MANILA, Philippinen – Das Repräsentantenhaus hat die Unterstützung von mehr als zwei Dritteln des gesamten Gremiums mobilisiert, um Vizepräsidentin Sara Duterte zum zweiten Mal anzuklagen, wie ein Mitglied des Justizausschusses am Donnerstag, dem 07.05., mitteilte.
„Aus Konsultationen geht hervor, dass wir nun bei rund 215 Abgeordneten des Repräsentantenhauses liegen, die das Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte unterstützen", enthüllte der Bicol-Saro-Abgeordnete Terry Ridon.
Ridon hat die Aufschlüsselung noch nicht veröffentlicht, aber wenn diese Zahlen am Abstimmungstag standhalten, werden sie mit den Zahlen des Vorjahres übereinstimmen, als ebenfalls 215 Abgeordnete für die Unterzeichnung der Anklageschrift gegen Vizepräsidentin Sara Duterte stimmten.
Seit vielen Tagen ist das Amtsenthebungsverfahren gegen die Vizepräsidentin so gut wie sicher. Lakas-CMD hat sich mit 60 Mitgliedern für ihre Anklage eingesetzt, die National Unity Party schätzt 30 Mitglieder, während die Parteilisten-Koalition glaubt, dass es mindestens 47 Unterstützer des Amtsenthebungsverfahrens gibt, womit die Parteieingesätze auf mindestens 137 kommen.
Nur 106 Stimmen – oder ein Drittel des Repräsentantenhauses gemäß der Verfassung – sind erforderlich, um die Vizepräsidentin anzuklagen, aber das Erreichen von 215 Stimmen bewahrt den Anschein, dass die Bemühungen, Duterte für ihre angeblichen Vergehen zur Rechenschaft zu ziehen, nicht nachgelassen haben.
„Nach der zweiten und dritten Anhörung stieg die Zahl der Abgeordneten, die von den Beweisen überzeugt wurden", sagte Tingog-Abgeordneter und Generalsekretär der Party-List Coalition Foundation, Jude Acidre.
Die zweite Anhörung enthüllte insbesondere eine eklatante Diskrepanz zwischen den Bankgeschäften der Vizepräsidentin in Milliardenhöhe in Pesos und ihren bescheidenen Barerklärungen.
Genau wie im vergangenen Jahr wird Duterte auch weiterhin vorgeworfen, öffentliche Mittel zweckentfremdet und Todesdrohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr. ausgesprochen zu haben.
Eine Abstimmung im Plenum über den Ausschussbericht, der die Resolution mit den Anklagepunkten enthält, wird für Montag, den 11.05., erwartet. – Rappler.com


