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Ist die XRP-Chain zentralisiert? Ripple-CTO David Schwartz widerspricht Justin Bons

2026/02/25 17:00
3 Min. Lesezeit

In der Krypto-Community gibt es derzeit eine große Debatte, weil Justin Bons, Gründer und CIO von Cyber Capital, meint, dass der XRP Ledger (XRPL) von Ripple „zentralisiert” ist.

Gleichzeitig verteidigt David Schwartz, ehemaliger CTO von Ripple, die Architektur. Dadurch stellen sich wichtige Fragen, wann eine Blockchain tatsächlich dezentral ist.

Justin Bons nennt XRP Ledger „zentralisiert“

Bons hat auf X Kritik an sogenannten „zentralisierten Blockchains” geäußert. Er erklärte, dass manche Netzwerke auf erlaubnisbasierte Validatoren setzen, und nannte die Unique Node List (UNL) des XRP Ledgers als Beispiel.

In seinem Beitrag nannte er auch Canton, Stellar, Hedera und Algorand. Bons stellt Dezentralisierung als eine Entweder-oder-Frage dar. Für ihn ist eine Blockchain entweder komplett erlaubnisfrei oder eben nicht. Jede erlaubnisbasierte Eigenschaft sei laut ihm „dem Ethos von Krypto entgegengesetzt“.

Bons erklärte außerdem, dass es seiner Ansicht nach nur drei Arten von Blockchain-Konsens gibt: Proof of Stake, Proof of Work und Proof of Authority. Er meint, wenn ein System nicht auf PoS oder PoW basierte, dann „sei es per Definition PoA“. Bons sagt, dass „auszuwählen, wem wir vertrauen, nicht das Gleiche ist wie Vertrauenslosigkeit“. Damit meint er speziell XRP und XLM.

David Schwartz verteidigt den XRP Ledger

Bons’ Post löste viele Reaktionen aus der Community aus. Schwartz, einer der wichtigsten Entwickler des XRP Ledgers, widersprach der Behauptung, Ripple habe „absolute Macht und Kontrolle“.

Er erklärte, dass der XRP-Ledger extra so gebaut wurde, dass Ripple das Netzwerk nicht kontrollieren kann. Schwartz sagte, das sei eine bewusste Entscheidung gewesen, die auch mit rechtlichen Überlegungen zu tun gehabt habe.

Schwartz widersprach auch Bons‘ Aussagen zu möglichen doppelten Ausgaben und Zensur. Er erklärte, dass Validatoren keine ehrliche Node dazu zwingen könnten, eine doppelte Ausgabe zu akzeptieren oder Transaktionen zu zensieren.

Jede Node prüft die Regeln selbst und berücksichtigt nur Validatoren, die sie auf ihrer eigenen Unique Node List ausgewählt hat. Wenn sich ein Validator nicht an die Regeln hält, behandelt eine ehrliche Node sie einfach als einen Validator, mit dem er nicht übereinstimmt.

Schwartz räumte ein, dass Validatoren theoretisch gemeinsam das Netzwerk aus Sicht ehrlicher Nodes anhalten könnten. Dennoch sagte er, dies wäre eine Art unehrlicher Mehrheitsangriff, wobei weiterhin keine doppelte Ausgabe möglich sei. In so einem Fall wäre die Lösung, eine neue UNL auszuwählen.

Er wies außerdem darauf hin, dass XRPL das Problem der doppelten Ausgaben durch sogenannte Konsensrunden löst, die etwa alle fünf Sekunden stattfinden. In jeder Runde stimmen die Validatoren ab, ob Transaktionen im aktuellen Ledger aufgenommen werden sollen.

Ehrliche Nodes könnten eine gültige Transaktion in die nächste Runde verschieben, wenn eine große Mehrheit der vertrauten Validatoren sagt, sie habe die Transaktion vor Ablauf der Frist nicht gesehen. Laut Schwartz bleibt durch diesen Mechanismus der Konsens erhalten, ohne dass jemand allein die Kontrolle erhält.

Er betonte außerdem, dass Ripple keine Möglichkeit zur Zensur oder zu doppelten Ausgaben habe. Wenn das möglich wäre und genutzt würde, würden die Nutzer dem XRPL sofort das Vertrauen entziehen. Deshalb wurde das System bewußt so gebaut, dass niemand – auch Ripple nicht – allein zu viel Macht hat.

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