Da die Finanzbranche ihren Vorstoß zur Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) beschleunigt, richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Infrastruktur, die diese Transformation unterstützen könnte. Befürworter argumentieren, dass XRP und das XRP Ledger möglicherweise bereits über die Werkzeuge verfügen, die für diesen Wandel erforderlich sind, und haben die Ausgabe von Vermögenswerten und tokenisierte Wertübertragungen lange unterstützt, bevor das Konzept zu einem Hauptfokus im globalen Finanzwesen wurde.
Die aktuellen Entwicklungen rund um XRP werden zunehmend schwer zu ignorieren, da die breitere Finanzwelt beginnt, sich auf die Tokenisierung zu konzentrieren. Laut einem Beitrag auf X des Krypto-Analysten XFinanceBull hat der ehemalige Ripple-Manager Ashish Birla kürzlich ein entscheidendes Detail hervorgehoben, das viele Investoren möglicherweise übersehen: Das XRP Ledger war bereits vor mehr als einem Jahrzehnt in der Lage, Vermögenswerte wie Gold zu tokenisieren.
In der Zwischenzeit wurde die Infrastruktur lange vor der aktuellen Welle institutionellen Interesses an tokenisiertem Finanzwesen aufgebaut. Derzeit steigen große Finanzunternehmen wie BlackRock und Franklin Templeton aktiv in das Tokenisierungsrennen ein. Da sich die regulatorische Klarheit allmählich entwickelt, fließt institutionelles Kapital in die digitale Vermögensinfrastruktur, und der Markt konzentriert sich endlich auf die gleiche Herausforderung, für die das XRP Ledger entwickelt wurde.
Wenn tokenisierte reale Vermögenswerte (RWA), die sich On-Chain bewegen, schließlich ein Volumen von Billionen Dollar erreichen, könnte das Netzwerk, das die Schienen bereitstellt, die Werte abwickeln, äußerst wichtig werden. Xfinancebull argumentiert, dass Technologiezyklen dazu neigen, einem vorhersehbaren Pfad zu folgen, bei dem zuerst die Infrastruktur aufgebaut wird und dann der Preis der Akzeptanz folgt.
Die Frage, ob das XRP Ledger ein echtes globales Transaktionsvolumen bewältigen kann, lässt sich am besten mit einfacher Mathematik beantworten. Der Krypto-Investor Grape erklärte, dass das Netzwerk ungefähr alle 3 bis 5 Sekunden schließt und unter normalen Bedingungen etwa 1.500 Transaktionen pro Sekunde aufrechterhalten kann, was sich auf etwa 129 Millionen Transaktionen pro Tag übersetzt, ohne seine Grenzen zu erreichen.
Grape wies auf einen großen Stresstest hin, der 2021 durchgeführt wurde und bei dem Ripple und Pyypl das öffentliche XRPL über 50.000 Transaktionen pro Sekunde hinaus getrieben haben, während sie eine Abwicklungszeit von 3 bis 4 Sekunden beibehielten, was sich auf etwa 4,3 Milliarden pro Tag beläuft. Im Vergleich zu anderen Zahlungs- und Blockchain-Systemen sind die Zahlen bemerkenswert. Visa verarbeitet durchschnittlich etwa 1.700 Transaktionen pro Sekunde mit einer Spitzenkapazität von 65.000, während Ethereum etwa 15 bis 30 Transaktionen pro Sekunde verarbeitet und Bitcoin durchschnittlich 7 Transaktionen pro Sekunde verarbeitet.
Ripple CTO David Schwartz bemerkte, dass die Obergrenzen des Netzwerks noch unbekannt sind. Trotz dieser Kapazität verarbeitet das XRPL-Netzwerk derzeit nur etwa 1 Million Transaktionen pro Tag, was weniger als 1% seiner getesteten Kapazität entspricht. Aus dieser Sicht ist der begrenzende Faktor für XRPL nicht die Infrastruktur, sondern das Niveau der realen Akzeptanz.


