BTC liegt bei etwa 68.700 USD. Damit ist der Coin fast 22 Prozent niedriger als zu Jahresbeginn und hat das schwächste erste Quartal seit 2018. Bitcoin startete das Jahr bei fast 87.700 USD. Innerhalb weniger Wochen fiel der Kurs um fast 20.000 USD. Dadurch ist auch der ganze Krypto-Markt unter Druck geraten.
Obwohl es für Bitcoin am Jahresanfang oft schwächer läuft, sorgt der starke Rückgang für Sorge. Viele meinen, dass die Korrektur noch nicht vorbei ist.
In den letzten 13 Jahren gab es bei Bitcoin in sieben Jahren ein negatives erstes Quartal.
Allerdings wäre ein Rückgang von 22 Prozent das schlechteste erste Quartal seit dem Bärenmarkt 2018. Damals fiel der Bitcoin-Kurs zu Jahresbeginn fast 50 Prozent.
Januar und Februar endeten beide im Minus. Dadurch steigt die Chance auf zwei schwache Monate hintereinander – das ist selten beim Bitcoin-Kurs.
Damit sich die Lage wirklich bessert, müsste Bitcoin wieder die Region um 80.000 USD erreichen. Allerdings ist das derzeit wegen der schwachen Dynamik sehr schwierig.
Trotzdem zeigen frühere Jahre: Ein schwaches erstes Quartal bedeutet nicht immer ein schlechtes Jahr. In acht der letzten 13 Jahre lief das zweite Quartal anders als das erste.
Dadurch bleibt der Ausblick für die nächsten Monate spannender, als viele Überschriften vermuten lassen.
Zwischen dem zwölften und dem fünfzehnten Februar machte Bitcoin einen schnellen Sprung von neun Prozent. Auf den ersten Blick sieht das gut aus. Doch die Daten zur Hebelwirkung zeigen ein anderes Bild.
Das offene Interesse an Bitcoin-Futures stieg während diesem Anstieg von etwa 19,6 Milliarden USD auf 21,47 Milliarden USD. Das ist ein Plus von fast 1,9 Milliarden USD.
Auch die Finanzierungssätze wurden stark positiv. Das zeigt, dass viele Trader auf steigende Kurse setzten.
Aber das gesamte Chartbild zeigt noch immer eine Bärenflagge. Die jüngste Erholung geschah in einem Abwärtstrend. Nun nähert sich der Kurs wieder dem unteren Rand dieser Struktur.
Auch die Indikatoren für das Momentum mahnen zur Vorsicht. Im Zwölf-Stunden-Chart ist eine versteckte bärische Divergenz entstanden. Der Kurs machte ein tieferes Hoch, doch der RSI kletterte auf ein höheres Hoch. Oft zeigt das, dass Verkäufer wieder Kontrolle bekommen.
Zudem stieg der Net Unrealized Profit/Loss von Bitcoin innerhalb weniger Tage um etwa 90 Prozent. Das bedeutet, viele Halter waren schnell wieder im Gewinn auf dem Papier.
Solche schnellen Gewinnsprünge gab es auch Anfang Februar. Danach folgte ein Rückgang von 14 Prozent. Wenn Trader erneut schnell Gewinne mitnehmen, könnte der Verkaufsdruck wieder steigen.
Aus technischer Sicht bietet der Bereich um 66.270 USD eine wichtige Unterstützung auf kurze Sicht. Ein klarer Ausbruch nach unten würde das Muster der Bärenflagge auslösen.
Passiert das, liegt das nächste Ziel auf der Unterseite bei rund 58.800 USD. Dort liegt auch das 0,618-Fibonacci-Retracement. Das wäre ein Minus von etwa 14 Prozent vom aktuellen Kurs.
Eine noch stärkere Abwärtsbewegung könnte sogar die Region um 55.600 USD erreichen.
Auf der Oberseite müsste sich der Bitcoin-Kurs wieder über 70.840 USD bewegen, um stabiler zu werden. Ein klarer Ausbruch über 79.290 USD würde das bärische Bild ungültig machen und zeigen, dass Käufer wieder die Kontrolle haben.
Abgesehen vom Kurs zeichnen größere Marktdaten ein gemischtes Bild. Die Bitcoin-Dominanz ist hoch und liegt bei etwa 58,5 Prozent. Das zeigt: In dieser Korrektur bevorzugen viele Anleger weiterhin Bitcoin statt anderer Coins. Dieses Verhalten kommt oft in unsicheren Marktphasen vor.
Gleichzeitig halten öffentliche Bitcoin-Treasuries weiterhin hohe Summen. Laut BitcoinTreasuries besitzen öffentliche Firmen gemeinsam über 1,13 Millionen BTC. Die größten Halter sind große Konzerne.
Der größte Halter ist Strategy. Die Firma kontrolliert 3,27 Prozent aller Bitcoin. Obwohl diese starke Nachfrage nicht vor Kursschwankungen schützt, stärkt sie Bitcoins Bedeutung für große Anleger auf lange Sicht.
Bitcoin schwankt momentan zwischen historischer Stärke und kurzfristiger technischer Schwäche.
Der Rückgang um 22 Prozent seit Jahresbeginn sorgt dafür, dass das erste Quartal auf dem Weg zu einem unerwünschten Rekord ist.
Gleichzeitig deuten Hebel, Divergenz-Signale und On-Chain-Gewinnkennzahlen darauf hin, dass ein Kursrückgang bis auf 58.000 USD nicht ausgeschlossen werden kann. Zudem bleibt das Risiko einer Abwärtsbewegung bestehen.
Zur selben Zeit zeigen eine erhöhte Dominanz und die anhaltende Akkumulation durch Unternehmen, dass die größere Struktur zwar unter Druck steht, jedoch noch nicht gebrochen ist.
Die nächsten Wochen werden wahrscheinlich zeigen, ob dies nur eine weitere Rotationsphase innerhalb eines größeren Zyklus ist oder der Beginn einer stärkeren Korrekturphase.
Der Beitrag Bitcoin-Erholung verpufft: Verluste im ersten Quartal steigen – neues Kursrisiko rückt in den Fokus erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


