Bitcoin (BTC) fällt weiter. In den letzten 24 Stunden ist der Coin um 1,39 Prozent gesunken. Damit liegt der Verlust im aktuellen Monat nun bei über 30 Prozent.
Auch wenn der breite Bärenmarkt der Hauptgrund für die Schwäche ist, zeigen neue On-Chain-Signale, dass die Aktivitäten von großen Walen den Kursverlust von Bitcoin verstärken könnten.
Die Blockchain-Analysefirma Lookonchain teilte auf X (früher Twitter) mit, dass die Einzahlungen eines Wals (3NVeXm) mit den Kursrückgängen von Bitcoin zusammenfallen. Laut Daten von Arkham begann der Wal vor drei Wochen damit, Bitcoin zu Binance zu schicken – anfangs in kleinen Mengen.
Doch diese Aktivitäten nahmen diese Woche stark zu. Am 11. Februar transferierte der Wal 5.000 BTC zu der Börse. Heute kamen noch einmal 2.800 Coins dazu.
Lookonchain meint, das Timing dieser Einzahlungen könnte die kurzfristige Kursentwicklung beeinflussen.
Nach aktuellen Daten hat die Adresse immer noch 166,5 BTC im Wert von über 11 Mio. USD. Große Einzahlungen auf Börsen werden oft als Zeichen für einen bevorstehenden Verkauf gesehen. Viele Anleger verschieben Krypto auf Marktplätze, um sie zu verkaufen oder ihre Positionen abzusichern.
Auch wenn eine Verbindung nicht immer Kausalität bedeutet, könnten das Ausmaß und der Zeitpunkt dieser Transfers den Verkaufsdruck in einem sowieso schon schwachen Markt erhöht haben. In sensiblen Phasen verstärkt alleine die Angst vor Wal-Verkäufen schnelle Kursrückgänge, da Trader auf On-Chain-Signale achten und ihre Positionen anpassen.
Die Transfers passieren in einer Zeit mit starker Schwäche im Bitcoin-Markt. Ein Analyst erklärt, dass die realisierten Verluste von Bitcoin auf 2,3 Mrd. USD gestiegen sind.
Der Analyst sagt zudem, vor allem Kurzzeithalter – also diejenigen, die ihre Coins weniger als 155 Tage halten – seien für die aktuelle Kapitulation verantwortlich. Wer BTC zwischen 80.000 und 110.000 USD gekauft hat, realisiert nun große Verluste. Das bedeutet, überhebelte Kleinanleger und schwache Hände verlassen gerade ihre Positionen.
Im Gegensatz dazu sind Langzeithalter wohl nicht hauptverantwortlich für diese Verkaufswelle. Diese Gruppe hält ihre Coins laut Historie meistens auch durch größere Rückgänge hindurch.
BeInCrypto berichtete bereits über mehrere Signale, die zeigen, dass BTC noch am Anfang einer größeren Bärenphase stehen könnte. Dadurch besteht weiter Abwärtsrisiko. Die CryptoQuant-Analysten nennen das 55.000-USD-Level als den realisierten Preis von Bitcoin. Dieser Wert war in der Vergangenheit oft der Boden eines Bärenmarkts.
In den letzten Zyklen notierte Bitcoin 24 Prozent bis 30 Prozent unter dem realisierten Preis, bevor sich der Kurs stabilisiert hat. Aktuell liegt Bitcoin noch über dieser Marke.
Wenn sich Bitcoin der Zone seines realisierten Preises nähert, gab es bisher meistens eine längere Seitwärtsphase, bevor eine Erholung kam. Manche Analysten meinen, dass ein stärkerer Rückgang in Richtung unter 40.000 USD einen klareren Boden bringen könnte.
Der Beitrag Bitcoin fällt diesen Monat um 30 Prozent – rätselhafte Wal-Bewegung sorgt für Aufsehen erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

