Die Nachwirkungen des Terra-Zusammenbruchs von 2022 sind noch nicht vorbei. Im vorliegenden Fall hat Terraform Labs Jane Street wegen Insiderhandels im Zusammenhang mit dem dramatischen Zusammenbruch von TerraUSD und LUNA verklagt. Laut der Klage hat eine mit Jane Street verbundene Wallet einen massiven Verkauf von UST im Wert von bis zu 85 Millionen Dollar durchgeführt, kurz nachdem Curve einen geheimen Liquiditätsabzug von 150 Millionen Dollar vorgenommen hatte. Infolgedessen beschleunigte diese Entwicklung laut Klage die Abkopplung, die Milliarden vernichtete. Doch bereits jetzt löst der Fall Diskussionen in der gesamten Krypto-Branche aus.
Im Mai 2022 verlor der algorithmische Stablecoin UST von Terra seine Bindung an den US-Dollar. Dies löste eine Kettenreaktion des Zusammenbruchs aus, die innerhalb weniger Tage einen Marktwert von mehr als 40 Milliarden Dollar vernichtete. Währenddessen geriet LUNA in eine hyperinflationäre Spirale und war praktisch wertlos. Aus diesem Grund gilt das Ereignis weiterhin als eines der katastrophalsten Scheitern in der Geschichte der Kryptowährungen. Diese Klage versucht nun, diesen Zusammenbruch aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Laut Terraform Labs hatte Jane Street Zugang zu nicht-öffentlichen Informationen über große Liquiditätsflüsse. Insbesondere wird der Ausstieg von Curve im Wert von 150 Millionen Dollar hervorgehoben, der den UST-Pool weniger stabil machte. Kurz darauf verkaufte die angeblich verbundene Wallet Dutzende Millionen innerhalb des UST. Dies könnte daher den Verkaufsdruck zu einem sehr kritischen Zeitpunkt erhöht haben. Dies könnte darauf hindeuten, dass Timing und privilegierte Informationen genutzt wurden, um den Zusammenbruch zu beschleunigen.
Jane Street hat wiederum alle Vorwürfe zurückgewiesen. Das Unternehmen gibt an, dass die Ursache für den Terra-Untergang die strukturellen Probleme im Protokoll sind und nicht externe Handelsaktivitäten. Dies steht im Einklang mit allgemeinen Studien und der Branchenmeinung. Viele Analysten erwähnten, dass algorithmische Stablecoins wie UST von Marktvertrauen und Designstabilität abhängig sind. Wenn dieses Vertrauen verloren geht, ist ein Zusammenbruch möglich.
Das Modell von Terra war auch ohne Insiderhandel einem großen Risiko ausgesetzt. Es beruhte auf LUNA-Arbitrage-Anreizen und der LUNA-Nachfrage, um UST gebunden zu halten. Bei höherem Verkaufsdruck konnte das System das Gleichgewicht nicht aufrechterhalten. Infolgedessen verstärkte das Design die Krise, anstatt sie zu unterdrücken. Aus diesem Grund gibt es viele Experten, die glauben, dass strukturelle Schwächen einflussreicher waren als jedes Handelsereignis.
Die Folgen dieser Klage könnten dennoch erheblich sein. Im Falle popularisierter Vorwürfe könnten die Regulierungsbehörden beginnen, die institutionellen Handelspraktiken innerhalb der Krypto-Märkte genauer zu betrachten. Währenddessen könnten Liquiditätsanbieter strengere Compliance-Maßnahmen erhalten. Dies könnte die Art und Weise verändern, wie große Unternehmen mit DeFi-Protokollen interagieren. Aber niemand weiß, ob es funktionieren wird oder nicht, und das Rechtsverfahren könnte lange dauern.
Schließlich vereint dieser Rechtsstreit erneut den Terra-Trugschluss. Es zeigt auch, wie unbeantwortete Fragen zu einem der größten Ausfälle in der Kryptowährung bestehen bleiben. Dies ist eine Erinnerung an die Investoren. Innovation ist genauso wichtig wie Marktstruktur, Transparenz und Risikomanagement.
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