Die Abgeordnete Nancy Mace (R-SC) setzt sich erneut über die Trump-Administration hinweg, diesmal indem sie ihre eigene freiberufliche Rettungsaktion für im Nahen Osten gestrandete Amerikaner durchführt — ein Schritt, der Beamte des Weißen Hauses wütend macht, die versuchen, die Kriegsberichterstattung über den Iran zu kontrollieren.
Laut dem Guardian sind Beamte der Trump-Administration verärgert über Maces Entscheidung, in die Region zu reisen und unautorisierte Evakuierungsmissionen durchzuführen, was die Koordinierungsbemühungen des Außenministeriums direkt untergräbt.
Die Republikanerin aus South Carolina war bereits ein Dorn im Auge des Weißen Hauses mit ihrer Forderung, dass die gesamten Jeffrey-Epstein-Akten veröffentlicht werden.
Die Kongressabgeordnete trat mit ausländischen Regierungen — einschließlich Saudi-Arabien — in Kontakt, ohne das Außenministerium zu informieren, und forderte dann kühn die Administration auf, ein kommerzielles saudi-arabisches Flugzeug zu beschlagnahmen, um 300 Menschen zu transportieren, berichtete der Guardian. Die einseitige Diplomatie ist zu anhaltenden Kopfschmerzen für einen bereits chaotischen Evakuierungsprozess geworden, schrieb die Zeitung.
„Wenn Kongressmitglieder hilfreich sein wollen, sollten sie mit der Administration zusammenarbeiten, anstatt zu versuchen, die Situation für politischen Gewinn auszunutzen", schimpfte ein Beamter des Weißen Hauses, der anonym über die operativen Details sprach.
Einige Diplomaten und Reisende haben die Trump-Administration beschuldigt, bei den Evakuierungen zu langsam vorzugehen — eine Kritik, die Maces Eingreifen hervorgehoben hat, so der Bericht. Ihre Bereitschaft, unabhängig zu handeln, legte die träge Reaktion der Administration offen.
Dennoch sind Maces Rettungsbemühungen in Kontroversen geraten. Grey Bull Rescue, die private Gruppe, die einige Evakuierungen durchführt, stellte am Mittwoch den Betrieb ein, nachdem eine amerikanische Mutter sie beschuldigt hatte, 1 Million Dollar zu erpressen, um in die USA zurückzukehren.
Das Außenministerium behauptet im Gegensatz dazu relativen Erfolg: 60 abgeschlossene Flüge bis Mittwochabend, mit direkter oder indirekter Unterstützung für 42.000 Menschen, die um Hilfe gebeten haben. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Quellen fliegen jedoch viele Charterflüge zunehmend leer. Einige Amerikaner haben vom Außenministerium arrangierte Verbindungen über Griechenland abgelehnt und Direktflüge bevorzugt.
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