Südkoreas fünf größte Krypto-Börsen — Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax — arbeiten bereits mit dem Nationalen Steuerservice zusammen, um Meldeverfahren aufzubauenSüdkoreas fünf größte Krypto-Börsen — Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax — arbeiten bereits mit dem Nationalen Steuerservice zusammen, um Meldeverfahren aufzubauen

Krypto-Händler in Südkorea sehen sich ab Januar 2027 mit einer Steuer von 22% konfrontiert

2026/05/09 16:00
3 Min. Lesezeit
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Südkoreas fünf größte Krypto-Börsen — Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax — arbeiten bereits mit dem Nationalen Steuerdienst zusammen, um Meldesysteme vor einem wichtigen Politikwechsel im Januar 2027 aufzubauen.

Die Koordination signalisiert, dass die Regierung es diesmal ernst meint, nach jahrelangen Verzögerungen und politischen Auseinandersetzungen darüber, ob digitale Vermögenswerte überhaupt besteuert werden sollen.

Die Regierung zieht eine klare Linie

Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen bestätigte, dass die Politik wie geplant umgesetzt wird, und lehnte Forderungen ab, die Frist erneut zu verschieben oder die Steuer vollständig abzuschaffen.

Moon Kyung-ho, Leiter der Einkommensteuerabteilung des Ministeriums, erklärte auf einem Notfallforum in Seoul, dass die Steuer auf virtuelle Vermögenswerte wie geplant im Januar eingeführt werde.

Er verteidigte auch den Satz von 20 % und argumentierte, dass dieser in gewisser Weise für Steuerzahler günstiger sei als eine umfassende Besteuerung.

Die Steuer gilt für jährliche Krypto-Gewinne über 2,5 Millionen Won — ungefähr 1.800 US-Dollar. Gewinne über diesem Schwellenwert werden mit 20 % besteuert, zuzüglich einer lokalen Einkommensteuer von 2 %, was einen kombinierten Satz von 22 % ergibt.

Gewinne aus der Übertragung und Verleihung virtueller Vermögenswerte fallen unter die neuen Regeln und werden gemäß dem aktualisierten Einkommensteuergesetz als „sonstige Einkünfte" eingestuft. Die Krypto-Steuer bleibt von den Steuern auf Kapitalerträge aus Finanzinvestitionen getrennt.

Behörden schätzen, dass die Politik rund 13,26 Millionen Anleger betreffen wird — eine Zahl, die widerspiegelt, wie tief der Krypto-Handel im südkoreanischen Finanzleben verwurzelt ist.

Transaktionen über Grenzen hinweg verfolgen

Eines der größten Bedenken rund um die Politik betrifft Handelsgeschäfte außerhalb des Landes — auf ausländischen Börsen, dezentralisierten Plattformen und Peer-to-Peer-Netzwerken, wo Transaktionsdaten schwerer zu erfassen sind.

Behörden sagten, dass diese Fälle durch Meldepflichten für ausländische Finanzkonten und den globalen Crypto-Asset Reporting Framework, bekannt als CARF, gehandhabt werden können.

Die Regierung wies auch Behauptungen einer Doppelbesteuerung zurück. Die Behörden erklärten, dass Kapitalertragssteuern auf Krypto-Gewinne und die Mehrwertsteuer auf Börsendienstleistungsgebühren verschiedene Dinge abdecken, sodass die beiden Belastungen nicht als überlappend betrachtet werden sollten.

Neue Einkommensarten brauchen noch Regeln

Nicht alles ist geklärt. Die Regierung kündigte an, separate Steuerstandards für Staking-Rewards, Airdrops und Leiheinnahmen zu veröffentlichen — neuere Formen von Krypto-Gewinnen, die nicht ohne Weiteres in bestehende Kategorien passen. Diese Richtlinien wurden noch nicht veröffentlicht.

Compliance-Regeln und detaillierte Meldesysteme werden noch vom Nationalen Steuerdienst und den fünf großen Börsen vor dem Rollout entwickelt.

Südkorea zählt zu den aktivsten Privatkunden-Kryptomärkten der Welt, und die Frist im Januar 2027 scheint nun festzustehen.

Titelbild von WorldStrides Australia, Diagramm von TradingView

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