Präsident Trump hielt am 2. April eine nationale Ansprache. Der Markt erwartete eine Deeskalation. Stattdessen bekamen sie mehr Krieg.
Trump sagte, der Iran-Konflikt werde weitere zwei bis drei Wochen andauern. Er drohte damit, iranische Kraftwerke anzugreifen. Er behauptete, Irans Marine und Luftwaffe seien bereits zerstört. Er sagte auch, dass künftig keine Ölimporte mehr durch die Straße von Hormus verlaufen werden. Die Botschaft war klar: Die USA weichen nicht zurück.
Die Märkte reagierten sofort. Öl stieg auf über 104 $ pro Barrel. Der Bitcoin-Preis fiel unter 67.000 $. US-Futures drehten ins Minus. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen stieg.
Das Problem ist einfach: Der Markt hatte einen Waffenstillstand eingepreist. Händler waren auf Frieden eingestellt. Stattdessen verdoppelte Trump seine aggressive Rhetorik. Keine Deeskalation bedeutet Eskalation. Risikoanlagen hassen das.
Krypto ist in diesem Umfeld kein sicherer Hafen. Es wird wie jede andere zinssensitive Risikoanlage gehandelt. Wenn Öl steigt und die Renditen zunehmen, wird Bitcoin verkauft.
Die Verkäufe kamen nicht nur von Privatanlegern in Panik. Auch institutionelles Geld zieht sich zurück. Am 1. April verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von etwa 174 Millionen $. BlackRocks IBIT führte mit rund 86,5 Millionen $ an Abflüssen. Auch Fidelitys FBTC und Bitwises BITB verzeichneten erhebliche Rücknahmen.
Ethereum-ETFs blieben ebenfalls nicht verschont. US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten am selben Tag einen Nettoabfluss von etwa 7,1 Millionen $.
Das gesamte verwaltete Vermögen schrumpft auf breiter Front. Die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung testet ihr 24-Stunden-Tief bei 2,27 Billionen $. Der RSI liegt bei 39,29, was im Grunde eine bärische Dynamik ist. Er ist noch nicht überverkauft, was bedeutet, dass weitere Rückgänge kommen könnten, bevor Käufer einsteigen.
Die institutionelle Nachfrage bleibt schwach. Es gibt keinen Katalysator, um den Trend umzukehren. Noch nicht.
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Die nächsten zwei bis drei Wochen hängen vollständig von den Nachrichten ab. Wenn der Krieg wie angekündigt weitergeht, ist mit weiteren Verlusten zu rechnen. Das wichtige Niveau ist 2,27 Billionen $ für die gesamte Marktkapitalisierung. Ein Tagesschluss darunter öffnet die Tür zum Jahrestief von 2,17 Billionen $.
Auf der Makroseite werden am 10. April die US-CPI-Daten für März veröffentlicht. Das wird das nächste wichtige Signal für Zinsen und Dollar sein. Eine hohe Inflationszahl könnte Bitcoin weiter nach unten drücken. Eine niedrige Zahl könnte Erleichterung bringen.
Vorerst steckt der Markt im Risk-off-Modus fest. Stabilität erfordert eine Verringerung der Spannungen im Nahen Osten. Bis dahin wird jeder Tweet und jede Ansprache aus dem Weißen Haus die Preise bewegen.
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