Die globale Sparlandschaft verändert sich. Das Stablecoin-Angebot lag im September 2025 bei über 300 Milliarden USD, ein Plus von 75 Prozent gegenüber dem VorjaDie globale Sparlandschaft verändert sich. Das Stablecoin-Angebot lag im September 2025 bei über 300 Milliarden USD, ein Plus von 75 Prozent gegenüber dem Vorja

Das Ende vom Festgeld? So verändert Onchain-Liquidität unser Sparverhalten – erklärt vom Bitget Wallet CMO

2026/03/05 15:00
4 Min. Lesezeit
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Die globale Sparlandschaft verändert sich. Das Stablecoin-Angebot lag im September 2025 bei über 300 Milliarden USD, ein Plus von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Immer mehr Menschen aus Schwellen- und Industrieländern legen ihr Erspartes nicht mehr auf Festgeldkonten, sondern nutzen On-Chain-Lösungen, die Zinsen bringen, ohne dass das Geld fest angelegt werden muss.

Das Hauptproblem dieses Wandels liegt weniger im Zinssatz, als in der Liquidität. Bei klassischen Sparkonten müssen Sparer entscheiden, ob sie Zinsen bekommen oder das Geld ständig verfügbar haben. On-Chain-Lösungen beseitigen diese Abwägung vollständig.

Ein struktureller Fehler kommt endlich ans Licht

In einem Gespräch mit BeInCrypto hat Jamie Elkaleh, Chief Marketing Officer bei Bitget Wallet, diesen Unterschied deutlich gemacht.

Bei klassischen Banken muss das Geld für ein, drei, sechs oder zwölf Monate fest angelegt werden oder eine Strafe für vorzeitiges Abheben gezahlt werden. Diese Regel gilt für traditionelle Einlagen, nicht aber für On-Chain-Earn-Produkte.

Bitget Wallets Earn-Produkte, mit denen man USDT und USDC staken und damit Zinsen verdienen kann, haben im Quartal 200 Millionen USD an Abonnements erreicht. Das entspricht dem Zehnfachen des Wertes zu Beginn von 2025.

Das Guthaben wächst in Echtzeit und kann jederzeit gebührenfrei abgehoben werden.

Jamie erkärt, wie teuer es sein kann, wenn Gelder fest angelegt sind. Ein Bekannter hatte eine große Summe in einem Bankkonto gebunden. Als ein Familienmitglied krank wurde und plötzlich Geld gebraucht wurde, hatte der Sparer nur die Wahl: die Zinsen aufgeben oder die Strafe zahlen.

On-Chain-Earn-Produkte vermeiden genau solche Probleme.

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Wallets: Programmierbare USD-Konten

Makrodaten. verdeutlichen diesen Wandel ebenfalls. Standard Chartered prognostiziert, dass der Stablecoin-Markt bis 2028 auf 2 Billionen USD anwächst.

Morgan Stanley berichtet, dass Stablecoin-Anbieter bereits rund 182 Milliarden USD in US-Staatsanleihen halten. Damit gehören sie zu den größten Inhabern von Staatsschulden weltweit.

Das ist kein reines Zocken – diese Gelder suchen gleichzeitig Sicherheit, Ertrag und ständigen Zugriff.

Selbstverwahrende Wallets werden für viele zum zentralen Zugang für solche Sparmethoden. Bitget Wallet wickelt monatlich Swaps im Wert von über 900 Mio. USD und fast 5 Mrd. USD in Perpetuals ab.

Am schnellsten wächst aber der Bereich Earn – also passives, Stablecoin-basiertes, jederzeit verfügbares Sparen.

Dies ist ein praktisches Beispiel für das „programmierbare Dollar-Konto“. Die Wallet verwahrt das Geld, erwirtschaftet Ertrag, ermöglicht Zahlungen und gibt das Kapital sofort zurück. Ein klassisches Festgeldkonto bietet diese Vorteile nicht gleichzeitig.

Hier zeigt sich die Veränderung am stärksten

Am stärksten ändert sich das Verhalten in Ländern, in denen klassische Banken die Sparer am wenigsten schützen.

Laut Morgan Stanley wurden in der Türkei im Jahr 2024 Stablecoin-Zahlungen im Wert von mehr als 63 Mrd. USD ins Ausland transferiert. In Argentinien hat der Peso seit 2019 mehr als 90 Prozent gegenüber dem Dollar verloren. Stablecoins sind dort für viele Haushalte inzwischen das wichtigste Mittel zum Sparen. In Nigeria sorgte eine abrupte Währungsabwertung Anfang 2025 sofort für mehr On-Chain-Stablecoin-Volumen.

Jamie hat besonders auf die Türkei hingewiesen. Dort wechseln Nutzer wegen der hohen Inflation in USDT und verdienen Zinsen auf diese Stablecoins.

Oft geben sie das Geld direkt über die Wallet aus und wandeln es nie zurück zur Lira. Die Stablecoin-Wallet ersetzt Sparkonto und Bankkarte in einem Schritt.

Laut Standard Chartered sind Länder wie Ägypten, Pakistan, Bangladesch, Indien, Brasilien und Kenia besonders anfällig dafür, dass Einlagen zu Stablecoins abwandern. Entscheidungskriterium ist oft die Sicherheit des Kapitals – nicht reine Spekulation.

Die regulatorische Dimension

Dennoch bestehen regulatorische Herausforderungen für das On-Chain-Earn-Modell. Der US GENIUS Act, der 2025 verabschiedet wurde, verbietet Stablecoin-Anbietern aus den USA, direkte Zinsen zu zahlen. So müssten amerikanische Wallets anders aufgebaut werden.

Das MiCA-Regelwerk der EU legt erstmals umfassende Regeln für Stablecoin-Anbieter in Europa fest.

Jamie erklärte, dass Bitget Wallet in allen Märkten die jeweiligen Gesetze genau beobachtet und sich anpasst.

Da es sich um eine selbstverwahrende Wallet handelt, bei der die Nutzer die Schlüssel selbst besitzen und der Anbieter kein Geld verwahrt, gelten andere Regeln als etwa bei Bankkonten oder Stablecoin-Konten mit Verwahrung.

Der Trend ist eindeutig: Sparer warten nicht auf neue Regeln. Sie wählen bereits Flexibilität statt Festlegung, On-Chain-Zinsen statt Bankfilialen und Wallets statt Festgeldkonten.

Die Abonnementzahl von 200 Millionen USD pro Quartal in nur einer Wallet ist ein Zeichen dafür, dass diese Entwicklung immer schneller geht.

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