Krypto-Unternehmen und große Finanzinstitute erweitern rasch ihre Bemühungen, traditionelle Wertpapiere auf Blockchain-Netzwerke zu bringen, und argumentieren, dass die Technologie die Kapitalmärkte durch schnellere Abrechnung, kontinuierlichen Handel und verbesserte Sicherheiteneffizienz neu gestalten könnte.
Befürworter sagen, dass die Tokenisierung auch die Abhängigkeit von veralteter Back-Office-Infrastruktur verringern und Emittenten gleichzeitig bessere Einblicke in die Aktionärsaktivitäten geben könnte.
Das Wachstum des Sektors hat sich im vergangenen Jahr stark beschleunigt. Tokenisierte Real-World-Assets überstiegen kürzlich einen Marktwert von 32 Milliarden US-Dollar (44,48 Milliarden AU-Dollar), während Blockchain-basierte US-Treasury-Produkte auf über 15 Milliarden US-Dollar (20,85 Milliarden AU-Dollar) gestiegen sind.
Vermögensverwalter wie BlackRock und Janus Henderson unterstützen ebenfalls neue Liquiditätsinfrastruktur, die darauf abzielt, die Rücknahmegeschwindigkeit für tokenisierte Fonds zu verbessern.
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Allerdings sagen Führungskräfte aus der gesamten Branche, dass viele Produkte nach wie vor keine echte Blockchain-native Funktionalität bieten. Bullish-CEO Tom Farley sagte, ein Großteil des heutigen tokenisierten Aktienmarktes bestehe aus synthetischen Vermögenswerten, die mit traditionellen Aktien verknüpft sind, anstatt aus rechtlich anerkannten Wertpapieren, die direkt auf Blockchain-basierte Aktionärsregister ausgegeben werden.
Die Übernahme von Equiniti durch Bullish für 4,2 Milliarden US-Dollar (5,84 Milliarden AU-Dollar) war darauf ausgelegt, dieses Problem zu lösen, indem Transfer-Agent-Infrastruktur in tokenisierte Märkte integriert wird.
Liquidität bleibt ein weiteres großes Problem. Chris Kim, Gründer von Axis, argumentierte, dass die Ausgabe tokenisierter Vermögenswerte schneller vorangeschritten ist als die Fähigkeit des Marktes, effizienten Handel zu unterstützen. Analysten warnten auch, dass dieselben Vermögenswerte häufig in inkompatiblen Formaten über mehrere Blockchains hinweg ausgegeben werden, was zu fragmentierten Liquiditätspools und Preisineffizienzen beiträgt. RWA.io schätzte, dass diese Ineffizienzen den Markt derzeit zwischen 600 Millionen US-Dollar (834 Millionen AU-Dollar) und 1,3 Milliarden US-Dollar (1,81 Milliarden AU-Dollar) pro Jahr kosten.
Obwohl Finanzunternehmen weiterhin stark in Blockchain-Abrechnungssysteme investieren, sagen Branchenteilnehmer, dass erhebliche Infrastruktur- und Interoperabilitätsherausforderungen noch gelöst werden müssen, bevor tokenisierte Wertpapiere in großem Maßstab funktionieren können.
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