Der Kurs von Solana hatte es in den vergangenen Monaten schwer, aber das scheint Anleger in den zugehörigen Börsenfonds kaum abzuschrecken. Seit der Einführung der ersten Solana-Börsenfonds in den Vereinigten Staaten ist der Kurs des Tokens um mehr als die Hälfte gefallen. Dennoch ziehen die Fonds überraschend viel Kapital an – laut Analysten ein interessantes Signal über die wachsende Rolle institutioneller Investoren im Kryptomarkt.
Als die ersten Börsenfonds rund um Solana (SOL) vergangenen Sommer auf dem amerikanischen Markt erschienen, begann für den Token eine schwierige Phase. Seit der Einführung dieser Fonds im Juli ist der Kurs um etwa 57 Prozent gefallen. Normalerweise stellt ein solch starker Rückgang eine große Herausforderung für neue Börsenfonds dar.
Davon ist hier jedoch kaum etwas zu spüren. Die verschiedenen Solana-Börsenfonds haben gemeinsam etwa 1,3 Milliarden Euro an Zuflüssen gesammelt, und ein Großteil davon ist noch immer in den Fonds vorhanden. Laut Analyst Eric Balchunas ist das eine bemerkenswert starke Leistung.
„Die Fonds zeigen ziemlich beeindruckende Zahlen“, sagte Balchunas über die Zuflüsse. Angesichts der Marktbedingungen sei das besonders bemerkenswert. Neue Börsenfonds, die in einem fallenden Markt aufgelegt werden, haben es in der Regel extrem schwer, Anleger anzuziehen.
Auffällig ist auch die Art der Anleger, die einsteigen. Etwa die Hälfte der Zuflüsse stammt von institutionellen Parteien. Das bedeutet, dass Hedgefonds, Vermögensverwalter und andere große Akteure einen wesentlichen Teil des Kapitals liefern, das in diese Börsenfonds fließt.
Wenn Analysten die Leistung der Solana-Börsenfonds mit früheren Krypto-Börsenfondslancierungen vergleichen, ergibt sich ein weiteres interessantes Bild. Bereinigt man die Zahlen um die Marktkapitalisierung des Tokens, schneiden die Solana-Produkte sogar besser ab als die Bitcoin (BTC)-Börsenfonds in deren ersten Monaten.
Balchunas rechnete vor, dass die Zuflüsse, bereinigt um die gesamte Marktkapitalisierung, einem Äquivalent von etwa 46 Milliarden Euro entsprechen. Das liege laut ihm etwa doppelt so hoch wie der Stand der Bitcoin-Börsenfonds zum gleichen Zeitpunkt in ihrem Lebenszyklus.
Gleichzeitig liegt der Solana-Kurs noch weit unter seinem Höchststand. Anfang 2025 erreichte der Token ein Kursrekord von etwa 293 Dollar, begünstigt durch eine Explosion an Memecoin-Aktivität im Netzwerk. Seitdem ist der Kurs deutlich zurückgegangen und liegt aktuell bei rund 88 Dollar – etwa 70 Prozent unter diesem Rekord.
Dennoch bleiben die Börsenfonds kapitalmäßig relativ stabil. Erst aktuell verzeichneten die Fonds ihren ersten Abflusstag seit mehr als einem Monat, als etwa 5 Millionen Euro aus den Produkten abgezogen wurden. Das geschah kurz nach einem Tag, an dem noch 16 Millionen Euro an neuem Kapital zugeflossen waren – was zeigt, dass das Interesse an diesen Fonds vorerst nicht nachgelassen hat.
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