Der Bitcoin (BTC)-Kurs steht weiterhin unter Druck und notiert aktuell bei der Marke von 67.000 US-Dollar. Zwischenzeitlich sind wir sogar unter 66.000 US-Dollar gefallen.
Während sich der traditionelle Markt – etwa der S&P 500 oder auch Gold – vergleichsweise stabil zeigt, performt der Kryptomarkt deutlich schwächer. Diese relative Underperformance bereitet mir Sorgen, denn sie zeigt, dass Kapital aktuell eher aus risikoreicheren Assets wie Bitcoin abgezogen wird.
Auch bei den Altcoins sieht es nicht besser aus: Ethereum (ETH) ist unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar gefallen, Solana (SOL) notiert unter 80 US-Dollar und XRP bleibt ebenfalls schwach.
Die Bitcoin-Dominanz liegt bei rund 58 %, was darauf hindeutet, dass Kapital eher innerhalb des Kryptomarktes in Bitcoin bleibt, als in kleinere Coins zu fließen – ein klassisches Zeichen für Unsicherheit.
Besonders spannend waren zuletzt die US-Arbeitsmarktdaten. Im Januar wurden 130.000 neue Stellen geschaffen – deutlich mehr als die erwarteten 66.000. Auch die Arbeitslosenquote ist leicht auf 4,3 % gesunken.
Auf den ersten Blick wirken diese Zahlen sehr positiv und stützen das Narrativ einer robusten US-Wirtschaft.
Doch ich habe mir die Details genauer angesehen – insbesondere die Revisionen. Und genau hier liegt das Problem: 22 der letzten 23 Monatsmeldungen wurden nach unten korrigiert. Insgesamt wurden über eine Million ursprünglich gemeldete Jobs im Nachhinein gestrichen.
Rechnet man diese Revisionen ein, war 2025 – außerhalb einer Rezession – das schwächste Jahr für den US-Arbeitsmarkt seit 2003.
Das bedeutet für mich: Man darf sich nicht von den Schlagzeilen blenden lassen. Die Erstmeldungen sehen oft stark aus, doch die späteren Korrekturen zeichnen ein deutlich schwächeres Bild.
Besonders kritisch ist, dass das Jobwachstum stark auf den Bereich Bildung und Gesundheitswesen konzentriert ist, während produktive Sektoren wie Bau oder verarbeitendes Gewerbe kaum zulegen.
Trotz der scheinbar robusten Daten sind die Zinssenkungserwartungen kaum zurückgegangen. Die Inflation ist zuletzt von 2,7 % auf 2,5 % gesunken – eigentlich ein positives Signal.
Dennoch preist der Markt kurzfristig nur geringe Wahrscheinlichkeiten für Zinssenkungen ein. Aktuell wird eine mögliche Senkung eher im Juni erwartet.
Für mich zeigt das: Der Markt misstraut den Daten. Wenn die Arbeitsmarktzahlen regelmäßig nach unten korrigiert werden, verlieren sie an Aussagekraft. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit hoch, insbesondere mit Blick auf kommende Inflationsdaten. Diese könnten kurzfristig für Volatilität sorgen – auch im Kryptomarkt.
Charttechnisch bleibt Bitcoin in einem klaren Abwärtstrend. Eine wichtige Zone sehe ich im Bereich zwischen 64.100 und 64.500 US-Dollar – dort liegt das sogenannte Golden Pocket der aktuellen Bewegung.
Das Open Interest an den Futures-Märkten sinkt weiter, was darauf hindeutet, dass Marktteilnehmer zurückhaltend sind und keine neuen großen Positionen aufbauen.
Ich selbst habe zuletzt im Spot-Bereich unterhalb von 64.000 US-Dollar nachgekauft – allerdings nicht „all-in“. Mir ist wichtig, in Tranchen zu kaufen und Liquidität für mögliche weitere Rücksetzer zu behalten.
Ein erneuter Rückgang unter 60.000 US-Dollar ist für mich kein ausgeschlossenes Szenario, insbesondere wenn der traditionelle Markt stärker korrigiert. Sollte der S&P 500 um 10 bis 20 % fallen, würde Bitcoin vermutlich überproportional unter Druck geraten.
Im Futures-Bereich halte ich mich aktuell zurück. Ich sehe derzeit keine klare Struktur, die ein aggressives Engagement rechtfertigt. Mein Fokus liegt auf Risikomanagement und Geduld. In einem unsicheren makroökonomischen Umfeld ist es für mich entscheidend, flexibel zu bleiben und nicht emotional zu handeln.
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