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Gründer einer Kryptobörse wegen Geldwäsche-Verstößen angeklagt

2026/03/04 20:45
2 Min. Lesezeit
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In den Vereinigten Staaten wurde eine neue Klage rund um eine bekannte Kryptoplattform eingereicht: Paxful. Der Fall folgt kurz nachdem das Unternehmen selbst Verstöße gegen Geldwäschevorschriften und Lizenzbestimmungen eingeräumt hat.

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US-Justiz klagt Paxful-Gründer an

US-Staatsanwälte ermitteln gegen Ray Youssef, Gründer von NoOnes und Mitgründer der inzwischen geschlossenen Plattform Paxful.

Paxful war ein Marktplatz, auf dem Nutzer Bitcoin (BTC) direkt miteinander kaufen und verkaufen konnten. Laut Anklage soll die Plattform jahrelang ohne die erforderlichen Lizenzen gearbeitet und unzureichende Maßnahmen gegen Geldwäsche ergriffen haben.

Außerdem soll Paxful verdächtige Transaktionen nicht rechtzeitig an die Aufsichtsbehörden gemeldet haben. Solche Meldungen sind für Finanzunternehmen in den Vereinigten Staaten verpflichtend.

In der Anklage werden auch Bitcoin-Transaktionen erwähnt, die laut Ermittlern mit Backpage verbunden waren. Dabei handelt es sich um eine Website, die später wegen illegaler Prostitutionsanzeigen geschlossen wurde.

NoOnes erklärte vergangene Woche in sozialen Medien, dass Youssef nicht länger CEO des Unternehmens sei. Laut Plattform stehen seine rechtlichen Probleme nicht im Zusammenhang mit dem Unternehmen.

Gründer der Kryptobörse weist Vorwürfe zurück

Ray Youssef weist die Vorwürfe zurück. In sozialen Medien bezeichnet er die Klage als unbegründet. Seiner Aussage nach handelt es sich lediglich um eine kleine Anzahl von Transaktionen mit einem Gesamtwert von etwa 240 US-Dollar in Bitcoin.

In einem Video auf X erklärte Youssef, dass er sich in Mexiko befand, als US-Behörden ihn nach Los Angeles brachten. Dort wurde er kurzzeitig festgehalten.

Ein Richter entschied später, dass er vorerst unter Auflagen auf freiem Fuß bleibt. Bis zum Abschluss des Verfahrens darf er die Vereinigten Staaten jedoch nicht verlassen.

Paxful hatte zuvor bereits Schuld eingeräumt

Paxful selbst hatte zuvor in einem anderen Verfahren bereits Schuld eingeräumt. Laut Gerichtsunterlagen gab das Unternehmen zu, unzureichende Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche umgesetzt zu haben und ohne Lizenz als Zahlungsdienstleister tätig gewesen zu sein.

Deshalb muss die Plattform eine Geldstrafe von rund 4 Millionen US-Dollar zahlen. Die endgültige Strafe wird zu einem späteren Zeitpunkt vom Gericht festgelegt.

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