Die Eskalation regionaler Kriegshandlungen im Nahen Osten erzwingt eine Entkopplung zwischen digitalen und physischen Vermögenswerten, während Investoren historische Zyklen gegen unmittelbare geopolitische Schocks abwägen. Eine solche Verschiebung löst dringende Fragen darüber aus, warum Bitcoin derzeit Tiefststände anstrebt und wie die sich ausweitende Bewertungslücke zwischen BTC und Gold diesen Zyklus definiert.
Der militärische Konflikt im Nahen Osten hat seinen größten Umfang seit Jahrzehnten erreicht und verändert grundlegend, wie der Markt Risiken wahrnimmt. Der Iran hat kürzlich Wellen von Raketen und Drohnen gegen Israel, US-Militärbasen und Verbündete am Golf gestartet.
Berichte von Bloomberg und Reuters bestätigen Explosionen in Dubai, Kuwait und Bahrain, was Präsident Trump dazu veranlasste, „größere Kampfhandlungen" im Iran anzukündigen. Er erklärte ausdrücklich, dass das US-Militär beabsichtigt, die Marine-, Raketen- und Nuklearinfrastruktur des Iran zu eliminieren.
Während die globale Unsicherheit explodiert, hat Bitcoin als defensive Absicherung versagt. Stattdessen wird das Vermögen als hochvolatiles Liquiditätsinstrument gehandelt. Während Gold im vergangenen Jahr um 80% auf 5.280 $ gestiegen ist, bleibt Bitcoin in einer volatilen Spanne gefangen.
Die Erzählung änderte sich am Sonntag gewaltsam nach Berichten, dass US- und israelische Luftangriffe den Obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, getötet haben, was Bitcoin zu einer Rally bei geringer Liquidität zurück auf 68.000 $ veranlasste. Präsident Trump forderte jedoch das iranische Volk auf, das Regime zu stürzen, und gelobte gleichzeitig, militärische Angriffe fortzusetzen. Eine solche Erholung löschte die Verluste vom Samstag aus, dennoch bleiben Analysten skeptisch.
Geopolitische Eskalation
Trotz des unmittelbaren Preisschmerzes deuten technische Metriken darauf hin, dass Bitcoin historisch günstig im Vergleich zu seinem physischen Gegenstück ist. Samson Mow, CEO von Jan3, argumentiert, dass Bitcoin 24%-66% unter seinem Trend bleibt, wenn man es an der Marktkapitalisierung von Gold und der globalen Geldmenge misst.
Obwohl Gold-Futures für die Lieferung im April bei 5.247 $ schlossen, wird tokenisiertes Gold wie PAXG mit einem Aufschlag von 5.404 $ gehandelt, was ein verzweifeltes Gerangel um sichere Hafenanlagen widerspiegelt. Mow bezeichnet Gold als „überdehnt" und verweist auf den Bitcoin-zu-Gold-Z-Score als primären Indikator für eine Trendumkehr.
Laut Analyst Arab Chain von CryptoQuant liegt der Bitcoin-Z-Score derzeit bei -1,24, was darauf hinweist, dass Bitcoin deutlich unter seinem historischen Durchschnitt im Verhältnis zu Gold gehandelt wird. Die Geschichte zeigt, dass Bitcoin oft massive Rallyes erlebt, wenn diese Metrik unter -2 fällt. Beispielsweise fiel der Z-Score während des FTX-Zusammenbruchs 2022 unter -3, was zu einer 150%igen Rally im folgenden Jahr führte.
Ein ähnliches Muster trat während des COVID-Crashs 2020 auf, dem ein Anstieg von 300% folgte. Obwohl der aktuelle Score die Schwelle von -2 noch nicht erreicht hat, deutet die Abwärtsbewegung darauf hin, dass das Vermögen in eine „Prime"-Zone für eine Umkehr eintritt. Viele Experten und Händler haben große Hoffnung auf eine große Umkehr im Jahr 2026 und in den kommenden Jahren.
Darüber hinaus stellt Rony Szuster von Mercado Bitcoin eine Divergenz im Zeitplan zwischen USD- und Golddenominationen fest. Bitcoin erreichte seinen Höhepunkt gegenüber Gold im Januar 2025. Wenn der standardmäßige 12- bis 13-monatige Bärenzyklus gilt, sollte der Marktboden für den golddenominierten Preis im März 2026 eintreffen.
Dennoch trat der USD-denominierte Höhepunkt später auf, im Oktober 2025 bei 126.000 $, was darauf hindeutet, dass Bitcoin zwar im Vergleich zu Gold heute wie ein Schnäppchen aussehen mag, der dollardenominierte „ultimative Tiefpunkt" jedoch möglicherweise erst Ende 2026 erscheint.
Warum BTC extreme Unterbewertung signalisiert
Februar 2026 brach alle saisonalen Erwartungen. Historisch ein starker Monat für Krypto, lieferte Februar stattdessen einen Rückgang von -14,94%, der auf eine strukturelle Mischung aus geringer Liquidität, Leverage-Ungleichgewichten und schwacher Spot-Nachfrage zurückzuführen ist und nicht auf eine einzelne negative Schlagzeile.
On-Chain-Signale blieben den ganzen Monat über fragil, wobei die Spent Output Profit Ratio (SOPR) unter 1 blieb, was darauf hindeutet, dass Investoren konsequent Verluste realisierten. Darüber hinaus deutet eine flache Realized Cap darauf hin, dass kein bedeutendes neues Kapital in das Ökosystem eingetreten ist, um das Preisniveau von 84.000 $ zu unterstützen.
Institutionelle Ströme erzählen eine Geschichte zweier verschiedener Investorenklassen. Seit November haben Spot-Bitcoin-ETFs Abflüsse in Höhe von insgesamt 7,8 Milliarden $ verzeichnet, was etwa 12% ihres gesamten verwalteten Vermögens nach steigenden geopolitischen Spannungen entspricht.
Im Gegensatz dazu betrachten „Wal"-Investoren diesen Abschwung als strategische Akkumulationszone. Daten von Mitte Februar zeigen, dass Abu Dhabis Mubadala Investment Company und Al Warda Investments ihr Engagement in Spot-Bitcoin-ETFs tatsächlich erhöht haben. Diese großen Entitäten ignorieren das kurzfristige Rauschen und konzentrieren sich auf die statistische „Angstzone".
Um eine nachhaltige Preisverschiebung zu erreichen, benötigt der Markt mehr als nur leverage-getriebene Erholungen. Analysten fordern aufeinanderfolgende ETF-Zuflüsse, eine stabile positive Coinbase-Prämie und konsistentes Wachstum des Stablecoin-Angebots. Aktuelle Erholungen spiegeln hauptsächlich Short-Covering wider und nicht organische Akkumulation.
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