Krypto-Fonds haben in der 4. Woche in Folge Abflüsse verzeichnet. Insgesamt wurden 173 Mio. USD abgezogen, weil die Anleger-Vorsicht bei den wichtigsten digitalen Werten anhält.
Allerdings hat sich das Tempo der Abflüsse deutlich verlangsamt. In den letzten Tagen gab es nicht mehr so hohe Verkäufe wie im späten Januar und frühen Februar. Manche Altcoins ziehen zudem weiterhin frisches Kapital an.
Laut dem aktuellen Wochenbericht zu Fondsflüssen von CoinShares gab es in den letzten vier Wochen insgesamt 3,74 Mrd. USD an Abflüssen. Das zeigt, dass die Stimmung nach den Marktschwankungen weiterhin schwach ist.
Obwohl die Abflüsse weitergingen, lag die Abflusssumme der letzten Woche etwa auf dem gleichen Niveau wie der Rückgang von 187 Mio. USD in der Vorwoche. Das deutet darauf hin, dass die Phase starker Verkäufe abflauen könnte.
Zuvor kam es in den digitalen Anlagefonds zu deutlich höheren Rücknahmen. In den letzten Januarwochen wurden jeweils etwa 1,7 Mrd. USD abgezogen.
Auch die Marktaktivität ließ nach. Das Handelsvolumen der ETFs fiel auf 27 Mrd. USD, nachdem die Woche davor ein Rekordwert von 63 Mrd. USD gemeldet wurde.
Der geringere Umsatz zeigt, dass sich die Anleger aktuell wohl etwas zurückhalten und weniger stark ihre Positionen umschichten. Allerdings bleibt die Unsicherheit im Markt bestehen.
Obwohl es insgesamt weiter negative Geldflüsse gab, verbesserte sich die Stimmung gegen Ende der Woche ein wenig. Leicht niedrigere Inflationszahlen aus den USA sorgten am Freitag zudem für Zuflüsse in Höhe von 105 Mio. USD.
Das zeigt, dass makroökonomische Signale weiterhin eine entscheidende Rolle für die Krypto-Nachfrage auf kurze Sicht spielen.
Eine der auffälligsten Entwicklungen in den aktuellen Daten ist die wachsende regionale Spaltung. Die USA verzeichneten Abflüsse in Höhe von 403 Mio. USD – das war der Hauptgrund für den weltweiten Rückgang.
Während US-Anleger vorsichtig bleiben und womöglich wegen unsicherer Rahmenbedingungen ihre Positionen anpassen, sehen Institutionen in anderen Ländern den jüngsten Kursrückgang offenbar als Chance, mehr zu investieren.
Unterdessen mussten die größten digitalen Werte weiterhin die Hauptlast der negativen Stimmung tragen. Bei Bitcoin-Anlageprodukten gab es Abflüsse von 133 Mio. USD, was das schwächste Ergebnis unter den wichtigen Assets war.
Interessanterweise hatten auch Produkte, die auf fallende Bitcoin-Kurse setzen, Abflüsse – insgesamt 15,4 Mio. USD in den vergangenen zwei Wochen.
In der Vergangenheit gingen weniger Investitionen in bärische Positionen manchmal mit einer Phase von Marktkapitulation einher. Das könnte bedeuten, dass der schlimmste Teil des Verkaufsdrucks bald vorbei sein könnte.
Auch Ethereum-Fonds hatten es schwer: Hier zogen Anleger 85,1 Mio. USD ab, weil sie ihr Engagement in der zweitgrößten Krypto reduzierten. Kleinere Produkte wie Hyperliquid waren ebenfalls betroffen, hier gab es Abflüsse von etwa 1 Mio. USD.
Im Gegensatz zum generellen Trend konnten einige Altcoins weiter Kapital anziehen. XRP lag mit Zuflüssen von 33,4 Mio. USD vorn. Es folgte Solana mit 31 Mio. USD, während Chainlink 1,1 Mio. USD dazugewinnen konnte.
Diese Zuflüsse deuten darauf hin, dass die Anleger ihre Bestände eher umschichten, anstatt sich komplett aus dem Krypto-Markt zurückzuziehen. Die Community setzt offenbar auf Werte, denen sie aktuell ein gutes Potenzial oder mehr Dynamik zutraut, auch wenn große Token weniger gefragt sind.
Insgesamt zeigen die aktuellen Zahlen einen Markt, der zwar weiterhin unter Druck steht, im Vergleich zu den starken Verkäufen zu Jahresbeginn aber stabiler wirkt.
Krypto-Abflüsse bleiben zwar bestehen. Dennoch ist das Volumen geringer geworden. Regionale Zuflüsse und das anhaltende Interesse an einigen Altcoins zeigen zudem, dass Anleger ihre Portfolios anpassen, aber der Assetklasse nicht vollständig den Rücken kehren.
Der Beitrag Krypto-Fonds verlieren 173 Mio. USD – XRP und Solana trotzen dem Trend erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


