Das Bitcoin-Netzwerk hat eine neue historische Grenze erreicht: Der 20-millionste Bitcoin (BTC) wurde gemined. Damit sind inzwischen etwa 95 Prozent des maximalen Angebots von 21 Millionen Bitcoins im Umlauf.
Die verbleibenden Krypto-Coins kommen jedoch immer langsamer auf den Markt, sodass es noch mehr als ein Jahrhundert dauern kann, bis der letzte Bitcoin gemined wird.
Mit dem Erreichen des 20-millionsten Bitcoins rückt das Maximum von 21 Millionen immer näher. Laut Blockchain-Daten entspricht dieser Meilenstein etwa 95,2 Prozent des Gesamtangebots. Ein besonderer Moment, so David Eng vom Unternehmen Energy Co:
In sozialen Medien teilen Krypto-Anleger diesen Meilenstein überall. So betonte Krypto-Analyst Willem Schroé, wie besonders die Verteilung der verbleibenden Bitcoins ist:
Ein wichtiges Detail: Nicht alle vorhandenen Bitcoins sind tatsächlich verfügbar. Ein Teil ist verloren gegangen, weil private Keys verlegt wurden. Dadurch liegt die effektive Knappheit möglicherweise noch höher.
Ein Private Key ist im Wesentlichen ein digitaler Schlüssel, mit dem jemand Zugang zu seiner Bitcoin-Wallet erhält. Wer diesen Schlüssel besitzt, kann die Bitcoins in dieser Wallet verschieben oder ausgeben. Geht der Schlüssel verloren, sind die Bitcoins in dieser Wallet nicht mehr erreichbar. Sie existieren weiterhin auf der Blockchain, können aber nie mehr verwendet werden.
Dass die letzten Bitcoins noch über ein Jahrhundert auf sich warten lassen, liegt am eingebauten Halving-Mechanismus im Bitcoin-Protokoll. Etwa alle vier Jahre halbiert sich die Belohnung, die Miner für das Hinzufügen eines neuen Blocks erhalten.
Dadurch kommen immer weniger neue Bitcoins hinzu. Laut CloverPool-Daten wird es noch etwa 114 Jahre dauern, bis der letzte Bitcoin gemined wird. Krypto-Analyst Wu Blockchain teilte dazu Folgendes mit:
Obwohl der letzte Bitcoin noch weit entfernt ist, wird der Großteil des Vorrats deutlich früher existieren. Da Miner immer weniger Bitcoin als Belohnung erhalten, werden voraussichtlich bereits um 2035 rund 99 Prozent aller Bitcoins im Umlauf sein. Die Belohnung für das Minen von BTC wird alle vier Jahre halbiert. Dadurch kommen immer weniger neue Bitcoins hinzu.
Danach wird das Tempo extrem niedrig. Die letzten ein Prozent aller Bitcoins werden über mehr als ein Jahrhundert verteilt ausgegeben. Dieses einzigartige Ausgabemodell macht Bitcoin grundlegend anders als traditionelle Währungen, bei denen Zentralbanken die Geldmenge anpassen können.
Wenn um das Jahr 2140 der letzte Bitcoin gemined wird, endet die Ausgabe neuer Coins vollständig. Ab diesem Zeitpunkt erhalten Miner keine neuen BTC mehr als Belohnung für das Hinzufügen neuer Blöcke zur Blockchain.
Stattdessen erzielen Miner ihre Einnahmen ausschließlich über Transaktionskosten, die Nutzer zahlen, um Transaktionen im Netzwerk verarbeiten zu lassen. Diese Kosten müssen letztlich ausreichen, um das Netzwerk sicher und funktionsfähig zu halten.
Aufgrund des vorhersehbaren und begrenzten Angebots gilt Bitcoin bei vielen Anlegern als knappes digitales Gut. Mit dem Erreichen von 20 Millionen gemineten Coins rückt dieses Endziel immer deutlicher in Sicht.
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