Die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC hat umfassende Aktualisierungen veröffentlicht, die darauf abzielen, digitale Vermögenswerte direkter in das regulierte Finanzsystem zu integrieren.
Maßgeblich geprägt durch das 2025 verabschiedete GENIUS Act, signalisiert die Leitlinie vom Februar 2026 einen strukturellen Wandel hin zu dem, was SEC-Vorsitzender Paul Atkins als Compliance-first-Rahmenwerk beschrieben hat.
Anstatt primär durch Durchsetzungsmaßnahmen zu regulieren, definiert die SEC nun operative Standards für Börsen, Broker und Emittenten digitaler Vermögenswerte.
Die neue Leitlinie bestätigt, dass National Securities Exchanges (NSEs) und Alternative Trading Systems (ATSs) den direkten Handel zwischen Security Tokens und Nicht-Security-Krypto-Assets wie Bitcoin ermöglichen können.
Zuvor erforderten Trades typischerweise Fiat-Währung als Zwischenschritt. Das aktualisierte Rahmenwerk beseitigt diese Anforderung und ermöglicht es Security-to-Bitcoin-Paaren, direkt unter regulierten Handelsplätzen zu handeln.
Eine der bedeutendsten Änderungen betrifft die Kapitalbehandlung von Broker-Dealern.
Zuvor wurde qualifizierten Zahlungs-Stablecoins ein 100%-Kapital-Haircut zugewiesen, wodurch sie für regulatorische Kapitalberechnungen faktisch unbrauchbar wurden.
Unter den neuen SEC-Mitarbeiter-FAQs:
Dies bringt Stablecoins näher an hochwertige Geldmarktinstrumente heran.
ATS-Broker dürfen nun Folgendes kombinieren:
innerhalb einer einzigen juristischen Person, sofern sie definierte rechtliche und technologische Schutzmaßnahmen erfüllen. Zuvor waren diese Funktionen oft strukturell getrennt.
Die Änderung vereinfacht Betriebsmodelle unter Beibehaltung regulatorischer Aufsichtsstandards.
Die SEC stellte klar, dass bestimmte Krypto-Exchange-Traded Products (ETPs) im Rahmen des Regulation M Frameworks operieren können, sofern sie an einer nationalen Börse gelistet sind und etablierte Marktintegritätsregeln befolgen.
Diese Klärung reduziert die Unsicherheit hinsichtlich der Handelsbedingungen auf dem Sekundärmarkt für Krypto-verknüpfte ETPs.
| Merkmal | Behandlung vor 2026 | Update Februar 2026 |
| Stablecoin-Kapital | 100% Haircut | 2% Haircut (98% zählen) |
| Handelspaare | Fiat-vermittelt | Direkte Security-to-BTC-Paare |
| Broker-Struktur | Getrennte Rollen | Kombiniertes Brokerage/Verwahrung/Clearing |
| Asset-Klassifizierung | Durchsetzungsgetrieben | Token-Taxonomie unter CLARITY-Rahmenwerk |
Diese Updates fallen unter „Project Crypto", eine koordinierte SEC-CFTC-Initiative zur Harmonisierung der föderalen Aufsicht über digitale Vermögenswerte.
Parallel dazu führte die SEC Anfang 2026 eine Innovationsausnahme ein. Qualifizierte Projekte können nun bis zu drei Jahre unter erweiterten Offenlegungsanforderungen operieren, ohne mit sofortiger Durchsetzung konfrontiert zu werden, sofern Compliance-Standards erfüllt werden.
Nach Analyse des Umfangs dieser Änderungen wird deutlich, dass die SEC sich nicht mehr ausschließlich auf Durchsetzungsgrenzen konzentriert. Stattdessen baut die Aufsichtsbehörde strukturierte Wege für die Integration zwischen traditionellem Finanzwesen und Blockchain-Infrastruktur auf.
Der reduzierte Stablecoin-Haircut, direkte Security-to-Crypto-Handelspaare und einheitliche ATS-Funktionen senken gemeinsam die Reibung für institutionelle Teilnahme.
Während die Durchsetzungsbefugnis intakt bleibt, deuten die Updates vom Februar 2026 auf eine bewusste Neuausrichtung hin: von reaktiver Aufsicht hin zur systemischen Integration digitaler Vermögenswerte in die US-Kapitalmärkte.
Der Beitrag SEC schreibt Krypto-Regelwerk neu, da Compliance-Ära beginnt erschien zuerst auf ETHNews.

