Aliko Dangote, Afrikas reichster Mann, belebt einen lange aufgeschobenen Ehrgeiz wieder, Dangote Cement an internationale Kapitalmärkte zu bringen. Die Dual-Listing-Strategie behält die primäre Notierung an der nigerianischen Börse bei und öffnet das Unternehmen gleichzeitig für globale institutionelle Investoren.
Der Plan wurde sieben bis zehn Jahre lang vorbereitet. Dangote bestätigte gegenüber der Financial Times, dass etwa 10 % von Dangote Cement über die Londoner Zweitnotierung am Sekundärmarkt an externe Investoren verkauft werden könnten. Der Zeitplan wird durch Berichte gestützt, die Unternehmensberater zitieren. Dieser Schritt signalisiert wachsendes Vertrauen in afrikanische börsennotierte Aktien und spiegelt erleichterte regulatorische Wege wider, die die Transaktion schließlich realisierbar gemacht haben.
Dangote Cement ist in 10 afrikanischen Ländern tätig und verfügt über eine Marktkapitalisierung von über 13 Milliarden US-Dollar. Die Aktienkurse haben sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, was die starke operative Leistung und den Investorenhunger nach afrikanischen Industrieaktiva widerspiegelt. Das Unternehmen betreibt derzeit eine jährliche Zementproduktionskapazität von 60 Millionen Tonnen und strebt eine Erweiterung auf 100 Millionen Tonnen bis 2030 an – eine Steigerung von 67 %, die es zum dominierenden Zementhersteller des Kontinents macht.
Diese Expansion spiegelt Dangotes umfassendere Strategie wider, Afrikas industrielle Kapazitäten auszubauen. Mit 69 Jahren beläuft sich Dangotes Nettovermögen laut Forbes-Echtzeitdaten auf 28,3 Milliarden US-Dollar. Er teilte dem Geschäftsführenden Direktor der International Finance Corporation, Makhtar Diop, kürzlich mit, dass seine Mission darauf ausgerichtet sei, Afrikas Investitionslebensfähigkeit zu demonstrieren. „Wir werden Afrika öffnen, indem wir zeigen, dass wir an Afrika glauben, indem wir unser Geld in Afrika investieren", sagte Dangote während eines Besuchs am IFC-Hauptsitz.
Separat plant Dangote, bis zu 15 % seines Ölraffinationsgeschäfts durch ein Initial Public Offering in Lagos im Jahr 2026 zu verkaufen. Die Dangote-Raffinerie, die 2023 den Betrieb aufnahm, stellt ein weiteres Flaggschiff-Asset dar, das inländisches und regionales Kapital erschließen möchte. Diese duale Kapitalaufnahmestrategie – eine auf London ausgerichtet, eine auf Lagos – spiegelt einen bewussten Ansatz zur Diversifizierung der Investorenbasis über Geographien und Anlageklassen hinweg wider.
Die Auflistung im September wird Londons Appetit auf afrikanische Industrieaktien in großem Maßstab testen. Ein Erfolg könnte eine Vorlage für andere afrikanische Konglomerate schaffen, die Dual-Listings anstreben. Investoren sollten regulatorische Genehmigungen, Preisempfehlungen und Signale zur institutionellen Nachfrage beobachten, wenn der September näher rückt.
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