETF-Besitzerinnen und -Besitzern gehandelt. Daher liegen viele große Inhaber aktuell im Minus.
Die aktuellen Daten zeigen jedoch, dass viele Anleger weiter engagiert bleiben und nicht massenhaft aussteigen. Trotz der Kursverluste bleibt das Kapital also größtenteils investiert.
Ethereum hat seine Verluste im Jahr 2026 ausgeweitet. Seit Jahresbeginn ist der Coin um mehr als 30 Prozent gefallen. Auch der Kryptomarkt insgesamt schwächelt. Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, fiel in der letzten Woche unter die 2.000-USD-Marke. Der Kurs konnte sich zwar kurz erholen, rutschte aber schnell wieder darunter.
Laut BeInCrypto Markets-Daten sank Ethereum in den letzten 24 Stunden um 4,58 Prozent. Zum Redaktionszeitpunkt wurde ein Kurs von 1.971 USD gemeldet.
Durch den schwachen Kurs stehen viele Anleger nun im Minus. Vor Kurzem berichtete BeInCrypto, dass BitMine, die größte Ethereum-Treasury der Welt, vergangene Woche Buchverluste von 6 Mrd. USD verzeichnete. Nach dem jüngsten Preisrückgang stiegen diese Verluste laut CryptoQuant-Daten jetzt sogar auf mehr als 7 Mrd. USD.
Außerdem deuten On-Chain-Daten darauf hin, dass Akkumulations-Gruppen aktuell unter Druck stehen. Ein Analyst mit dem Pseudonym CW8900 schrieb kürzlich, dass Ethereum jetzt unter dem „realisierten Kurs“ der Akkumulations-Adressen liegt.
Im Juni 2025 begannen viele „Wale“, in großem Umfang Ethereum zu kaufen. Allerdings liegt der aktuelle Marktpreis nun unter dem durchschnittlichen Kurs, zu dem diese Wallets eingestiegen sind.
Auch ETF-Investoren kommen immer stärker unter Druck. James Seyffart, Senior Research Analyst bei Bloomberg Intelligence, betonte, dass Ethereum-ETF-Anleger aktuell schlechter dastehen als Bitcoin-ETF-Anleger.
Der ETH-Kurs liegt deutlich unter dem geschätzten durchschnittlichen Einstiegspreis von etwa 3.500 USD für ETF-Investoren.
Trotz des starken Einbruchs ist das Vertrauen der Anleger noch nicht komplett verschwunden. Analyst CW8900 beobachtet, dass die Wale dem Markt nicht den Rücken zukehren, sondern sogar weiter ETH hinzufügen.
BeInCrypto berichtete zudem, dass der Indikator für den Netto-Bestand von Ethereum auf den Börsen jetzt negativ ist. Es werden also mehr ETH von Börsen abgezogen als eingezahlt. Dieses Muster zeigt in der Regel, dass akkumuliert wird.
Gleichzeitig hob Seyffart hervor, dass viele ETF-Anleger weiterhin investiert bleiben, trotz der Verluste. Die Nettozuflüsse in Ethereum-ETFs sind von etwa 15 Mrd. USD auf unter 12 Mrd. USD zurückgegangen.
Auch wenn ETH-ETFs damit stärker verkauft werden als Bitcoin-ETFs, hält die Mehrheit der ETF-Investorinnen und -Investoren ihre Positionen weiterhin.
BitMine verstärkt zudem das institutionelle Vertrauen. Das Unternehmen kaufte gestern 40.000 ETH. Darüber hinaus meldete Lookonchain, dass weitere 140.400 ETH gestakt wurden.
Insgesamt hält BitMine nun 2,97 Mio. ETH im Staking – aktuell etwa 6,01 Mrd. USD wert. Das entspricht 68,7 Prozent aller ETH von BitMine. Das zeigt, dass das Unternehmen auf eine langfristige Beteiligung am Netzwerk setzt und nicht auf kurzfristigen Handel.
Ethereum befindet sich momentan offenbar in einer Phase mit geringer Überzeugung: Die Kurse stehen unter Druck, jedoch halten große Anleger weiter ihre Positionen und kaufen teilweise sogar nach.
Ob diese Widerstandskraft tatsächlich zu einer nachhaltigen Erholung führt, hängt vermutlich von der weiteren Marktentwicklung und davon ab, ob Ethereum bald wieder wichtige technische Marken überwinden kann.
Der Beitrag Ethereum: 30-Prozent-Sturz – Großanleger im Minus erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

