Behauptung: Die Unterstaatssekretärin des Presidential Communications Office, Claire Castro, sagte, dass die Verwendung von 1 Milliarde Pesos an vertraulichen Mitteln durch Präsident Ferdinand Marcos Jr. keine Quittungen erfordert und von der Öffentlichkeit nicht hinterfragt werden sollte.
Warum wir dies überprüft haben: Eine Zitatskarte von Pinoy Celebrity News verbreitet sich auf Facebook und hat seit dem 13.02. mehr als 64.000 Reaktionen, 16.000 Kommentare und 3.300 Teilungen erhalten.
Die Zitatskarte zeigt ein Bild von Castro und ihr angebliches Zitat: „Confidential fund po ito kaya hindi kailangan ng resibo."
(Dies sind vertrauliche Mittel und sie erfordern keine Quittungen.)
Laut der Bildunterschrift des Beitrags bezog sich Castro angeblich auf die Zuteilung vertraulicher Mittel des Präsidenten in Höhe von 1 Milliarde Pesos, die angeblich für Aktivitäten wie Auslandsreisen zur Sicherung von Investitionen für das Land verwendet werden.
Mehrere Kommentatoren haben Vergleiche zur Vizepräsidentin Sara Duterte und der Kontroverse um ihre Verwendung vertraulicher Mittel gezogen und gesagt, dass, wenn Castro die Notwendigkeit von Quittungen für Marcos' Verwendung der geheimen Mittel ablehnt, derselbe Standard auch auf den Fall der Vizepräsidentin angewendet werden muss.
Die Fakten: Es gibt keine glaubwürdige Quelle, die beweist, dass Castro die Aussage gemacht hat, dass vertrauliche Mittel „keine Quittungen erfordern" oder „nicht hinterfragt werden sollten". Das Zitat erscheint nur auf nicht verifizierten Social-Media-Karten und einem Blog-Beitrag, der keine offiziellen Quellen zitiert oder angibt, wann die Aussage angeblich gemacht wurde.
Die Website des Presidential Communications Office zeigt keine aktuellen Pressekonferenzen, in denen Castro über Marcos' vertrauliche Mittel gesprochen hat.
Berichte großer Nachrichtenagenturen haben Castros Aussagen über vertrauliche Mittel behandelt, aber keine stimmt mit der im viralen Beitrag überein. In einem Briefing am 14.08.2025 machte Castro diese Aussage zur Verteidigung des Antrags des Büros des Präsidenten auf vertrauliche und nachrichtendienstliche Mittel im nationalen Haushalt 2026: „Ang tandaan po natin, ang confidential funds o ang pera ay hindi naman masama kung ginagamit sa tama. Ang confidential funds or pondo ay nagiging masama kung ginagamit ng isang corrupt."
(Denken wir daran, dass vertrauliche Mittel nicht schlecht sind, solange sie ordnungsgemäß verwendet werden. Vertrauliche Mittel oder Geld werden nur schlecht, wenn sie von jemandem Korrupten verwendet werden.)
Falsche Zahl: Die Behauptung, dass die vertraulichen Mittel des Präsidenten sich auf 1 Milliarde Pesos belaufen, ist falsch. Im Rahmen des nationalen Haushalts 2026 wird das Büro des Präsidenten 4,5 Milliarden Pesos an vertraulichen und nachrichtendienstlichen Mitteln erhalten.
Prüfung vertraulicher Mittel: Die Klassifizierung dieser Mittel als „vertraulich" bezieht sich auf die Art der Aktivitäten, die sie unterstützen, aber sie unterliegen weiterhin der Prüfung und folgen bestimmten Dokumentations- und Überprüfungsverfahren.
Die Liquidation vertraulicher und nachrichtendienstlicher Mittel wird von der Commission on Audit geprüft, insbesondere von der Intelligence and Confidential Fund Audit Unit.
Ein gemeinsames Rundschreiben von 2015 legte Richtlinien für vertrauliche und nachrichtendienstliche Mittel fest, einschließlich Regeln für Berichterstattung und Prüfung. Behörden, denen vertrauliche Mittel zugeteilt werden, sollten einen physischen und finanziellen Plan erstellen, der ihren Antrag auf die Mittel unterstützt, und vierteljährliche Fortschrittsberichte vorlegen, die durch Belege gestützt werden. (LESEN: [Ask The Tax Whiz] How do confidential funds work?) – Princess Leah Sagaad/Rappler.com
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