Während viele Krypto-Projekte entweder im Chart oder On-Chain glänzen, liefert Ripple (XRP) gerade beides, nur nicht in dieselbe Richtung. Mitte März prallten zwei Signale aufeinander: ein technischer Trendbruch im Kurs und gleichzeitig ein XRP Ledger, das auf Rekordlast läuft.
Genau diese Kombination macht die Lage so spannend, weil sie ein altes Problem sichtbar macht: Aktivität im Netzwerk ist nicht automatisch gleich Nachfrage nach dem Token.
Mitte März durchbrach XRP eine monatelange Abwärtstrendlinie, begleitet von rund dem dreifachen Durchschnittsvolumen. Der Ripple-Kurs überwand dabei die Zone um 1,39 US-Dollar und bewegte sich kurzfristig in einer Spanne von etwa 1,39 bis 1,44 US-Dollar.
Danach folgte die Ernüchterung: XRP fiel wieder unter 1,40 US-Dollar. Auf Wochensicht stand ein Plus von 2 Prozent, seit Januar lag XRP gleichzeitig rund 26 Prozent im Minus.
Der XRP-Kurs notiert aktuell bei 1,41 US-Dollar. Quelle: CoinMarketCap
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Im Netzwerk stiegen die Werte parallel deutlich. Das XRP Ledger verarbeitete laut XRP Scan 2,7 Millionen Zahlungen an einem Tag, ein 12-Monats-Hoch. Gegenüber Ende 2025 entspricht das nahezu einer Verdreifachung.
Auch das tägliche Zahlungsvolumen zog an: Zwischen dem 12. und 13. März stieg es um 15,7 Prozent auf rund 741 Millionen XRP. Im Bereich tokenisierter Realwerte erreichte das Volumen 461 Millionen US-Dollar, Coingecko zufolge ein Plus von 35 Prozent innerhalb von 30 Tagen.
Treiber der hohen Aktivität sind vor allem RLUSD und die zunehmende Tokenisierung realer Assets auf dem XRP Ledger. In vielen Fällen dient XRP dabei als Brückenwährung für die Abwicklung. Das steigert die Netzwerkauslastung, führt aber nicht automatisch zu langfristiger Token-Bindung.
Im DeFi-Bereich bleibt das Volumen überschaubar. Das Total Value Locked (TVL) auf XRPL liegt DefiLlama zufolge bei 48,6 Millionen US-Dollar, während Solana (SOL) fast 7 Milliarden US-Dollar erreicht.
Das aktuelle TVL von XRPL liegt derzeit bei etwa 48,6 Millionen US-Dollar. Quelle: DefiLlama
Bei den XRP ETFs lässt die Dynamik nach. Nach 1,6 Milliarden US-Dollar bis Januar sank das verwaltete Vermögen Daten von XRP Insights zufolge auf rund 1,06 Milliarden US-Dollar. Die wöchentlichen Zuflüsse gingen zuletzt um 45 Prozent zurück.
Das XRP Ledger zeigt klare Nutzungsdynamik mit Rekordwerten bei Transaktionen und Volumen. Der Kurs reagiert darauf bislang nur begrenzt. Der Grund liegt in der Struktur: Wird XRP überwiegend als Brückenwährung genutzt, entsteht Durchfluss, aber keine zwingende Kapitalbindung.
Entscheidend ist daher nicht die reine Aktivität, sondern ob daraus dauerhafte Nachfrage nach dem Token selbst entsteht. Erst wenn Netzwerkwachstum und gebundene Liquidität zusammenfallen, kann sich die On‑Chain‑Stärke nachhaltig im Preis widerspiegeln.
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